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architektur FACHMAGAZIN 56 Stadt – Zeit In den Innenräumen dominieren warme Töne: Holz an den Decken und Fliesen zusammen mit einem Aubergineton an den Wänden. Aus diesem gestalterischen Ansatzpunkt heraus ergibt sich ein System paralleler Zonen: Der gesamte versorgende Bereich – von der Anlieferung über die Lager bis zur Produktion – kann daher als logischer, linear gerichteter Prozessablauf verstanden werden. Eine in der Fachsprache als „Free- Flow-Bereich“ bezeichnete Zone fungiert als Gelenk und Verbindungsglied zwischen diesen beiden Bereichen. Ebenfalls als logische Konsequenz aus den Funktionsabläufen entstand ein lineares, eingeschossiges Volumen, das sich über das Café dem Turm annähert und mit der Umfassung und einem niederen Baukörper in Verlängerung der Gebäudeachse, den Turm integriert. Die respektvolle Behandlung des Bestandsgebäudes lässt eine unabhängige Bespielung des Turms zu, schließt aber auch nicht mögliche Synergien und gemeinsame Nutzungen aus. Die Architekten entwickelten noch einen zweiten Zugang zu ihrer architektonischen Lösung: Da das gestaltete Volumen in einer Achse zwischen Gasometer und Wasserturm liegt, sich direkt auf Letzteren zubewegt, verjüngten sie den Körper zum Turm hin, um – durch die so entstandene Abschrägung mit Verglasung – den Hauptblick auf das Wahrzeichen wieder freizugeben. Es entstand auch ein platzartiger Raum im Vorfeld des Turms. Der Ausbau des Turmes ist für eine spätere Phase vorgesehen, wurde aber von den Architekten bei der Planung bereits mitangedacht. Der schon erwähnte, niedere Baukörper, welcher an den Turm andockt, kann als Foyer und zur Bespielung der Turmräume benutzt werden. Dieses neu erdachte Foyer ist mit dem Bereich der Cafeteria in einer Linie und im Kontinuum des Raums verbunden. u


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