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Architektur Fachmagazin April, Mai 2014

edv Medien zurückgegriffen, eine Interessengemeinschaft 114 von über 100 Herstellern der Sanitär- Heizungs- und Klimaindustrie, die unter der Adresse www.shk-branchenportal. de Herstellerobjekte kostenlos anbietet. Da die Objekte in Größe, Material und Farbe schnell modifiziert werden können, lässt sich der Raum schnell und kreativ einrichten. So genannte ‚Assistenten‘ helfen bei der Auswahl und Einrichtung, verschiedene Fangmodi und räumliche Positionierhilfen bei der präzisen Platzierung im Raum. Worauf sollte man noch achten? Die einzelnen Programme unterscheiden sich, entsprechend des Einsatzbereichs und der Zielgruppe, im Leistungsumfang erheblich. ‚Professionelle‘ CAD-Programme, bei denen eine individuelle 3D-Konstruktion und teilweise Berechnung der gesamten Haustechnik möglich ist, sind vor allem für die Bedürfnisse von Haustechnik-Fachplanern, Küchen- und Sanitär-Fachbetrieben ausgelegt. Einrichtungsorientierte 3D-Planer, die über Stärken bei der schnellen Einrichtung mit Sanitärgegenständen und der Visualisierung verfügen, eignen sich eher als Präsentations- und Verkaufsinstrument. Manche Programme sind speziell für die Bad- und/oder Küchenplanung zugeschnitten (z. B. Badplan 3D, Viptool Design etc.), mit anderen können zusätzlich Büros oder ganze Wohnungen eingerichtet werden (z .B. ArConOpen/planTEK, Palette CAD etc.). Auch einige Küchenanbieter offerieren auf die jeweilige Produktpalette zugeschnittene Planungsprogramme (z. B. von Alno, Nolte oder IKEA). Sogar Online-Planer gibt es bereits (z. B. Palette@Home, www. onlinebadplaner.at etc.), die beispielsweise Sanitärbetriebe in ihren Internet-Auftritt zur Kundengewinnung einbauen können. Wichtig ist, dass Architektenpläne per DXFSchnittstelle importiert werden können. Liegen keine digitalen Pläne vor, kommt man um ein Aufmaß und eine Neueingabe kaum herum. Daher sind Funktionen wie (runde) ‚Wände‘, ‚Fenster‘ oder ‚Türen‘ unabdingbar. Achten sollte man auf die Möglichkeit, freie Grundrissformen, Dachschrägen, Podeste, Bodenvertiefungen oder Vorwandinstallationen eingeben zu können. ‚Intelligente‘ Assistenten sollten die Badeinrichtung unterstützen und beispielsweise Waschbecken automatisch auf die vorgeschriebene Standard Höhe einfügen oder vorgeschriebene Abstände berücksichtigen. Die Einrichtungsgegenstände sollten mithilfe eines bebilderten Katalogs möglichst vieler Hersteller per Mausklick ausgewählt und in den aktuellen Grundriss eingefügt werden können. Die Aktualisierung der Kataloge sollte online möglich sein. Der einfacheren Bearbeitung wegen sollte die aktuelle Planung jeweils in verschiebbaren Fenstern und in beliebigen Detailausschnitten darstellbar sein. Die automatisch erzeugten 2D-Pläne sollten ferner grafisch nachbearbeitet werden können. Alle verwendeten Einrichtungsgegenstände sollte man inklusive Stückzahl, Abmessung, Bezeichnung, Bestellnummer etc. auflisten können, etwa für Kostenkalkulationen. Zu den Visualisierungsmöglichkeiten sollten eine skizzenhafte Abbildung, eine einfache Farbschattierung von Objekten sowie eine fotorealistische Darstellung mit Materialoberflächen, Schlagschatten und Spiegelungen gehören. Auch eine interaktive ‚Begehung‘ des Bades oder kurze Videosequenzen sollten möglich sein. Für den Planexport sollte eine DXF- und PDF-Schnittstelle vorhanden sein, für Präsentationszwecke (Print und online) ist ein Grafik-Export sinnvoll (JPG, TIF, BMP, VRML etc.). Zusatzmodule sollten eine exakte Fliesenplanung ermöglichen, wobei auch Fliesenkanten, Sonderfliesen, Bordüren oder freie Dekoranordnungen berücksichtigt werden sollten. Ergebnis der Fliesenplanung sollten eine Fliesenstückliste und ein Verlegeplan sein. Die Kosten für Badplanungsprogramme liegen zwischen 250 und 4.000 EUR, je nach Leistungsumfang und Zielgruppe. Einige Anbieter offerieren auch abgespeckte Einstiegslösungen zu günstigeren Preisen zum ‚Reinschnuppern‘. Produkte und Anbieter* ARCHline/ITC Items www.archlinexp.cc AmbiVision www.m3b.de ArConOpen/planTEK www.plantek.de Autokitchen www.autokitchen.com Badplanungsdaten www.arge.de/badplanung Badplan 3D www.dvc.de CARAT www.carat.de DiaCAD www.diacad.de Innoplus Bad/Küche www.innova-engineering.de KPS Designstudio www.shd-kps.de Palette CAD/Palette@Home www.palettecad.com Viptool Design www.viega.de ViSoft www.visoft.de WinSoft www.softronic.de * Auswahl, ohne Anspruch auf Vollständigkeit! 8 9 10 8 Einfach und schnell: Einrichtungsgegenstände werden aus einem bebilderten Hersteller-Katalog ausgewählt und per Drag&drop eingefügt © Viega 9 Reine Geschmackssache: optionale oder integrierte Fliesenplaner erleichtern die Wand- und Bodengestaltung . © ViSoft 10 Die Kosten aufwendiger Planungspräsentationen amortisieren sich nur bei größeren Projekten © IFF Fraunhofer


Architektur Fachmagazin April, Mai 2014
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