Page 33

architektur_417_eMag

35 www.architektur-online.com Magazin Hinzu tritt, dass die Anmerkung gemäß § 40 Abs 2 WEG ihre Wirkung nach herrschender Meinung nur dann entfaltet, wenn sie auf einem abgeschlossenen Bauträgervertrag beruht, der sämtliche Inhaltserfordernisse gemäß § 4 Abs 1 BTVG aufweist und darüber hinaus die Vereinbarung, auf der Liegenschaft Wohnungseigentum zu begründen und dem Erwerber Wohnungseigentum an seinem Objekt einzuräumen, enthält. Es kommt in der Praxis immer wieder vor, dass einem Kaufinteressenten z. B. unzureichend formulierte Anwartschaftsverträge als taugliche Bauträgervertragsmuster vorgelegt werden, die diese Mindestanforderungen nicht erfüllen und die Anmerkung der Einräumung von Wohnungseigentum dem Kaufinteressenten daher die vom Gesetzgeber normierte Sicherstellung nicht verschafft. In der Praxis empfiehlt es sich für den Erwerber daher die vertragliche Ausgestaltung eines grundbücherlichen Sicherungsmodells genau zu prüfen. Eine Anmerkung der Einräumung von Wohnungseigentum gemäß § 40 Abs 2 WEG kann für den Erwerber nur dann eine taugliche Sicherung darstellen, wenn insbesondere der Bauträgervertrag den genannten inhaltlichen Erfordernissen entspricht und allfällige dem Rang der Anmerkung vorangehende pfandrechtliche Belastungen zumindest nach Maßgabe des § 9 Abs 3 WEG gelöscht werden können. Zu beachten ist auch, dass divergente Literaturmeinungen darüber vorliegen, ob einem Insolvenzverwalter bei Vereinbarung einer grundbücherlichen Sicherstellung mit Ratenplan nach BTVG das Rücktrittsrecht nach § 21 IO eröffnet ist. Ein solcher Rücktritt würde die Rechtsgrundlage für die Anmerkung gemäß § 40 Abs 2 WEG zur Gänze beseitigen. Allfällige Ansprüche des Erwerbers könnten diesfalls lediglich als Insolvenzforderung im Insolvenzverfahren angemeldet und in weiterer Folge bloß quotenmäßig befriedigt werden. Eine Klarstellung durch den Gesetzgeber wäre diesbezüglich wünschenswert. Im Rahmen der Gestaltung von Bauträgerverträgen sollten daher allenfalls auch ergänzende bzw. alternative Möglichkeiten einer Absicherung ins Auge gefasst und gegebenenfalls in den Bauträgervertrag mit aufgenommen werden, um nicht eine unzureichende Sicherung des Erwerbers zu riskieren. | BA12-15G | Der erste Controller, der in jedem Raum willkommen ist. Integrale Gebäudeautomationslösungen: z. B. mit dem BC9191. www.beckhoff.at/building Der Raum-Controller BC9191 bündelt die Standardfunktionalitäten zur Einzelraumsteuerung in einer kompakten Bauform. Zentrale Informationen werden per Ethernet mit der übergeordneten PC-Ebene ausgetauscht. Damit ist der BC9191 ein exzellentes Beispiel für die integrale Gebäudeautomation von Beckhoff auf der Grundlage der offenen, PC-basierten Steuerungstechnik: Alle Gewerke werden von einer einheitlichen Hard- und Softwareplattform gesteuert, bestehend aus skalierbaren Steuerungen, passgenauen I/O-Lösungen und der Automatisierungssoftware TwinCAT. Durch die optimale Abstimmung aller Gewerke werden die Energieeinsparpotenziale über die Energieeffi zienzklassen hinaus voll ausgeschöpft. Für alle Gewerke stehen vordefi nierte Softwarebausteine zur Verfügung, die das Engineering enorm vereinfachen. Funktionserweiterungen oder -änderungen sind jederzeit möglich. Die Systemintegration erfolgt über die gängigen Kommunikationsstandards Ethernet, BACnet/IP, OPC UA oder Modbus TCP. Die ganzheitliche Automatisierungslösung von Beckhoff: Skalierbare Steuerungstechnik, modulare I/OBusklemmen Flexible Visualisierung/ Bedienung Modulare Software- Bibliotheken


architektur_417_eMag
To see the actual publication please follow the link above