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Naturhotel Waldklause – vollendete Natürlichkeit


Naturhotel Waldklause / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst Naturhotel Waldklausel / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst
Naturhotel Waldklause / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst Naturhotel Waldklause / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst
Naturhotel Waldklause / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst Naturhotel Waldklause / Bilder: © Fotostudio Mario/Imst

Von der Kulisse des Ötztals eingerahmt, in unmittelbarer Umgebung der vor kurzem in Betrieb genommenen Thermenwelt des „Aqua Dome“, liegt das im November 2004 eröffnete „Naturhotel Waldklause“. Vor allem mit dem natürlichen Baustoff Holz schafft der Architekt Markus Kastl bei diesem Neubau eine wohltuende Atmosphäre und ein gesundes Raumklima - für ein einmaliges Wohnerlebnis.

Als Zubau an das bereits bestehende Gasthaus „Waldklause“ besticht das neue Hotel schon beim ersten Anblick durch seine deutliche Materialwahl. Eine von den Bauherren angestrebte Philosophie, die Natur der Umgebung in das Haus zu holen, wurde konsequent bis ins Detail durchgesetzt. Vorrangig verwendete Materialien wie großteils Holz, aber auch Stein und Glas dominieren das Bild im Innen- und Außenbereich. Während die Tiefgarage mit 47 Stellplätzen sowie das Erdgeschoß in Massivbauweise errichtet wurden, sind die darüber befindlichen Geschoße aus einem Holztragwerk in Fertigteilbauweise. Der gesamte Hotelbau soll ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln und dabei auch den Komfort eines Vier-Sterne Betriebes bieten.
Auf insgesamt drei Geschoße aufgeteilt bietet das Hotel 98 Betten: Neben den 23 Komfort-Doppelzimmern gehören 12 Appartements, 4 Junior-Suiten sowie 2 Penthouse-Suiten mit großzügiger Dachpanoramaterrasse zum Gesamtangebot. Mit den unterschiedlichen Zimmertypen kann die Hotelier-Familie Auer ein breites Gästefeld ansprechen: Wie zum Beispiel Appartements mit genügend Platz für eine Familie, oder Penthouse-Suiten für Gäste mit gehobenen Ansprüchen. Wobei im neuen Naturhotel jedem Zimmer ein Balkon zugeordnet ist, der dem geforderten Standard entsprechend ungestörte Erholung in der frischen Alpenluft ermöglicht. Im Erdgeschoß befinden sich, anschließend an den Eingangsbereich, die Gemeinschaftsräume: Reception, Backofficebereich, Lobby, Hotelbar, Speiseraum mit großzügiger Buffetanlage, eine Frontcooking-Station und eine Vinothek. Im Foyer bildet der Bodenbelag aus Schiefer-Naturstein eine imaginäre Definition von Durchgangs- und Aufenthaltszonen, wobei Letztere als Kontrast zum Schiefer aus Lärchenholz sind. Ein von außen den Eingang markierender zentraler runder Stiegenhausturm bringt in den Innenraum spannende Lichteffekte. Auch das vom Rest durch einen eigenen Zugang abgegrenzte Wellness- und Vitalcenter im Ausmaß von 450 m2 ist anschließend untergebracht: Im Angebot sind neben einer Finnischen Sauna, einer Biosauna, einem Kräuterdampfbad, einer Duschanlage mit Gewitterregengrotte auch Räumlichkeiten für Massagen und Wellnessbäder, zum Beispiel mit einer Honig-, Zirbenmischung, untergebracht. Zur Unterstützung des leiblichen Wohls wird ein Trinkwasserbrunnen und eine Teebar angeboten. Spezielle Anwendungen durch die neue Wellness-Linie „Alpienne“ - mit heimischen Naturprodukten wie Arnika, Murmeltieröl und Propolis - gehören ebenfalls zur heilenden ganzheitlichen Strategie des Hotels. Das Wohlfühlprogramm kann durch Massagen mit Kräuterstempeln und durch ein abschließendes Entspannen auf einer der Liegen im Ruheraum vollendet werden. Mit der Konzeption der Zimmer, die darauf ausgerichtet ist, dem Gast einen ungehinderten Blick auf die Berge der Ötztaler Alpen zu ermöglichen, entsteht ein besonderer Zimmertypus. So sind die Betten, die mit Schafwollmatratzen „Villgrater Natur“ ausgestattet sind - für behagliches Raumklima wurde a uch für die Dämmung Schafwolle von Woolin verwendet - gleich vor der Fensterfront angeordnet, um einen ungehinderten Ausblick zu ermöglichen. Der Wohnteil hingegen liegt um zwei Stufen erhöht im hinteren Bereich des Zimmers. Der erste Eindruck beim Eintreten, nämlich in einer Wohnung zu stehen, wird durch das abgesenkte Bett, über das man hinwegblicken kann, geweckt. Die Holzoberfläche in Tanne und der Lärchen-Massivholz-Boden garantieren ein beruhigendes einheitliches Erscheinungsbild. Auch gezielt kontrastreiche dunkle Accessoires wie Vasen, Behälter und Schüsseln ergänzen die ansonsten dezent und in warmen Farbtönen gewählte Ausstattung. Für die Möblierung kommt Fichte (antik) beziehungsweise Zirbenholz zum Einsatz. Im rückwärtigen Teil jedes Zimmers befindet sich das Bad, vom Rest getrennt durch mattierte Glaswände. So tritt dieser Bereich als eigenständiges Volumen hervor und hat innen durch den gedämpften Lichteinfall einen Bezug zum Zimmer. Betrachtet man das Gesamtkonzept des Hotels, so wird dem Gast das Gefühl vermittelt, an einem außergewöhnlichen Ort zu sein. Der Gedanke des alpinen Hoteltypus ist hier mit dem bewährten Material Holz in moderner Weise umgesetzt worden. Nicht Kitsch, sondern wohltemperiertes Design bestimmen den Innenraum.



Naturhotel Waldklause

Unterlängenfeld

Bauherr: Auer Gastronomie G.m.b.H. & Co KG
Planung: Markus Kastl
Mitarbeiter: Manuela Zangerle
Grundstücksfläche: 3.582m²
Bebaute Fläche: 2.413m²
Umbauter Raum: 20.000m³
Planungsbeginn: April 2003
Bauzeit: 7 Monate
Fertigstellung: November 2004
Einbaumöbel: Wenge massiv bzw. furniert
Bänke: Nappaleder, dunkelbraun
Außenlogo: Isolierglas mit Kaffeebohnen
Fotos: © Fotostudio Mario/Imst
Text: Michaela Haller

Ausstattung:

Hoteltextilien: Schraml Hoteltextil
Woolin - Villgrater Natur Produkte
Holzbauarbeiten: HOFER/Holzbau Ges.m.b.H
Fürruter Karl
Kältepol Ges.m.b.H.
Kleiderbügel: Hagspiel
Thermalwasser-Erschließung: Geoteam G.m.b.H.
Planung Badewassertechnik: Pfeiffer + Partner G.m.b.H.
Gesamte Innenausstattung: Zehetner Handelsg.m.b.H.

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