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Mocca Café Bar Restaurant
Zeitgemäß, erfrischend und innovativ.
Die neue Schicker´s Mocca Bar bringt urbane Momente in die Steiermark.
Die Stadt Kapfenberg bezeichnet sich selbst als eine
der modernsten und innovativsten Industriestädte der Obersteiermark. Neben dem Standbein
Industrie verfügt die Stadt aber auch über ein historisches Spielbein, das im touristischen
Bereich gute Dienste leistet. Für Besucher gilt es, sowohl das mittelalterliche alte
Rathaus zu besuchen als auch die Burg Oberkapfenberg zu bewundern, die Ende des 13.
Jahrhunderts durch die Herren und Grafen von Stubenberg errichtet wurde. Geschichte
geschrieben hat auch Familie Schicker und Friessnegg: Von einem 1919 gegründeten
Lebensmittelkiosk über Lebensmittelgeschäfte und das Kaffeerösten kam die Familie zur
Gastronomie. Seit 1950 besteht ein Restaurant neben dem 1913 gegründeten Depot und der
50-jährigen Kaffeerösterei, und nun wird die nette Geschichte absolut zeitgenössisch:
Weinkenner „Junior“ Friessnegg ist gegenwärtig der italophile Geschäftsführer, und
seinetwegen trägt das Restaurant seit Guide Gault Millau 2002 eine Haube. Um dem
gastronomischen Anspruch auch architektonisch gerecht zu werden, beauftragte er das Grazer
Architektenteam fS3_architekten mit einem intelligenten und zeitgemäßen Umbau des
gastronomischen Betriebes. Der Bauherr hatte einen besonders konkreten Wunsch: Das
ursprünglich streng in vier Zonen geteilte Lokal sollte eine Auflockerung erhalten. Dies
natürlich, ohne dem Stammpublikum ihr CaféRestaurant zu entfremden. Gleichzeitig wollte der
Gastronom der jungen Generation Kapfenbergs ein „trendy“ Abendambiente bieten, das sie
ihren Lifestyle präsentieren lässt und gleichzeitig zum Genuss italienischer wie
steirischer Delikatessen verführt. Dass Franz Friessnegg die angenehmen Seiten des Lebens
zu schätzen weiß, kann man an seinem Credo in Lebensfragen ablesen: „Jede Freude ohne
Alkohol ist eine künstliche“. Vielleicht inspirierte der Bauherr mit diesem beinahe
philosophischen Ausspruch seine Architekten, denn sie planten eine Spirituosenpräsentation
der besonderen Art: Neben fragilen Glasregalen mit wunderschönen Gläsern befindet sich eine
matte halbdurchsichtige Glasscheibe, hinter der unterschiedlichste Spirituosenflaschen
„schweben“. Dieses Detail ist definitiv ein gelungener Hingucker. Da Sehen und
Gesehenwerden ein wichtiger Punkt in der neuen Schicker´s Mocca Bar ist, haben die Planer
die massiven Trennwände des Altbestandes entfernt und durch strategische Möblierung luftige
Zonierungen geschaffen. Dominiert wird der Raum von einer klassischen Stehbar aus Nero
Assoluto, einem wunderschönen fast nachtschwarzen Granit aus Brasilien. Gegenüber der
Schank befindet sich die Steh- und Sitz-Essbar, deren Besonderheit in ihrer zeitlichen
Multifunktionalität liegt. Mittags ist sie durch ihre integrierten Laptop-Anschlüsse der
perfekte Ort für Büromenschen, die auch während der Lunchzeit nicht von der Arbeit
loskommen. Abends wird die Bar zum Kommunikationsmittelpunkt des neuen Lokals. Um den
ruhigeren Caféhausteil des Raumes mit dem Barbereich indirekt zu verbinden, wurde ein
durchgehendes Deckensegel angebracht, das mit subtiler Grafik - bestehend aus
Kaffeemotiven -besticht.
Möchte man intimer in einem Zweiergespräch oder einer kleinen Runde dem Feinschmecken
nachgehen, so bieten sich zwei Sitzvarianten an. Wer dem Treiben auf der Straße zusehen
möchte und rückwirkend auch von außen betrachtet werden soll, setzt sich am besten auf das
mit Einzeltischen bestückte Podest. Im Sommer hat dieser Bereich einen weiteren Trumpf zu
bieten: Die Glasfassade ist durch Schiebeelemente zu öffnen und lässt so Außen- und
Innenraum verschmelzen.
Gehört man allerdings zu der Bank sitzenden Kaffeehausgarde, dann ist man auf der
eleganten Langbank mit ihren schmalen Tischen bestens aufgehoben. Dieser Sitzbereich wirkt
optisch besonders geborgen, da er von einem frühlingsgrünen Rahmen umschlossen wird, der in
Richtung Bar auch noch der Profi-Kaffeemaschine Platz bietet.
Diese gastronomische Institution ist Teil einer langen Familiengeschichte, und das
Schönste an ihr ist wohl, dass man sich hier nicht nur auf Traditionen beruft oder sich auf
dem Erfolg vergangener Tage ausruht. Das Credo lautet wohl vielmehr, den Zeitgeist der
Gegenwart gastronomisch wie architektonisch einzufangen und den Gästen zu vermitteln.
Trotzdem lässt die neue Architektur feinfühlig bauliche Erinnerungen des alten Hauses zu:
Die alte Holztramdecke ist weiterhin sichtbar und gibt der neuen zeitgemäßen Bar eine
gewissermaßen reife Atmosphäre.
Mocca Café Bar Restaurant
Schmiedgasse 2, A-8605 Kapfenberg
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| Bauherr: |
A. Schicker KG - Franz Friessnegg |
| Planung: |
fS3_architekten, Graz Ronald Felfernig + Guido R. Strohecker |
| Mitarbeit: |
Dietmar Tomberger |
| Fläche: |
130m² |
| Planungsbeginn: |
Oktober 2003 |
| Bauzeit: |
Mai bis Oktober 2004 |
| Fotos: |
© Paul Ott |
| Text: |
Sandra Knöbl |
Ausstattung:
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| Tischlerarbeiten: |
Albert Lamprecht |
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