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architektur FACHMAGAZIN 58 Stadt – Zeit Durch diesen Kunstgriff gelingt eine funktionale Verknüpfung mit dem Produktionsbereich/Küche des Kulinariums, sodass der Turm bestens von dort versorgt werden kann. Das Café kann mit all seinen Funktionen als Entrée für Veranstaltungen im Wasserturm benutzt werden. Die beiden Lösungsansätze zu den Aufgabenstellungen Betriebsrestaurant/ Kommunikationszentrum und denkmalgeschützter Wasserturm verschmelzen so zu einer vollkommen schlüssigen Einheit. Die raumhohe Verglasung des Restaurantbereiches ist an ihrer Außenseite durch einen Raster aus diagonalen Streben optisch entsprechend „verstärkt“. Die Ansicht schafft durch die verwendeten Materialien und die teilweise Transparenz eine nicht eindeutige, diffuse Gebäudehülle, die Blickbezüge nach außen ermöglicht und trotzdem das Gebäudevolumen klar definiert und die Eigenständigkeit sowie die Orientierung nach innen verstärkt. Die Farbgebung des Baukörpers orientiert sich an den changierenden Ziegeltönen der alten Substanz und bewegt sich im Bereich eines Mauve Tones, sowohl außen wie auch innen. Im Innenraum findet man gedämpfte Brauntöne in den Fliesen am Boden und abgehängte Holzdecken. Der erwähnte, eingeschossige Baukörper bringt natürlich eine Einsehbarkeit des Daches von allen Seiten (aus höher gelegenen Gebäuden) mit sich. Das führte zur Lösung, die Dachfläche als die sprichwörtliche fünfte Fassade zu betrachten und auch so zu gestalten. Hier sind die diversen notwendigen technischen Aufbauten, wie Rückkühler, Lüftung etc. positioniert und die gesamte Fläche ist begrünt. Der sogenannte „Free- Flow-Bereich“ bildet ein Gelenk zwischen Küche und Restaurant. (rp)


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