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architektur FACHMAGAZIN 56 Bildung für alle Die Gebäudedecken sind aus Stahlbeton, unterstützt durch ebensolche Träger und Stahlsäulen, das Dach ist mit Stahlblech gedeckt. Sämtliche Außenfassaden bestehen aus einer Zink/Aluminiumverkleidung, die Innenfassaden sind mit – in einer breiten Farbauswahl erhältlichen – Faserbetonplatten bedeckt, sie sind graffittiresistent. Aus dem Holz der Corymbia maculata (in Australien als „Spotted Gum“ bezeichnet) bestehen die Verschattungslamellen an der Außenfassade, die Fenster sind aus Aluminium, doppelt verglast und thermisch isoliert. Zwischen den einzelnen Lernzonen findet man akustisch hoch isolierte, verglaste Qualitätstüren. Der Entwurf der Architektur zielt darauf ab, die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelt verschwimmen zu lassen. Die Lernbereiche sind so konfiguriert, dass Licht und Schatten durch vorgelagerte Gangbereiche maximiert werden. Große, leicht zu bedienende Schiebetüren ermöglichen eine Verbindung zur Natur und reduzieren gleichzeitig die Notwendigkeit einer dauernden Klimatisierung. In den meisten Räumen besteht die Möglichkeit einer Querlüftung. Außen sorgen die vertikalen Lamellen für die Verschattung und die Fenstergrößen der einzelnen Räume passen sich den jeweiligen Funktionen und der Orientierung an. Die Hülle ist stark isoliert, alle verwendeten Materialien sind robust und pflegeleicht. Die vorgelagerten Gangbereiche lassen viel Licht in den Innenraum dringen, bieten den Lernclustern allerdings Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. (rp)


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