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30 architektur FACHMAGAZIN Magazin Landschaft in der Stadt Hügelig, gewellt, begrünt und zwischen großen Baukörpern liegt der Origami Kindergarten in Genf, entworfen von den group8 Architekten. Er ist mit dem neuen Welthauptquartier der Japan Tobacco International verbunden und auf der anderen Seite von der World Meteorological Organization (WMO) begrenzt. Zwischen diesen beiden imposanten Bauten bildet er eine „bewohnte Landschaft“. Der Grundriss ist annähernd ein Rechteck, daraus wachsen abwechselnd bogenförmige Bänder in die Höhe – sie formen entweder den Baukörper, der mit einem begrünten Dach versehen ist, oder bilden Negativräume. Dieses Entwurfsprinzip schafft entweder überdachte Räume, wo das bogenförmige Band konvex ist, oder offene Bereiche, die Fotos: RÉGIS GOLAY / FEDERAL-STUDIO.COM als Spielfläche für die Kinder dienen, wo das Band konkav ist. Der Kindergarten bezieht seine Charakteristik aus der Art und Weise, in der eine sich wiederholende Struktur ein Prinzip bildet. Es gibt ebenso ein Prinzip der Materialwahl – die Pfosten, Querbalken und senkrechten Strukturen sind aus Metall, horizontale Rahmen aus Holz. Man könnte den Baukörper auch als theatralische Landschaftskulisse vor einer Architektur bezeichnen. Die Architekten haben übrigens auch bei der Inneneinrichtung an die verschiedenen Alter und Größen der Kinder gedacht und die architektonischen Maßstäbe und Proportionen dementsprechend differenziert gestaltet.


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