Mailand, die wohl kosmopolitischste Stadt Italiens,
verbindet man mit Mode und damit mit den großen Designern unserer Zeit: Versace, Gucci,
Moschino, Armani... Es ist nicht jedem bekannt, dass Giorgio Armani schon vor einigen
Jahren ein gestyltes Kaffeehaus namens „Armani Caffé“ in Mailand eröffnet hat. Nachdem er
verkündete, dass er nunmehr auch gerne ein Hotel in der Via Manzoni eröffnen möchte, hat
nun auch die Bulgari-Gruppe, eines der bedeutendsten Unternehmen des Luxusgütersektors,
zugeschlagen.
Direkt beim Botanischen Garten im stilvollen und
luxoriösen Künstlerviertel Brera im Stadtzentrums wurden am 18. Mai 2004, nach 4 Jahren
Bauzeit, die Pforten des eleganten 5-Sterne-Bulgari-Hotel & Resort für die schicke,
betuchte Öffentlichkeit geöffnet. Nicht ein Jahr musste verstreichen, damit sich das Hotel
als exklusivste Adresse der Stadt etablierte. Bulgari ist mit Ritz-Carlton eine Partnerschaft eingegangen,
wobei erstere dem Hotel den Namen gegeben, seinen Standort ausgewählt und Architektur und
Innenraumdesign bestimmt haben, während Ritz-Carlton das Management übernommen hat.
Situiert in einer schmalen Seitenstraße, nur Minuten
vom Dom und dem „Triangolo d’oro“, dem Goldenen Dreieck der Mode, das eigentlich ein
viereckiger Platz ist, entfernt, mitten im pulsierenden Treiben der Stadt, stößt man im
Bulgari Hotel auf eine Oase der Ruhe und Entspannung. Das vom Architekturbüro Antonio
Citterio & Partners entworfene Hotel spiegelt das vom Juwelier Bulgari gewohnte
unverwechselbare und zeitgenössische Design nunmehr im Architektur-, Einrichtungs- und
Ausstattungssektor wider. Im fast verschwenderischen Ausmaß fanden kostbare Materialien
ihre Verwendung, und der Besucher wird mit neuen und unerwarteten Materialkombinationen
konfrontiert. 300 Tonnen Marmor und damit fast ein ganzer Steinbruch wurde für das Bulgari
Hotel abgebaut und kam im Inneren wie im Außenbereich zum Einsatz.
Obwohl aus Stein strahlt die weiße Marmorfassade des Hotels Leichtigkeit aus und steht im
Kontrast zu den angrenzenden massiven Steinbauten. Der pure Marmor akzentuiert die
Eichenholzfenster und den aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fassadenteilbereich.
Ein freitragendes Dach aus Bronze über dem Eingang leitet den Reisenden in die Lobby des
Hotels. Hier wurde optisch mit den schmalen hohen Fenstern gearbeitet. Spiegelverglaste
Fenster reflektieren das Gartenszenario, während transparente Scheiben den Blick auf fünf
Meter hohe Innenräume frei geben. Schwarzer Granit mit beinahe monumentaler Wirkung und
burmesisches Teakholz finden sowohl in der Lobby als auch im Gartenbereich ihren Einsatz.
Ein fließender Übergang wurde durch die Materialbewahrung geschaffen.
Der offene Kamin im schwarz-bronzefarbenem Ambiente der Lobby ist aus schwarzem
Simbabwe-Marmor gefertigt. Die Feuerstelle wiegt sage und schreibe 15 Tonnen und scheint
auszurufen „Hier bist du zu Hause, hier kannst du dich fallen lassen!“. Eine kleine
Bibliothek und im vierteljährlichen Rhythmus wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer
Künstler runden das heimelige Wohnzimmergefühl ab.
Die Korridore der oberen Stockwerke nehmen das
Farbenspiel Schwarz-Weiß wieder auf, die Materialien grafitgefärbte Eiche und gepolsterte
Stoffe an den Wänden wechseln einander ab.
58 Zimmer und Suiten öffnen sich zu dem beinahe magisch schön wirkenden Garten, der nur
durch eine halbhohe Mauer vom botanischen Garten abgegrenzt ist. Hohe technologische
Ausstattungen und ein modernes, in hellen warmen Farben gehaltenes Design zeichnen die
Zimmer aus. Raumhohe Fenster vom Boden bis zur Decke finden sich sowohl in den Zimmern als
auch in den dazugehörigen Bädern. Ruhe und Privatsphäre bilden den Kontrast zum quirligen
Treiben Mailands. Das Bad ist zum Schlafzimmer offen, augenfällig ist auch hier wieder das
Spiel mit Hell (Waschbecken und Dusche aus warmen Travertin-Marmor aus Navona) und Dunkel
(die markante schwarze Granitbadewanne). Alle Zimmer sind mit italienischen Designermöbeln
und Details des Architekten ausgestattet.
Der „Über-drüber“-Luxus findet sich in der obersten Etage. Die „Bulgari Suite“ wird nicht
nur durch ihre architektonische Raumkonzeption - vollkommen transparente Fassade und drei
Meter tiefe Loggia mit herrlichem Blick über den Garten und die Stadt - charakterisiert.
Auch die Innenausstattung, wie der monumentale Kamin aus Brera-Stein, der sich als
Herzstück im Wohnzimmer befindet, und die aus einem einzigen Block Bihara-Stein aus der
Türkei gefertigte Badewanne verleihen der Suite einen edlen Charakter. Die Verschmelzung
von Innen und Außen erfolgt, wie bereits im Loungebereich, durch den von innen nach außen
durchgezogenen Teakholzboden.
Neben Einrichtungen wie Meditationsbereichen in einigen Gästezimmern und Suiten verfügt
das Hotel auch über einen lichtdurchfluteten SPA-Bereich mit Innenpool, Hamam und Open Air
Lounge. Als urbanes Refugium für Seele und Geist konzipiert dominiert der lange, mit gold-
und smaragdfarbigem Mosaik versehene Pool. Wie ein (Bulgari)Juwel glänzt dieses im
Lichtspiel orientalisch anmutende Bassin. Eine smaragdgrüne Glaswand schützt den an der
Stirnseite des Pools platzierten Hamam, der Sitzflächen aus Afyon-Stein aufweist. Fünf
abgeschlossene Räume stehen für individuelle Behandlungen zur Verfügung.
Neben all diesem Luxus wird im Restaurant des Bulgari Hotel natürlich auch für das
leibliche Wohl gesorgt. Chefkoch Elio Sironi verwöhnt seine Gäste mit modern
interpretierter italienischer Küche sowohl im Restaurant selbst als auch im Garten. Dieser
einstige Gemüsegarten eines Klosters, der bereits 1305 im Piero de Crescenza Traktat
Erwähnung fand, wurde im milanesisch-lombardischen Stil restrukturiert und ist absolut
einzigartig. Als eine der wenigen historischen Gartenanlagen der Stadt zeichnet er sich
durch seine Artenvielfalt und die gelungenen Raumfolgen aus.
Einzigartige Lage mit großzügigem Grünraum,
zeitgenössisches Design und ein vielfältiges Serviceangebot bis hin zu Hubschrauberflügen
zum Lago Maggiore oder Entdeckungsreisen mit Yachten, Privatflugzeugen oder Limousinen
zeichnen das Bulgari Hotel aus. Mit Sorgfalt wurde jedes einzelne Detail gelöst, von den
Türgriffen zur Fassade, vom Mobiliar bis zu den Accessoires wurde ein durchgängiges
Design geschaffen, das einlädt, von und in der Welt des Luxus zu träumen! ...