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28 architektur FACHMAGAZIN Magazin Der West Kowloon Cultural District soll zu einem Ort werden, wo Künstlerinnen und Künstler der Stadt interagieren, sich weiterentwickeln und zusammenarbeiten können. Und nicht zuletzt soll er als Spielstätte für Aufführungen und Produktionen von international erstklassigem Niveau ausgebaut werden. Eine Vielzahl von Theatern, Aufführungsräumen, Museen und Galerien, aber auch Restaurants, Läden, Büros und Hotels werden errichtet. Mit einer öffentlichen Freifläche von insgesamt 23 ha, die den 11 ha großen Art Park, eine zwei Kilometer lange Hafenpromenade und zahlreiche Kultur im Fernen Osten Diese Region der Welt ist für ihre Superlative bekannt. Und so entsteht zurzeit in Hongkong mit dem „West Kowloon Cultural District“ eines der größten und ambitioniertesten Kulturprojekte weltweit. Das dynamische Kulturviertel wird gerade auf einem 40 ha großen, aufgeschütteten Areal direkt am berühmten Victoriahafen gebaut. Mit der Entwicklung des Quartiers nimmt die Regierung der Sonderverwaltungszone Hongkong eine strategische Investition vor, mit der sie die Hongkonger Kunst- und Kulturszene – ein zentrales Element des ökonomischen und sozialen Gefüges der Weltstadt – langfristig fördern möchte. Plätze und Terrassen einschließt, wird das Areal zudem ein offener und frei zugänglicher Naherholungsraum sowohl für die Stadtbewohner Hongkongs als auch für Besucher aus aller Welt sein. Eine Ausstellung im Aedes Architekturforum in Berlin gibt einen Einblick in den noch in Entstehung begriffenen ‘West Kowloon Cultural District’. Das Areal wird in mehreren Bauetappen entwickelt. Mit Projekten weltweit führender Architekten wie Herzog & de Meuron, Bing Thom Architects und UNStudio werden architektonische Leuchtturmprojekte realisiert, die innerhalb des klar definierten Kulturquartiers stehen werden. Die erste Hauptattraktion wird das „Xiqu Centre“ sein, das der traditionellen Kunstform der chinesischen Oper gewidmet ist und 2018 den Bühnenbetrieb aufnehmen wird. Das Museum für visuelle Kultur „M+“ soll 2019 eröffnen. Die motorisierte Verkehrsführung des Stadtteiles wird unterirdisch verlaufen, während das Straßenniveau zum Laufen und Radfahren einlädt. Bereits während des Planungs- und Bauprozesses fungiert das Areal als wichtiger Hotspot für Hongkongs Kulturszene. Xiqu Centre / Bing Thom Architects und Ronald Lu & Partners © BTA / SYNOESIS


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