Page 110

AF816_eMag

110 architektur FACHMAGAZIN edv BAU-IT 2017: Baustoffe oder Bits & Bytes? Die BAU, Leitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, hat sich längst auch zu einer führenden Präsentationsplattform für Bausoftware entwickelt. Grund genug, dieses wichtige Messe-Event für die Baubranche auch aus der IT-Perspektive zu beleuchten. Text: Marian Behaneck Messebesucher haben die Wahl: Neben Baustoffen und Bauprodukten bietet die BAU in München vom 16. bis 21. Januar 2017 auch einen breiten Überblick über aktuelle Bausoftware-Entwicklungen. In der Halle C3 kann man sich im Rahmen der Sonderschau BAU-IT auf einer Ausstellungsfläche von rund 9.000 m2 auch über neueste Bausoftware-Entwicklungen informieren. Dieser Messe-Mehrwert wird bei BAU-Besuchern immer beliebter, denn einen derart kompakten Überblick über aktuelle Trends im IT- und Bausoftwarebereich bieten in dieser Form nur wenige Messen. Da zu den vier Leitthemen der BAU 2017 auch das digitale Planen, Bauen und Betreiben gehört, wird die BAU-IT-Halle C3 sicherlich erneut im Fokus des Besucherinteresses stehen. Mit etwa 125 Bausoftwareanbietern, die sich an kleineren und größeren Einzel- oder Gemeinschaftsständen präsentieren, ist die Halle nahezu komplett IT-dominiert. Eine Übersicht über Trends sowie eine Auswahl an Neuerungen aus den Bereichen CAD-, AVA- und Managementsoftware bieten die folgenden Absätze. Das sind die BAU-IT-Trends Das Themen- und Produktspektrum ist breit angelegt: Von der Architekten-AVA bis zur CAD-Software für Zimmerer sind alle Softwaresparten und Berufsgruppen vertreten. Neben Aufmaß-, AVA-, CAD-, Statik-, TGA-, Stahlbau-, Holzbau-, Energieberatungs-, Büro-, Projektmanagement- und Branchensoftware zeigen mit Druckerhersteller Epson oder Laserscanner-Anbieter Faro vereinzelt auch Hardwarehersteller ihre Produktneuheiten. Der gemeinsame Auftritt der Bausoftwarebranche in einer separaten Halle beeindruckt und macht deutlich, welchen Bedeutung Bausoftware in der gesamten Wertschöpfungskette mittlerweile hat: Sie sorgt für rationellere Abläufe, eine höhere Produktivität, für mehr Sicherheit Neben Baustoffen, Materialien und Systemen bietet die BAU 2017 auch Bits und Bytes. © Messe München in der Planung und Ausführung, aber auch für neue Impulse. Im Fokus der BAU-IT 2017 stehen neben BIM und der Digitalisierung am Bau auch das kooperative Planen, die visuelle Kostenplanung und Ausschreibung, die 3D-Präsentation oder das Mobile und Cloud Computing. Präsentationen und Vorträge zeigen, wie die neue Planungsmethode die Bereiche Bestandserfassung, Planung, Ausschreibung, Ausführung, Dokumentation und Nutzung rationalisieren kann, zugleich aber auch gewohnte Abläufe verändert und von allen Projektbeteiligten neue Arbeitsweisen einfordert. So müssen etwa bei der Bearbeitung von BIM-Projekten Daten, Pläne und Modelle der einzelnen Gewerke in regelmäßigen Abständen in Übereinstimmung gebracht, relevante Informationen aus verschiedenen Softwarelösungen zentral zusammengeführt sowie Planänderungen laufend angepasst und kommuniziert werden. Das sind die CAD-Neuerungen Deshalb wurde in die neue Version 2017 der BIM-Konstruktionssoftware Allplan vom gleichnamigen Hersteller die offene, cloud-basierte OpenBIM-Plattform bim+ integriert. Sie dient dazu, Daten aus unterschiedlichen Anwendungen auszutauschen, miteinander zu verbinden, Modelle gemeinsam zu betrachten, zu besprechen, zu koordinieren und in einer anderen Software weiter zu verwenden. Unstimmigkeiten werden für alle sichtbar und alle Beteiligten greifen auf denselben Planungsstand zu. Mit bim+ kann man von überallher und mit jedem beliebigen Endgerät auf Projektdaten zugreifen. Über einen Browser oder eine App lassen sich die Daten visualisieren, teilen oder bearbeiten (www.allplan.com/ 2017architecture und www.bimplus.net). Mit der neuen Version 20 der BIM-Software Archicad legt Hersteller Graphisoft den Fokus auf das „I“ in BIM. Alle Informationen,


AF816_eMag
To see the actual publication please follow the link above