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(c) Philip Mörwald

Es ist ein winzig kleiner Teil der Weltarchitektur, um den es üblicherweise in den hochglänzenden Fachmagazinen geht. Und nur ein winziger Teil der Architektur stammt überhaupt aus Architektenhand. In den sogenannten Megacitys wachsen ganze Stadtviertel informell, ohne dass irgendein Architekt und noch nicht mal ein Raumplaner daran Hand angelegt hätten. Diese Tatsache sind zumindest für die AG Architektursoziologie Grund genug, sich in ihrer jährlichen Fachtagung, die am 13. und 14. Mai, diesmal in Wien stattfand, mit dem Thema „Everyday Architekture & Contemporary Vernacular“ (Alltagsarchitektur und zeitgenössische anonyme Architektur) auseinanderzusetzen.

Amol eppas ondorsch 

Amol eppas ondorsch (einmal etwas anderes) ist die Antwort, mit der in Südtirol häufig der Frage ausgewichen wird, wie denn etwas Neues gefalle. Andererseits steht es auch für die Haltung des Architekten Walter Angonese und des Künstlers Manfred Alois Mayr aus Südtirol, die gemeinsam eine Ausstellung im Innsbrucker aut. architektur und tirol gestaltet haben.

Rückschau auf das 20. Industriebauseminar

Prof. Arch. DI Christoph Achammer vom Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement, interdisziplinäre Bauplanung und Industriebau der TU Wien, der die Veranstaltung organisierte und moderierte, leitete die beiden intensiven Vortragstage mit den Worten ein, dass der Kuppelsaal exemplarisch für das diesjährig gewählte Thema stehe, das da lautete: „Refurbished future: Werte, Ressourcen und Strukturen – ergänzen statt ersetzen.“

Ländliche Leerstände

Während weltweit die Städte im Wachsen begriffen sind, haben ländliche Regionen mehr und mehr mit Leerständen zu kämpfen. Durch den Strukturwandel der Landwirtschaft verlieren (ursprünglich) landwirtschaftlich genutzte Gebäude zunehmend an Funktion. Die Zahl der brachliegenden Ställe, Stadel und Scheunen wird allein in den Voralpen auf einige Zehntausend geschätzt.

Robotic architecture?!

In der Diskussion um die aktuelle Forschung in der Architektur trifft man immer häufiger auf den Begriff „Robotic Architecture“. So auch zuletzt in einem von der TU Graz angekündigten Symposium, bei dem Automatisierungsexperten der Industrie und Architekten aufeinandertrafen.

Seit dem Jahr 2007 leben erstmals in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Laut UNO soll der Anteil der Stadtbevölkerung bis zum Jahr 2030 voraussichtlich auf über 60 Prozent steigen und im Jahr 2050 rund 70 Prozent erreichen. Es bedarf keiner schwierigen Rechnung, um daraus zu schließen, dass sich die Zukunft unseres Planeten wohl in den Städten entscheiden wird. Hoffentlich nicht nur für die Zeitschrift ARCH+ Grund genug, um sich umfassend mit dem Thema Zukunft der Stadt auseinanderzusetzen.

Wieder aufgenommene Zukunftsvisionen

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