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Five+ Sensotel – ein sinnliches Erlebnis


Five+ Sensehotel / Bilder: © Uwe Spoering Five+ Senseotel / Bilder: © Uwe Spoering
Five+ Senseotel / Bilder: © Uwe Spoering Five+ Senseotel / Bilder: © Uwe Spoering
Five+ Senseotel / Bilder: © Uwe Spoering Five+ Senseotel / Bilder: © Uwe Spoering

Five+ Sensotel - ein sinnliches Erlebnis des Hotels von morgen

Ein Gemeinschaftsprojekt von Bel Etage, Création Baumann, Dornbracht, Happy, Team by Wellis, Tisca Tiara, Zumtobel Staff

Wie sind die Erwartungen an ein Hotelzimmer? Wie können neben der funktionellen Zweckmäßigkeit dieser Orte des temporären Aufenthalts auch individuelle Sehnsüchte der Menschen berücksichtigt werden?
Wie lassen sich die neuesten Technologien und Materialien intelligent einsetzen, um die Sinne anzusprechen?

Diese und ähnliche Fragestellungen werden in der vom 24. Februar bis zum 24. Mai 2005 geöffneten Ausstellung der besonderen Art in Willisau in der Schweiz beantwortet. Hier werden künftige Möglichkeiten der „fühlbaren Hotellerie“ aufgezeigt, wobei das individuelle Wohlbefinden des Gastes im Zentrum steht. Der Besucher wird auf eine erlebnisorientierte Reise geschickt: auf eine Reise durch die Sinne, mit und in sinnlichen Hotelzimmern.
Beim Durchschreiten von alten Fabriksräumlichkeiten, die bereits für sich ein einmaliges Raumgefühl vermitteln, hat man die Möglichkeit, Raum wahrzunehmen und die sinnliche Wirkung räumlicher Atmosphäre zu verspüren. Die Ausstellung ist in zwei konzeptionell unterschiedliche Bereiche gegliedert, wobei im ersten Teil die sinnlichen Wahrnehmungen sensibilisiert werden, um dann in dem 1:1 aufgebauten Hotelzimmer und einer Suite mit ihrer funktionalen Architektur, dem anspruchsvollen Design, der innovativen Materialverwendung und dem intelligenten Einsatz neuer Technologien vollends mit allen Sinnen rezipiert werden zu können.

Das Hotelkonzept Five+ Sensotel wurde von der international renommierten Innenarchitektin Yasmine Mamoudieh, die mit 16-jähriger Erfahrung für die Gestaltung vieler bekannter und hochklassiger Hotels verantwortlich zeichnet, entwickelt. Gemeinschaftlich mit führenden Premium-Herstellern wurde die Konzeption professionell umgesetzt.
Der erste Bereich der Ausstellung ist ein Parcours durch fünf zylindrische Räume, wobei jeder Raum für eine Sinneswahrnehmung steht. Hören, Fühlen, Sehen, Schmecken und Riechen können nacheinander einzeln wahrgenommen werden. Zunächst betritt der Besucher einen lautlosen Ort („Sound“), wo er auf die inneren, ureigenen Körpergeräusche wie Herzklopfen etc. aufmerksam gemacht wird. Im nächsten Nukleus „touch“ sind verschiedenste Materialoberflächen haptisch erlebbar. „Vision“ spielt mit Reflektion und Sinneseindrücken auf einer fluoriszierenden Wand. Im Raum „Taste“ soll sich der Besucher auf den puren Geschmacksinn konzentrieren - in Pillenform, damit das Auge nicht mitessen kann, werden unterschiedliche Geschmacksrichtungen erlebbar gemacht. Zuletzt betritt man den Raum „Scent“, wo aus sechs in der Wand eingelassenen Halbkugeln spezielle Düfte durch Reibung frei werden.

Soweit sensibilisiert betritt der Besucher in weiterer Folge zwei konkrete Anwendungen, ein Hotelzimmer und eine Suite der Luxusklasse, die mit der neuesten Technologie ausgestattet sind und durch ungewöhnliche Materialien auffallen. Lebensqualität wird in diesen zwei Räumen groß geschrieben. Leuchtende Teppiche und Tapeten mit Lurexfäden finden sich im Hotelflur. Die klare Trennung zwischen Wohn-, Schlaf- und Badebereich zeichnen die „privaten Hotelräume“ aus; die Atmosphären sollen sich immer wieder individuell, entsprechend der Stimmung des Hotelgastes, neu formulieren lassen. Verschiedenfarbig bedruckte, transluzente Plexiglaswände und Textilien, teils als Projektionsflächen, definieren die Raumsituationen. Verbunden mit dem Wecksystem des Hotels lässt sich z. B. auf einer Plexiglaswand am Kopfende des Bettes die Lichtstimmung Sonnenaufgang wählen. Luftige, temperaturregulierende Überdecken und Kissen sowie Matratzen, die mit Pflanzenölen präpariert sind, garantieren einen erholsamen Schlaf.
Speziell dem Bad werden die zusätzlichen Funktionen Wellness und Entspannung zuteil. Der Gast kann zwischen einer Monsunregendusche oder einem meditativen Entspannungsbad mit „Guten-Morgen-Duft“ wählen.
Lichtdesign wird groß geschrieben, der Gast kann auf Knopfdruck zwischen unterschiedlichen Licht-Szenarien, -Projektionen und Farbstimmungen wählen. Und auch zwischen unterschiedlichen, z. B. entspannenden oder anregenden Düften kann sich der Gast entscheiden; wie mit dem Sound kann er zwischen diesen „herumzappen“.
Das digitale Duft-Abspielgerät ähnelt einem CD-Player und erlaubt, zwischen verschiedenen Kompositionen und Kombinationen auszuwählen.

In der Suite überwiegen Naturtöne, sandfarbene Teppichböden mit gewellten Oberflächen erinnern an Dünenlandschaften. Selbst die Teppichböden setzen beim Betreten integrierte, dezente Düfte frei.

Es wäre wünschenswert, wenn sich so manch ein oder eine Kurator(in) Anregungen für ihre Ausstellungskonzeption holen würde, um dem Besucher eine neue Art von Ausstellungserfahrung, nämlich der eines Parcours der sinnlichen Wahrnehmung, zu bieten.
Es wäre auch wünschenswert, wenn die Zukunft schon Gegenwart wäre, wo solche Hotelzimmer Wirklichkeit sind.


Five+ Senseotel

foroom.willisau, Ettiswilerstrasse 26, CH-6130 Willisau

Ansprechperson: Edith Zankl
Planungsbüro: Bel Etage AG, Willisau
Konzept und Design: mahmoudieh concepts, Berlin
Fotos: © Uwe Spoering
Text: Katharina Tielsch

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