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16 architektur FACHMAGAZIN Magazin Concrete Student Trophy Die Aufgabe bestand heuer darin, einen innovativen Vorentwurf einer barrierefreien, frequenzabgestimmten, vollautomatischen und bedienerlosen, zweispurigen Personenseilbahn über die Donau für Fußgänger und Radfahrer im Pendelverkehr zwischen den beiden Orten Aggsbach-Dorf und Aggsbach-Markt zur Vernetzung von deren Infrastruktur und im Einklang mit der umgebenden Landschaft, insbesondere in Hinblick auf die Verträglichkeit in der Kulturlandschaft im Sinn der Welterbekonvention, zu entwerfen. Der Forderung nach der Kreation einer architektonisch ansprechenden und nachhaltigen Lösung unter der Verwendung von Beton, Funktionalität, Konstruktion, Schallschutz sowie Wirtschaftlichkeit sind bei der diesjährigen Concrete Student Trophy wieder zahlreiche Entwurfsteams nachgekommen. 1. Platz „Lufthafen Wachau“ von Felix Stadler, Jan Niklas Schöpf und Michael Knoll Das Team beeindruckt mit seinem optisch ansprechenden, ästhetischen Projekt und seiner polarisierenden Präsentation. Die Formgebung der Seilbahnstationen, die einer sich öffnenden Muschel gleichen, sowie die Ausformung der Stützen und deren Integration ins Bauwerk wurden auf sehr hohem Niveau durchgestaltet. Die Formensprache kann als Erinnerungen an eine große Baukünstlerin gesehen werden. Das Projekt bietet Eye-Catcher-Qualitäten, wächst aus der Landschaft heraus und stellt eine expressive und selbstbewusste Landmark dar. 2. Platz „Lupe“ von Christopher Emil Kreminger, Dominic Mimlich und Guido Bauer Das Projekt besticht durch eine hervorragende architektonische Idee und den interessanten Ansatz einer ausformulierten Bergstation, die einen Mehrwert bietet. Die Lage der Mittelstation am Luftberg ist zwar höchst attraktiv, könnte aber im Sinne des Weltkulturerbes als massiver Eingriff in die Natur gewertet werden. Die Talstationen betten sich ungezwungen in die Landschaft ein. 3. Platz „AggsBahn“ von Gernot Kraut, Nico Rauchenwald und Maximilian Fiebich Dieses Projekt überrascht durch intelligente Einfachheit. Die für die Gegend typische, unspektakuläre Hausform fügt sich in die vorhandenen Strukturen ein und leistet einen Beitrag zur Verdichtung des Ortes. Das grafische Spiel mit sägerauer Querschalung weckt Erinnerungen an minimalistisch ausgeprägte Holzschuppen und drängt die Betonbauweise in den Hintergrund.


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