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3 www.architektur-online.com Editorial Endlich angekommen? Eine Pressemeldung von vielen in den letzten Tagen hat doch Aufmerksamkeit erregt: Eine internationale Konsumgütermesse legt sich mit dem Thema „Upcycling und nachhaltige Materialkreisläufe“, die Latte (zumindest im Designbereich) sehr hoch. Sollte der Gedanke einer (unausweichlichen) Abkehr von der Wegwerfgesellschaft und einer Ressourcenschonung auch im Bereich der Konsumgüterindustrie angekommen sein? Nach den fast alljährlich stattfindenden Weltklimagipfeltreffen, bei denen die hin und her jettenden Teilnehmer – einer weltverbessernden Parallelgesellschaft – sicher mehr CO2 verursachen, als jemals durch scheinheilige Abkommen eingespart werden wird, wäre das ein gewisser Fortschritt. In der Architektur jedenfalls sind immer mehr Büros bemüht, mit spannenden und durchaus innovativen Lösungen zu neuen Ergebnissen zu kommen. Ein Parkhaus in Amerika von Elliott + Associates Architects zeigt, dass auch im Bereich der reinen Funktionsbauten Design möglich ist. Die mit Kupfer bedeckte Kapelle in Finnland von OOPEAA Office for Peripheral Architecture hat hohe soziale Kriterien und ist nicht nur deshalb auf der Shortlist für den Mies van der Rohe Awards 2017 zu finden. In China hat das Arch Studio in Tangshan einen landwirtschaftlichen Biobetrieb mit Polykarbonatfassade entworfen. Und aus Südkorea kommt ein Wohnbau mit einer Designfassade aus Beton von Architekt Moon Hoon. Bei dieser Architektur werden die gestalterischen Prinzipien und Elemente bis in den letzten Winkel des Hauses durchgezogen – manchmal ein bisschen zu viel Design. Das letzte Projekt, eine Shoppingmall in Addis Abeba in Äthiopien zeigt, dass auch auf dem Gebiet der Einkaufszentren Architekten neue Wege gehen. Vilalta Arquitectura hat dabei nicht nur architektonisch gearbeitet, sondern auch soziale und lokal traditionelle Komponenten für eine Nachhaltigkeit berücksichtigt mit Erfolg: Sämtliche Flächen sind ausverkauft. Mit diesem Bericht leiten wir dann auch zum alle zwei Monate erscheinenden Fachteil über Retailarchitektur über. Weitere nationale und internationale Beispiele für interessante Fassaden finden Sie im Magazinteil dieser Ausgabe. Die diesmal eher kurzen Vor- und Nachberichte der wichtigsten Messen des Frühjahrs, die üblichen Kolumnen und die Produkt News vollenden diese Ausgabe. Viel Vergnügen und Information beim Lesen wünscht Peter Reischer DORMA HÜPPE MAGIC GLAS — Von transparent auf transluzent – wie von Zauberhand Magic Glas – schaltbares Glas für mobile MOVEO Glas Trennwände. Einfach umschalten von klar auf opak, von offen auf diskret, von einsehbar auf ungestört. www.dorma-hueppe.at Tel. +43 732 600451 Mehr Infos & Video Coverbild: Gonzalo Guajardo


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