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Bulgari – Hotel & Resort, Mailand


Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant
Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant
Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant Bulgari Hotel & Resort / Bilder: © Richard Bryant

Mailand, die wohl kosmopolitischste Stadt Italiens, verbindet man mit Mode und damit mit den großen Designern unserer Zeit: Versace, Gucci, Moschino, Armani... Es ist nicht jedem bekannt, dass Giorgio Armani schon vor einigen Jahren ein gestyltes Kaffeehaus namens „Armani Caffé“ in Mailand eröffnet hat. Nachdem er verkündete, dass er nunmehr auch gerne ein Hotel in der Via Manzoni eröffnen möchte, hat nun auch die Bulgari-Gruppe, eines der bedeutendsten Unternehmen des Luxusgütersektors, zugeschlagen.

Direkt beim Botanischen Garten im stilvollen und luxoriösen Künstlerviertel Brera im Stadtzentrums wurden am 18. Mai 2004, nach 4 Jahren Bauzeit, die Pforten des eleganten 5-Sterne-Bulgari-Hotel & Resort für die schicke, betuchte Öffentlichkeit geöffnet. Nicht ein Jahr musste verstreichen, damit sich das Hotel als exklusivste Adresse der Stadt etablierte. Bulgari ist mit Ritz-Carlton eine Partnerschaft eingegangen, wobei erstere dem Hotel den Namen gegeben, seinen Standort ausgewählt und Architektur und Innenraumdesign bestimmt haben, während Ritz-Carlton das Management übernommen hat.

Situiert in einer schmalen Seitenstraße, nur Minuten vom Dom und dem „Triangolo d’oro“, dem Goldenen Dreieck der Mode, das eigentlich ein viereckiger Platz ist, entfernt, mitten im pulsierenden Treiben der Stadt, stößt man im Bulgari Hotel auf eine Oase der Ruhe und Entspannung. Das vom Architekturbüro Antonio Citterio & Partners entworfene Hotel spiegelt das vom Juwelier Bulgari gewohnte unverwechselbare und zeitgenössische Design nunmehr im Architektur-, Einrichtungs- und Ausstattungssektor wider. Im fast verschwenderischen Ausmaß fanden kostbare Materialien ihre Verwendung, und der Besucher wird mit neuen und unerwarteten Materialkombinationen konfrontiert. 300 Tonnen Marmor und damit fast ein ganzer Steinbruch wurde für das Bulgari Hotel abgebaut und kam im Inneren wie im Außenbereich zum Einsatz.
Obwohl aus Stein strahlt die weiße Marmorfassade des Hotels Leichtigkeit aus und steht im Kontrast zu den angrenzenden massiven Steinbauten. Der pure Marmor akzentuiert die Eichenholzfenster und den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fassadenteilbereich.
Ein freitragendes Dach aus Bronze über dem Eingang leitet den Reisenden in die Lobby des Hotels. Hier wurde optisch mit den schmalen hohen Fenstern gearbeitet. Spiegelverglaste Fenster reflektieren das Gartenszenario, während transparente Scheiben den Blick auf fünf Meter hohe Innenräume frei geben. Schwarzer Granit mit beinahe monumentaler Wirkung und burmesisches Teakholz finden sowohl in der Lobby als auch im Gartenbereich ihren Einsatz. Ein fließender Übergang wurde durch die Materialbewahrung geschaffen.
Der offene Kamin im schwarz-bronzefarbenem Ambiente der Lobby ist aus schwarzem Simbabwe-Marmor gefertigt. Die Feuerstelle wiegt sage und schreibe 15 Tonnen und scheint auszurufen „Hier bist du zu Hause, hier kannst du dich fallen lassen!“. Eine kleine Bibliothek und im vierteljährlichen Rhythmus wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Künstler runden das heimelige Wohnzimmergefühl ab.

