Fotos: Thilo Härdtlein / AR award for emerging architecture
Mit dem AR award, dem weltweit bedeutendsten Preis für junge Architekten, wurde im Dezember 2005 der TOWER FLUGHAFEN WIEN im Royal Institute of British architects in London ausgezeichnet. Das vom Büro Zechner & Zechner eingereichte Projekt war der einzige österreichische Preisträger von den 700 Teilnehmer aus 60 Ländern. Von der Jury wurde besonders der poetisch lyrische Ansatz des funktionalen Bauwerks hervorgehoben. Das 2005 fertiggestellte Bauwerk wurde bereits mit dem European Steel Design Award ausgezeichnet.
In Assoziation zum Verkehrsmittel Flugzeug entwickelt der Turm eine vertikale Dynamik, die aus der Höhenstaffelung und Orientierung der Bereiche Flugsicherung (Sockel) - Turmschaft - Kontrollturm/ Kanzel (Turmkopf) entsteht. Der Gebäudesockel richtet sich nach den Baufluchtlinien, der Kopf des Turmes nach der Hauptblickrichtung der Kanzel. Die ca. 45°-Verdrehung der beiden Segmente zueinander präsentiert sich in der Übergangszone der beiden Richtungen und Außenkonturen in Form einer Membran. Mit seinen 108 Metern Höhe und den unterschiedlichen Lichtstimmungen auf der Membranhaut des Gebäudes ist der Tower gleich einem Leuchtturm von großer Entfernung sichtbar. Die PTFE-Glasgewebemembranteile wurden auf einer Unterkonstruktion befestigt, die geschoßweise Ringe vorsieht. Die statische Spannung ergibt eine leichte Bombierung der einzelnen Segmente nach innen. Das Gesamtgewicht der Stahlunterkonstruktion beträgt ca. 200 Tonnen. Mit einer Gesamthöhe von 45 m und einer Fläche von ca. 3.300 m2 verfügt der Tower über die größte Membranfassade Österreichs.
Auftraggeber: Flughafen Wien AG und Austro Control G.m.b.H.
Architektur: Zechner & Zechner, Wien
Generalplanung: ARGE Zechner - Lorenz, Wien / Graz