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Architektur Fachmagazin April, Mai 2014

edv offerieren sogenannte ‚Viewer‘ – das sind kostenlose Präsentations-Programme, mit denen Kunden die Entwürfe zu Hause am eigenen PC oder Tablet in Ruhe betrachten können. Außerdem bieten manche Programme die Möglichkeit, Präsentationsvideos zu generieren. Einen erheblich höheren technischen Aufwand erfordert die Präsentation innerhalb virtueller Realitäten (Virtual-Reality). Damit kann der Kunde schon während der Planungsphase sein zukünftiges Bad oder seine Küche virtuell begehen und nahezu real erleben. Dazu werden mittlerweile verschiedene Systeme angeboten – vom Desktop-VR-System, über eine spezielle VR-Brille, bis hin zur Präsentation innerhalb einer dreidimensionalen Illusionswelt (siehe auch architektur 3/2010: Virtual Reality: Planen im Cyberspace). Über die VR-Brille erlebt der ‚Cybernaut‘ die Küche oder das Bad sehr real. Er kann sich im virtuellen 1:1-Modell völlig frei bewegen und erhält dadurch eine genaue Vorstellung der räumlichen Verhältnisse. Die Position und die Perspektive, aus der er die Einrichtung des Raumes sieht, ändern sich zeitgleich mit seiner Bewegung, sodass der Benutzer in die Darstellung ‚eintaucht‘. Je höher dieser ‚Immersionsgrad‘ ist, d. h. je realistischer das Eintauchen in die virtuelle Umgebung ist, desto technisch aufwendiger und teurer ist das System. Die Kosten belaufen sich zwischen 10.000 (Desktop-VR), über 25.000 Euro (VR-Brille), bis hin zu 100.000 Euro (Cave) und mehr. Angesichts noch immer relativ hoher Investitionen können auch Dienstleistungen interessant sein (ab 1.000 Euro). Die Kosten dieser relativ aufwendigen Planungspräsentation können sich aber schnell amortisieren, weil die Präsentation zum besonderen Erlebnis wird, der Bauherr/ Kunde sich schneller rund intensiver mit der Planung identifiziert, sodass der Entscheidungsprozess verkürzt wird. Unterschiede bei der Raumeingabe und Einrichtung Exakte Raumdaten sind Voraussetzung für eine korrekte Planung und problemlose Ausführung. Nach einem präzisen Aufmaß folgt in der Regel die manuelle Eingabe der Räume auf Basis des Grundrisses. Alternativ ist auch das Einlesen von CAD-Zeichnungen per DXF-Schnittstelle möglich. Teilweise kann der Raum auch auf Grundlage eines gescannten Grundrissplans eingegeben werden, indem die Wände einfach dreidimensional ‚nachgezeichnet‘ werden. Unterschiede gibt es sowohl in der Bedienung, in der Werkzeugauswahl, aber auch in der Möglichkeit, Dachschrägen, Podeste, runde oder frei geformte Wände eingeben zu können. Hier zeigt sich, wie leistungsfähig die Software ist, wie effizient die Werkzeuge sind und wie durchdacht das Raumeingabe-Konzept ist. Insbesondere die Eingabe frei geformter Grundrisse, unterschiedlicher Dachschrägen, von Dachgauben oder Oberlichtern ist nicht immer möglich oder einfach und setzt Übung und Geduld voraus. Die eigentliche Einrichtung mit Schränken, Küchengeräten, respektive Sanitärgegenständen und Armaturen geht dann allerdings schnell von der Hand: Am einfachsten ist die Auswahl der Objekte aus einem bebilderten Herstellerkatalog per Mausklick und das Einfügen des Objektes in den aktuellen Grundriss per ‚Drag and drop‘. Dabei wird meist auf die Planungsdaten und Objekte der Arge Neue 5 6 3 4 7 >> www.abk.at/easydoku EASYDOKU Berichte und Protokolle Dokumentenmanagement |Protokolle Baumanagementsoftware


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