Architektur und Erscheinungsbild – Al Jazeera

7. Juli 2017 Mehr

Das Architektur- und Designstudio Veech X Veech hat seinen Sitz in Wien. Auf der Homepage des Büros ist eine Farbe vordringlich: das Blau. Es ist die Farbe, in der die meisten TV Studios der Welt am Bildschirm der jeweiligen Zuschauer erscheinen, und in dieser Branche haben Stuart A. Veech und Mascha Veech-Kosmatschof als internationales, multidisziplinäres Designunternehmen schon einige Erfahrung.

Nicht nur diverse ORF-Studios sind von ihnen konzipiert, jetzt haben sie auch das Hauptquartier eines der einflussreichsten Multichannel Networks weltweit, Al Jazeera in Doha, Katar, mit einem Landmark Building sowie zwei TV-Studios erweitert. Und es ist schon die zweite erfolgreiche Zusammenarbeit – die erste war die Fertigstellung des vielfach international prämierten Al Jazeera Newsrooms im Londoner Wahrzeichen „The Shard“ im Jahr 2015. Vor Kurzem wurde Veech X Veech dafür mit dem diesjährigen Set of the Year Award auf der NAB in Las Vegas, der wichtigsten US-Branchenplattform für Broadcasting Industries – NewscastStudio, ausgezeichnet.

Während der sechsjährigen Zusammenarbeit mit den Designern entwickelt sich das OnAir Erscheinungsbild von Al Jazeera maßgeblich durch den zukunftsweisenden Anspruch des Designbüros. Denn durch die innovative Verbindung von Medientechnologie und Architektur erzeugen Veech X Veech seit zwei Jahrzehnten neue Formen der räumlichen Kommunikation für das Informationszeitalter. Nachrichten und TV-Content für verschiedene Sendungen, Zeiten und Orte sowie unterschiedliche Öffentlichkeiten in reale Räume und Architektur zu übersetzen, ist eine komplexe Herausforderung. Auf 1.650 m2 spiegelt sich in Doha die Idee von medialer Transparenz in visionärsten Materialien und Gestaltungselementen wider. Die fließenden Übergänge zwischen Architektur und Design geben dem Setting eine besondere Haptik. Extreme Herausforderungen, wie der starke Sonnen­einfall auf die gläserne Südfassade wurden durch ein freistehendes Dach, das nun gleichzeitig die charakteristische Außenfassade des Gebäudes bildet, gelöst. Die Glaubwürdigkeit der Medien wird dem Zuschauer bei dieser Architektur durch die Präsenz realer Räume, durch die Sichtbarkeit von technischen Hintergrund­abläufen sowie durch die Wahrnehmung von Echtzeit dank gläserner Studiofassaden vermittelt. Durch die Reduktion von (Trenn)Wänden und Säulen wird ein ungestörter Blick durch die Glasfassade, über die Studios und die öffentlichen Außenbereiche ermöglicht.

 

Fotos: ©Hufton+Crow

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Kategorie: Allgemein, Magazin

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