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Mit Sicherheit eine zukunftsorientierte Bank |
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BTV 3 Banken Gruppe, Innsbruck/A Planung: Hanno Vogl-Fernheim |
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Inmitten des “Olympischen Dorfes” in Innsbruck an einer Hauptstraße gelegen, bildet das im September 2004 fertig gestellte Gebäude der BTV 3 Banken Gruppe einen zentralen Stellenwert innerhalb der städtebaulichen Situation. Obwohl die konkurrierenden Hochhäuser aus der Zeit der Olympischen Spiele von 1976 als Pendant die volle Aufmerksamkeit durch ihre Höhe auf sich ziehen, gelingt es dem Architekten Hanno Vogl-Fernheim mit diesem prägnanten Entwurf, auf die Situation mit einem niederen und lang gestreckten Gegenpart entsprechend zu antworten.
Das aus einem Wettbewerb einstimmig hervorgegangene Siegerprojekt besticht durch seine klare Gesamtkonzeption. Als längsorientierter Quader, der sich nur an den Querseiten sowie bei der Eingangszone hin zum Außenraum öffnet, zeigt sich so bereits an der Fassade die Funktion dessen, was das Gebäude beinhaltet: eine für den Bankkunden anonyme Atmosphäre, die zur Erledigung von Geldangelegenheiten angemessen ist. Mit einer Schuppenfassade aus fein strukturierten Bronzeelementen wird eine scheinbar geschlossene Oberflächenwirkung erzeugt, durch die geringen Öffnungen dringt in dosierten Mengen Licht ins Innere. Vor allem im Sommer erweist sich diese Fassade als vorteilhaft, dann dient sie in ihrer Funktion als vorgesetzte Pufferzone zum Schutz vor übermäßiger Sonneneinstrahlung. Die Orientierung der Aufmerksamkeit verlagert sich so ins Rauminnere; wer die Bank betritt, dem wird diese zuteil. Für die Kunden wurden Parkmöglichkeiten unterhalb des um einen Meter vom Bodenniveau angehobenen Baukörpers geschaffen. Diesen wettergeschützten Bereich erreicht man per Auto über eine Rampe, die hinter dem Gebäude nach unten führt. Die Decke über dem Parkdeck besteht aus Sichtbeton, so auch die konisch sich nach unten hin verjüngenden Stützen. Um die perspektivische Wirkung und den sich daraus ergebenden Effekt der Schwere der scheinbar nach unten strebenden Decke abzuschwächen, wurde diese sich zur Kante hin verjüngend, sozusagen schräg, betoniert. Im Schutz des Gebäudes findet sich der auf Mitarbeiter der Bank beschränkte Zugang zum Untergeschoß, in welchem die Nebenräume wie Aufenthaltsraum, Sanitäreinheiten, Archivräume sowie auch der Tresorraum untergebracht sind. Den Hauptzugang erreicht der Kunde allerdings über eine außen liegende, wenngleich überdachte Treppe. Ein angrenzender, transparenter Windfang dient als Zwischenraum mit Luftschleuse sowie auch als Übergang. Denn anschließend daran befindet sich der SB-Bereich, der rund um die Uhr zugänglich ist und daher vom restlichen Bankgeschehen getrennt funktionieren muss. Betritt man den Hauptbereich, findet man sich in einem großzügigen Foyer gleich gegenüber der Schaltertheke, die wie einige weitere Elemente aus Akazienholz besteht. Akazienholz belebt durch seine natürliche Maserung das Raumempfinden und steht im Gegensatz zu den ansonsten klar formulierten Oberflächen, die das Gesamtbild dominieren. So der Bodenbelag aus Naturstein, aber auch die Decke aus einheitlich in Weiß gehaltenen Akustikelementen aus Gipskarton. MDF-Platten an den Wänden setzen durch ihren dunklen Farbton starke Akzente. Die im gesamten Gebäude eingesetzte Lichttechnik (Firma Halotech) besticht mittels klarer Komponenten, welche auch einzelne im Raum stehende Möbelobjekte gezielt in Szene setzt. Aus der engen Zusammenarbeit zwischen Architekt und Fachplaner ist ein optimales Konzept für die spezifische Nutzung entstanden. Durch das leichte Anheben der Hälfte des Baukörpers wird von außen nicht nur eine Art “Schwebezustand” vermittelt, sondern gleichzeitig im Innenraum eine spürbare Differenzierung der Funktionen erreicht. Über eine Treppe kann der Kunde von der Ebene des Schalterbereiches in den etwas erhöhten Bereich mit den Kundenbesprechungsbüros wechseln, wo sich am äußersten Punkt des Gebäudes auch die Büros der Mitarbeiter befinden. Während die Besprechungsbüros als getrennte Einheiten nur geringfügige Einblicke durch seitlich neben den Türen verlaufender Glasbänder zulassen, ist das Mitarbeiterbüro als Großraumeinheit konzipiert. Trennwände gibt es hier keine, für eine räumliche Definition der einzelnen Arbeitsplätze sorgt entsprechendes Mobiliar in Akazienholz. Zwischen den getrennten Büroeinheiten definiert sich eine Art “Lichthof” als Gemeinschaftsraum, zoniert durch die großzügig dimensionierten Oberlichtbänder des Daches und einem zentralen Möbelelement in der Mitte des Raumes. Im Möbel selbst ist ein Küchenblock integriert, auf Sitzhöhe situierte Ausschnitte können entsprechend genutzt werden. Von den hohen Holzbindern der Dachkonstruktion geprägt ist dieser vom Lichteinfall nach innen zentrierter Raum eine Zone, die dem Schutz der Kundenanonymität gerecht wird. Im Verlauf der Bauausführung wurde zusätzlich ein Entwurfskonzept für einen angrenzenden Drive-in-Bankomaten erstellt: Eine acht Meter frei auskragende Sichtbetonplatte über einem Würfel, der gleich wie die Fassade der Bank mit Bronzeelementen verkleidet ist. Auch die hinterleuchtete Werbewand ist Teil eines materiellen Ganzen, wodurch sich die Bank auf den zur Verfügung gestellten Flächen immer aktuell präsentieren.
Das gesamte Konzept vermittelt zwar die Thematik der Sicherheit, ist aber im Rahmen dessen durch Offenheit geprägt. Kundenfreundliche Betreuung wird so durch die architektonischen Maßnahmen unterstützt.
Den gesamten Artikel mit Plänen usw. finden Sie im Heft 5/05.
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BTV 3 Banken Gruppe Schützenstr. 49, A-6020 Innsbruck |
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| Bauherr: | BTV AG |
| Planung: |
Hanno Vogl-Fernheim |
| Mitarbeiter: |
Robert Hartl,
Christopher Felser, Steffen Vogt |
| Fassadenbau: |
Alois Muigg Schlosserei-Metallbau GmbH |
| Lichttechnik: | Halotech, Innsbruck |
| Grundstücksföläche: | 1.650 m2 |
| Bebaute Fläche: | 500 m2 |
| Umbauter Raum: | 3.300 m3 |
| Planungsbeginn: | Februar 2003 |
| Baubeginn: | November 2003 |
| Fertigstellung: | September 2004 |
| Fotos: | Günter Wett, Johannes Weiss |
| Text: | Michaela Haller |
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