Die Korridore der oberen Stockwerke nehmen das Farbenspiel Schwarz-Weiß wieder auf, die Materialien grafitgefärbte Eiche und gepolsterte Stoffe an den Wänden wechseln einander ab.
58 Zimmer und Suiten öffnen sich zu dem beinahe magisch schön wirkenden Garten, der nur durch eine halbhohe Mauer vom botanischen Garten abgegrenzt ist. Hohe technologische Ausstattungen und ein modernes, in hellen warmen Farben gehaltenes Design zeichnen die Zimmer aus. Raumhohe Fenster vom Boden bis zur Decke finden sich sowohl in den Zimmern als auch in den dazugehörigen Bädern. Ruhe und Privatsphäre bilden den Kontrast zum quirligen Treiben Mailands. Das Bad ist zum Schlafzimmer offen, augenfällig ist auch hier wieder das Spiel mit Hell (Waschbecken und Dusche aus warmen Travertin-Marmor aus Navona) und Dunkel (die markante schwarze Granitbadewanne). Alle Zimmer sind mit italienischen Designermöbeln und Details des Architekten ausgestattet.
Der „Über-drüber“-Luxus findet sich in der obersten Etage. Die „Bulgari Suite“ wird nicht nur durch ihre architektonische Raumkonzeption - vollkommen transparente Fassade und drei Meter tiefe Loggia mit herrlichem Blick über den Garten und die Stadt - charakterisiert. Auch die Innenausstattung, wie der monumentale Kamin aus Brera-Stein, der sich als Herzstück im Wohnzimmer befindet, und die aus einem einzigen Block Bihara-Stein aus der Türkei gefertigte Badewanne verleihen der Suite einen edlen Charakter. Die Verschmelzung von Innen und Außen erfolgt, wie bereits im Loungebereich, durch den von innen nach außen durchgezogenen Teakholzboden.
Neben Einrichtungen wie Meditationsbereichen in einigen Gästezimmern und Suiten verfügt das Hotel auch über einen lichtdurchfluteten SPA-Bereich mit Innenpool, Hamam und Open Air Lounge. Als urbanes Refugium für Seele und Geist konzipiert dominiert der lange, mit gold- und smaragdfarbigem Mosaik versehene Pool. Wie ein (Bulgari)Juwel glänzt dieses im Lichtspiel orientalisch anmutende Bassin. Eine smaragdgrüne Glaswand schützt den an der Stirnseite des Pools platzierten Hamam, der Sitzflächen aus Afyon-Stein aufweist. Fünf abgeschlossene Räume stehen für individuelle Behandlungen zur Verfügung.
Neben all diesem Luxus wird im Restaurant des Bulgari Hotel natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt. Chefkoch Elio Sironi verwöhnt seine Gäste mit modern interpretierter italienischer Küche sowohl im Restaurant selbst als auch im Garten. Dieser einstige Gemüsegarten eines Klosters, der bereits 1305 im Piero de Crescenza Traktat Erwähnung fand, wurde im milanesisch-lombardischen Stil restrukturiert und ist absolut einzigartig. Als eine der wenigen historischen Gartenanlagen der Stadt zeichnet er sich durch seine Artenvielfalt und die gelungenen Raumfolgen aus.

Einzigartige Lage mit großzügigem Grünraum, zeitgenössisches Design und ein vielfältiges Serviceangebot bis hin zu Hubschrauberflügen zum Lago Maggiore oder Entdeckungsreisen mit Yachten, Privatflugzeugen oder Limousinen zeichnen das Bulgari Hotel aus. Mit Sorgfalt wurde jedes einzelne Detail gelöst, von den Türgriffen zur Fassade, vom Mobiliar bis zu den Accessoires wurde ein durchgängiges Design geschaffen, das einlädt, von und in der Welt des Luxus zu träumen! ...


Bulgari Hotel & Resort

Via Privata Fratelli Gabba 7, Milano/I

Bauherr: Christine und Josef Auer
Planung: Antonio Citterio and Partners
Projektentwicklung: 2002
Realisierungszeit: 2002-2004
Eröffnung: 18. Mai 2004
Anzahl der Projektbeteiligten: 400 Personen
Nutzfläche: 7.000m²
Gartenfläche: 4.000m²
Fotos: © Richard Bryant
Text: Katharina Tielsch

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