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Robinson Club Amadé, Kleinarl/A


Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher
Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher
Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher Robinson Club Amadé / Bilder: © Foto Lebesmühlbacher

Dieser in seinem Angebot vielseitge Hotelkomplex belebt nicht nur die Tourismuslandschaft sondern auch eine idyllische Gemeinde wie Kleinarl.

Hotels, die Ketten angehören, haben meist einen etwas schlechten Ruf bei den Ortsansässigen. Einerseits weiß man, dass die Hotels in Ski- und Wanderressorts aus ökonomischen Gründen für die jeweilige ländliche Region notwendig sind, andererseits muss der Bewohner oft eine kulturelle Entfremdung und einen Ausverkauf seiner Region in Kauf nehmen.
Im Dezember 2004 eröffnete ein Hotelriese in Kleinarl seine Pforten. Am ersten Blick scheint sich diese Bettenhochburg nicht von herkömmlichen Megakomplexen zu unterscheiden - dem ist aber nicht so. Die 4-Sterne-Robinson-Clubhotelanlage wird mit ca. 370 Betten auf Basis eines Managementvertrages betrieben, allerdings wurden von Projektbeginn an Anrainerwünsche in die Planung eingearbeitet. Auf dem 33.000 m2 großen Baugrund wurde bis Anfang der 1990er-Jahre ein Sägewerk betrieben, die letzten Jahre stellte sich das Areal allerdings nur mehr als unattraktives, verwachsenes Brachland dar. Kleinarl ist eine kleine und bäuerliche Gemeinde, die bisher 1.800 Gästebetten zur Verfügung stellte, wobei davon nur 800 in gewerblichen Betrieben zu finden sind. Das neue Robinson Amadé sollte keinesfalls die ländliche Idylle des landschaftlich reizvollen Tals zerstören, sondern vielmehr einen touristischen Leitbetrieb und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Die Architekten Geisler & Trimmel machten es sich zur Aufgabe, eine Hotellandschaft zu planen, die den Charakter der Umgebung widerspiegelt, ohne in die Kategorie alpenländischen Kitsch zu fallen. Das Hotel präsentiert sich von außen wie ein Teil der rauen Alpenlandschaft, im Innenbereich sind Räumlichkeiten für jedes Gästeprofil zu finden. In sechs miteinander verbundenen Gebäudeteilen sind 150 Zimmer untergebracht die, in 5 verschiedenen Kategorien unterteilt, jeden erdenklichen Komfort bieten. Neben den Hotelklassikern Hallenbad mit separatem Kinderpool, Wellnesslandschaft und Sauna findet man zusätzlich ein Theater, eine Diskothek und verschiedene Spezialitätenrestaurants vor. Das Theater ist mehr mit einem experimentellen Raum als mit einem klassischen Theaterraum zu vergleichen und wird den Gästen noch so manchen heiteren Abend bescheren. Witz haben die Planer auch bei der Gestaltung des Jugendraumes bewiesen: neben 2 ausrangierten Gondeln findet man einen Billardtisch und gemütliche Ledersofas, und mit Graffitis als Wandschmuck versucht man sich besonders jugendnah zu geben. Den ganz Kleinen steht ein mit bunten Polstern ausgestatteter Raum inklusive Spielmöglichkeiten zur Verfügung. Und während die lieben Kinder beschäftigt sind, können Eltern sich in der Sauna und im Hallenbad erholen. Das Hallenbad ist dann übrigens doch ein bisschen dem Alpenkitsch verfallen und bietet neben Kinderbecken, Ruhezonen und schönem Pool auch ein paar eigenwillige Holzhütterl. Großartig ist hingegen der Speisesaal - schlichte Wandvertäfelungen aus Altholz neben roter Bestuhlung und feiner karierten Bepolsterung lassen alpine Einrichtungstradition in schönstem Licht erstrahlen. Für ein gutes Stamperl Schnaps nach deftigem Tiroler Essen steht eine Bar zur Verfügung, die mit unzähligen Tischen und Stühlen zum Sitzenbleiben verführt und mittels einer Glaskuppel den Blick auf den Sternenhimmel zulässt. Der von den schönen wie anstrengenden Freizeitaktivitäten ermüdete Gast kann sich auf geschmackvoll eingerichtete Zimmer zurückziehen. War im Restaurantbereich die Farbe Rot Hauptthema, so hat man sich in den Schlafräumen von Alpenblumen wie dem Enzian inspirieren lassen. Weiß, Blau und Hellgelb schaffen ein ruhiges und angenehmes Raumklima, und auf Balkonen lässt sich Sommer wie Winter die Umgebung genießen.
Genuss ist das neue 4-Sterne-Hotel auch für die Dorfbewohner - weniger aufgrund dessen Gästeangebotes als vielmehr wegen einer neuen Energielösung und neu geschaffener Arbeitsplätze. Anlässlich der Errichtung der Clubhotelanlage wurde eine Nahwärme-Versorgung in Form eines Holzschnitzelheizwerkes projektiert, und außerdem sollen jährlich rund 10 Lehrlinge in einschlägigen Berufen ausgebildet werden. Auch für die Unterkunft der Mitarbeiter ist schon gesorgt: Saisonbedingt sind zwischen 100-135 Mitarbeiter im Robinson Amadé tätig, und ihnen steht eine zur Clubhotelanlage gehörende Mitarbeiterwohnanlage zur Verfügung.



Robinson Club Amadé

Dorf 16, A-5603 Kleinarl

Bauherr: Clubhotel Kleinarl G.m.b.H. & Co KG
Planung: Geisler & Trimmel G.m.b.H.
Projektleitung: Andreas Heigl
Betreiber: Robinson Club G.m.b.H.
Raumplaner: arp Arbeitsgruppe Raumplanung/Salzburg
Grundstücksfläche: 33.000m²
Bebaute Fläche: 11.700m²
Umbauter Raum: 58.043m³
Planungsbeginn: Dezember 2002
Bauzeit: Juli 2003 bis Dez. 2004
Fertigstellung: Dezember 2004
Fotos: © Foto Lebesmühlbacher
Text: Sandra Knöbl

Ausstattung:

Möbel (Hotelzimmer): Voglauer hotelConzept
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Warenwirtschaft: MC Materials Control
Elsafe Hugin Sweda
Blasius Maurer
Kunstfels: KWS Kunststoff G.m.b.H.
Heigl G.m.b.H.
Teppiche, Holzböden: Josef Flasch

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