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Wien und der Rest der Welt |
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Office Park Phase 01, Wien-Schwechat Planung: Holzbauer und Partner, Wien; LOVE, Graz
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Die Flughafen Wien AG führte von Mai bis Oktober 2001 einen 2-stufigen EU-weiten Ideen- und Realisierungswettbewerb für Generalplaner für den Neubau des Office Park Phase 01 aus. Die Aufgabe bestand darin, eine innovative, zeitgemäße und nutzungsflexible Büroimmobilie zu realisieren. Gleichzeitig sollte der Komplex ressourcenschonend und im Gebäudebetrieb nachhaltig betriebskostensenkend sein. Das Ergebnis der 2. Preisgerichtssitzung im Oktober 2001 erkor das Architekturbüro Holzbauer und Partner zum Sieger, auf Platz zwei folgten die Architekten Michl/Zschokke, auf Platz drei die beiden Architekturbüros Giselbrecht/Graz und Treusch/Wien. Baumschlager und Eberle zeichnen für die städtebauliche Planung des Flughafenareals verantwortlich und legten bei ihrer Neugestaltung vor allem auf genügend Freiräume und Grünbereiche wert. Der mittlerweile fertig gestellte Office Park Phase 01 ist in die Infrastruktur eines internationalen Verkehrsknotenpunktes eingebettet, was die Immobilie vor allem der europäischen Geschäftswelt näher bringen soll.
Der 43 Meter hohe Glaskomplex ist in zwei Bürotürme gegliedert, wobei ein Turm der Flughafen Wien AG als neuer Standort dient und der zweite Baukörper externen Mietern zur Verfügung steht. Von außen präsentiert sich der Komplex als fragiler Glaskörper – eine zweischalige Glasfassade mit integriertem Sonnenschutz soll den Nutzern individuelle Beschattungs- und Belüftungsmöglichkeit geben. An der Gebäudehülle wurde aber noch länger getüftelt und ein “Random System” für die zweischalige Glasfassade entwickelt, um die am Flughafen präsenten Radarstrahlen abzuwehren. Das Gebäude selbst ist über vier getrennte Eingänge zu erschließen und wird von einer großzügigen Lobby aus betreten. Die Haustechnik wurde in Doppelböden untergebracht – entweder mit Teppichfliesen oder Feinsteinzeug versehen. Neben den Büroflächen sind diverse gastronomische Einrichtungen, Bankservice und Shops für die Nahversorgung sowie moderne Konferenzeinrichtungen vorgesehen. Unmittelbare Nachbarn des Komplexes sind das Parkhaus 4 und das Astron Hotel, während sich der Terminalbereich in Gehweite befindet. Durch einen unterirdischen Fußgängertunnel ist der Office Park mit dem Flughafen verbunden und ermöglicht einen direkten Zugang zum zentralen Terminalbereich und Schnellbahnhof. Um die Attraktivität vor allem für Mieter internationaler Unternehmen zu steigern, gibt es im Eingangsbereich Check-in-Schalter. Im ersten Obergeschoß sind Räumlichkeiten für Konferenzen und Schulungen vorgesehen. Die zwei Untergeschoße sind Parkplätzen mit einer Kapazität von 250 Fahrzeugen gewidmet. In das neue Bürozentrum werden einzelne Geschäftsbereiche der Flughafen Wien AG übersiedeln, die bisher auf verschiedenen Standorten am Flughafengelände verteilt waren. Darüber hinaus werden etwa 15.500 m2 Büro – und Geschäftsflächen für externe Mieter zur Verfügung stehen. Insgesamt werden etwa 1.000 Personen in dem neuen Bürokomplex ihren Arbeitsplatz haben.
Das innovative Möbelkonzept
Die Einrichtung der Büros wurde nicht von Holzbauer und Partner geplant, sondern von einer “Architekturboyband” namens LOVE. Die von Graz aus agierenden Jungarchitekten sehen sich in ihrer Funktion als Architekten verpflichtet, klassische Positionierungs- und Akquisitionsstrategien zu hinterfragen. Sie versuchten mit ihrem Bürokonzept den Flughafenmitarbeitern ihren Büroalltag anders gestalten zu lernen – was ihnen teils gelungen ist, wenn auch ein LOVE-Architekt eigenhändig Möbel verstellen musste, um das Konzept den Nutzern nachhaltig näher zu bringen. Die neue Bürolinie basiert auf sozialen Interventionen, denen die Möblierung strategisch zugrunde liegt. Gemeinsam mit HALI wurde eine Systemlinie realisiert, die dem allgemeinen “work is fun”-Trend der Bürosystementwickler folgt. Das Leitthema von LOVE ist: “Gute Architektur schafft Vertrautheit und verändert die Wirklichkeit” – und sie versuchten im konkreten Fall die Alltagswirklichkeit der Flughafen-AG-Mitarbeiter zu verschönern. Einzelbüros sind als Glaskuben formuliert, in deren Nurglaswänden die Ablageflächen direkt befestigt und zusätzlich von den Nutzern individuell anzuordnen sind. Somit verschmelzen Trennwände plus Kasteneinheiten zu einer “content wall”. Um sozialen Austausch zwischen den Mitarbeitern gewährleisten zu können, wurden allgemeine Büromaschinen in den Gemeinschaftsbereichen zwischen den Individualarbeitsplätzen untergebracht, was eine Isolation in Einzelbüros verhindern soll. Das visuelle Raumklima in den 2.80 m hohen Büroräumen ist, durch zukunftsorientierte und nicht unbedingt klassische Möblierung hervorgerufen, ein Positives und wird von Sujetwänden – die Momente des Reisens großflächig zeigen – untermalt.
Den gesamten Artikel mit Plänen usw. finden Sie im Heft 1/05.
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Office Park Phase 01 Flughafen Wien-Schwechat |
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| Bauherr: | VIE – Flughafen Wien AG |
| Planung: |
Holzbauer
und Partner, Wien |
| Projektleitung/VIE: | Robert Buchner |
| Mitarbeit: | Farcher Christian, Litschauer Claus, Ljoubin Michael, Sagl Harald, Todorov Petar, Tomasch Carmen, Tschabuschnig Gert |
| Statik: |
ZT
Christian Aue – ZT Josef Mayer |
| Bauphysik: | Büro Prause |
| Techn. Gebäudeausrüstung: | Freudensprung Anlagen – Planungs Ges.m.b.H. |
| Geschäftl. Oberleitung: | Franz Pichler, PKP |
| Büroplanung: | LOVE/Graz, Domusplan/Wien, Immovement/Wien |
| Möblierung: | HALI |
| Grundstücksfläche: | 6.300 m2 |
| Nettonutzfläche: | 2.961 m2 |
| Umbauter Raum: |
105.000 m3 über 0.00
m, 50.000 m3 unter 0.00 m |
| Planungsbeginn: | Oktober 2001 |
| Bauzeit: | 16 Monate |
| Fertigstellung: | Oktober 2004 |
| Fotos: | LOVE, HALI, Walter Luttenberger, WICONA/Peter Krenner |
| Text: | Sandra Knöbl |
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