„Das Triest” – Design-Hotel der Luxusklasse mit Tradition
Lang und bewegt ist die Geschichte des Hauses.
Über 300 Jahre alt ist die Bausubstanz dieses Gebäudes, die einst die Pferdestallungen für
die Postkutschenverbindung zwischen Wien und Triest beherbergte.
Die Tradition des Hauses nicht vergessend hat man den Namen „Triest“ auch bei seinen
späteren Nutzungen im jeweiligen Namen beibehalten. So wurde es zunächst zu einer Pension
umfunktioniert und dann zum ersten 5-Sterne-Design-Hotel Österreichs.
Obwohl der Standard der Pension lange nicht dem
jetzigen entsprach, war die Auslastung gut, sie war vor allem freudvoll, freudvoll
stundenweise!
1994 entschied man sich, das Gebäude einem neuen Klientel zugänglich zu machen und zu einem
Fünf-Sterne-Hotel umzustrukturieren. Seit dem 1. Dezember 1995 ist das erste Design-Hotel
Österreichs nun geöffnet und gilt seitdem als Vorreiter für viele Hotels in unserem Land.
Lang und debattenreich war die Planungsphase vor 10 Jahren. Der Innsbrucker Architekt Peter
Lorenz wurde zunächst mit der Gesamtaufgabe betraut, später stellte man ihm den englischen
Designer Sir Terence Conran - wohl auch ob seines wohlbekannten Namens und Ansehens - für
die Innengestaltung zur Seite. Obwohl zwei mehr oder weniger bekannte „Köche“ am Werk waren,
wurde die Suppe nicht versalzen, im Gegenteil - nun, mehr als 9 Jahre nach seiner Eröffnung
hat das Hotel nichts von seiner Aktualität eingebüßt, die klassische, unaufdringliche
Eleganz spiegelt Zeitlosigkeit und Exklusivität wider.
Im Jahr 2004 beauftragte man abermals den bekannten Designer Sir Terence Conran, seine
Arbeit weiterzuführen und das Hotel um Banketträume und zwei Suiten sanft zu erweitern.
Mit seiner Lage direkt am Beginn der Wiedner Hauptstraße im 4. Wiener Bezirk ist das Hotel
zentral positioniert, jedoch keineswegs in der vornehmsten Gegend der Stadt situiert. Aber
vielleicht macht auch der „normale“ städtische Umraum diese heimelige Atmosphäre aus, die
die Gäste, zumeist Geschäftsreisende, sich fast wie zu Hause fühlen lässt. In der Achse
Karlsplatz-Stephansdom ist das Luxushotel unmittelbar hinter der Technischen Universität
Wien gelegen. Der umliegende Stadtraum wird vom regen Treiben der Studierenden mit ihren
Fahrrädern und ihrem Lebensstil bestimmt.
Drei u-förmig angeordnete Gebäude schließen einen Innenhof ein, der durch einen
Verbindungsgang und Seminarräume zweigeteilt wurde. Alle Baukörper weisen unterschiedliche
Bauhöhen und Entstehungszeiten auf. Die alte Bausubstanz wurde teils abgerissen, saniert
und entkernt, und Neues wurde, den Altbestand respektierend, beigefügt. 6.860 m2 Bauvolumen
beherbergen heute 73 Luxuszimmer, davon 11 Suiten.
Der Innsbrucker Architekt Peter Lorenz zeichnet für die räumliche Umstrukturierung, die mit
einer Generalsanierung einherging, verantwortlich. Die alte Bausubstanz mit ihren
Kreuzrippengewölben wurde erhalten und straßenseitig um zweieinhalb Etagen aufgestockt.
Diese Aufstockung stellte dazumal eine der ersten im innerstädtischen Wien dar.
