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52 architektur FACHMAGAZIN Material & Fassade „Bio“ im Reich der Mitte Organic Farm / Tangshan City / Arch Studio Fotos: JIN Wei-Qi Während in Europa bzw. der westlichen Welt bereits fast alltäglich von „urban farming“, „vertical farming“ und dergleichen gesprochen wird, ist der Bau einer landwirtschaftlichen Produktionsstätte für organische (Bio-)Lebensmittel in China eine aufregende Angelegenheit. Zumal im Land der Mitte durch eine strikte Verordnungspolitik alles sehr extrem und auch konsequent umgesetzt wird. Vielleicht entsteht hier in Asien Europas neuer Konkurrent für Bio-Lebensmittel? Zwar Die Bewohner großer Städte benötigen Lebensmittel. Diese werden heute teilweise in der Stadt selbst produziert, teilweise werden sie von außen geliefert. In China hat das Arch Studio in Tangshan eine „Organic Farm“ entworfen, das entspricht der Vorstellung eines großen Biobauernhofes in unseren Ländern. Die Architektur ist hell, leicht, transparent und schafft ein angenehmes Arbeitsklima. beträgt der Konsum von Bioprodukten in China nur ca. ein Prozent des Gesamtverbrauches, aber die Zahl wächst rasant. Seit 2000 stieg die Fläche für den Biolandanbau von 4.000 Hektar auf 1,3 Millionen Hektar im Jahr 2013 – das ist etwa ein Prozent der gesamt verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche Chinas. Mittlerweile stellen Bioprodukte einen nicht unwesentlichen Teil der Nahrungsmittelversorgung der großen Ballungsräume und Städte in China dar. u


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