Ein „versöhnlicher Dialog“ zwischen Altbestand und Zubau wurde durch die Übernahme der
Fenstergeometrie, die, in Anlehnung an die historischen Wiener Dachaufbauten, gewählte Form
als Mansardendach mit dem Eindeckungsmaterial Blech, sowie durch die Zurückhaltung der
Gestaltungsmittel erzielt. Das aufgesetzte Dach scheint zu schweben; ein Glasband, welches
als Fensterband fungiert, trennt die historische Bausubstanz optisch vom Neubau. Ein ins
Zentrum der Stadt weisendes Flugdach betont die Schmalseite des Gebäudes straßenseitig.
Die hofseitigen Gebäudeteile, die ehemals nur als Lagerräume dienten, wurden angebunden und
beherbergen heute ein Restaurant, Suiten, einen Erholungsbereich mit Sauna, Dampfbad,
Whirlpool, Fitness- und Ruheraum sowie Konferenzräume. Aus den ehemaligen Schlafstuben für
Kutscher und Pferdeknechte wurden die Zimmer des Stadthotels. Die Zimmer in drei Kategorien
- Suiten, Junior-Suiten und Standard-Zimmer - bieten alle Annehmlichkeiten eines Luxushotels.
Die Welt verändert sich, sobald man eine der schweren Holztüren zum Triest aufdrückt und
die zwei Stufen, um die sich das Straßenniveau seit 300 Jahren erhöht hat, hinabsteigt.
Dann tritt man ein in eine Welt der Ruhe und Eleganz. Sogleich fällt der Blick in einen der
beiden begrünten Innenhöfe mit Rasen, der zum Verweilen einlädt.
Private und halbprivate Freiräume, und seien sie noch
so klein, sind ein Thema im Hotel Triest, das sich durch alle Stockwerke hindurch zieht.
Dem das Dach krönenden Penthouse ist sogar eine 160 m2 große Terrasse vorgelagert.
So manches, nicht nur der Name, erinnert im Hotel Triest an das Land, in dem die Zitronen
blühn, so auch viele Designermöbelstücke, die eigens von Sir Terence Conran ausgesucht
wurden und auch das italophile, mit Michelin-Stern und Kochmützen versehene Restaurant
„Collio“. Auch auf den Gängen zeigen Fotos das ferne Triest in Schwarzweiß: Fischer,
Händler, den Bahnhof, die Börse, das Theater, den Hafen, und an die Seefahrt erinnern auch
kleine Bullaugen in den Zimmertüren.
Die Materialwahl ist edel, feines Kirschenholz wurde für die Betten und Kästen gewählt und
neben plakative Stofffarben der Sessel gestellt. Auf schnörkeliges Dekor wurde in den
großzügigen Hotelzimmern verzichtet, nur in den Bädern finden sich neben liebevollen
Details historisierende Armaturen und Mosaikfliesen.
Die beiden Seminarräume „Lipizza“ und „Piber“, für bis zu 100 Personen, sind nach Gestüten
benannt und zeichnen sich durch ihre großen mit Gewölben gedeckten Höhen aus. Sie öffnen
sich beide zum Innenhof und wurden im Jahr 2004 von Sir Terence Conran redesigned. Die
Teppiche wurden nach Conran-Entwürfen maßgefertigt, die Audio- und Videoschränke eigens
entworfen. Die Möblierung, die vom Meister eigens ausgesucht wurde, stammt von etablierten
und namhaften Möbelhäusern, ebenso wie die den Räumlichkeiten eine eigene Schattierung
gebenden Lampen. Die Konferenztechnik, so zum Beispiel die Großbildrückwand-Projektionen in
Kinoqualität, ist auf dem letzten Stand der Technik.
Das Triest ist ein klassisches Beispiel, wie Geschichte und Design sich gegenseitig
ergänzen und in ihrer Wirkung bestärken können. Die Symbiose zwischen Alt und Neu und die
klare Formensprache lassen das Gebäude dezent erscheinen. Nichts ist aufdringlich, alles
wirkt selbstverständlich, strahlt Intimität aus und regt gerade so die Fantasie an.