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Refugium für Körper und Seele


Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie
Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie
Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie Um- und Zubau Hotel Krallerhof / Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie

Der Krallerhof im salzburgischen Leogang ist ein mit viel Gespür und Liebe geführtes Ferienhotel der Familie Altenberger und liegt auf einem ruhigen und sonnigen Hochplateau auf 800 m Seehöhe. Das in verschiedenen Etappen seit dem Jahre 1956 vom Bauernhof zum Top-Hotel gewachsene Haus wurde nun mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Millionen Euro um- und ausgebaut und erhielt mit dem “Refugium” einen einzigartigen Wellnessbereich.

Architektur, künstlerische Gestaltung und perfekter Einsatz von Lichteffekten standen im Vordergrund des Entwurfs der Architekten Ewald Heugenhauser und Wolfgang Hartl vom Atelier 3. Ebenso sollten Orientierbarkeit, Ablesbarkeit, Zeitlosigkeit und ein ursprüngliches Raumerlebnis in der Wellness-Anlage umgesetzt und der Gast von allen Stressfaktoren freigespielt werden: Weder langes Suchen nach der gewünschten Sauna oder den Kabinen, noch übertrieben moderne Farbkompositionen sollten das Wohlfühlempfinden stören. Die klare Linienführung und die sanfte Begleitung wurde durch eine massive, horizontal geschichtete Steinwand erreicht, die, ausgehend von der Wellness-Lobby, durch die gesamte Anlage führt: Sämtliche Einrichtungen, wie die Bäder, Solegrotte, Dampfkabinen, finnische Sauna und dergleichen, sind entlang dieser Führungslinie aus Stein angeordnet, so dass sich jeder Gast schon beim ersten Besuch problemlos zurechtfindet.


Klare Vorstellungen

Im Vorfeld hatten die Hoteliers viele Informationen zum Thema Wellness in Hotels gesammelt und einige entsprechende Anlagen besucht. Dabei entwickelte sich eine sehr konkrete Vorstellung, welche Einrichtungen das neue “Refugium” enthalten sollte. Heute finden sich dort, rund um das großzügige Liquid-Sound-Whirlpool, Schwitzbäder in allen wichtigen Temperatur- und Feuchtigkeitszonen:

  • Laconium: Mit trockener Wärme bei 39° besonders zur Vorwärme gedacht oder für kreislaufempfindliche Anwender.
  • Tepidarium: Mystischer Ruheraum bei 36° Strahlungswärme. Die 7 verschiedenen Blautöne, unter anderem aus Zylin und Lapislazuli, tragen zum Entwässern und Entgiften bei.
  • Amethystgrotte: Angenehmes Schwitzbad bei 43°-46° mit 100% Luftfeuchte lindert rheumatische Beschwerden. Der Amethyst beruhigt zusätzlich Herz und Nerven und verbessert die Konzentrationsfähigkeit.
  • Solegrotte: 43°-46°, mit 100% Luftfeuchte. Die Salzsole wirkt sich positiv auf die Durchblutung und die Atemwege aus. Zusätzlich normalisiert die Sole den ph-Wert der Haut.
  • Bio-Kräutersauna: Bei wohltuenden 55° und zirka 85° Luftfeuchte kann man angenehm schwitzen und Abwehrkräfte stärken.
  • Finnische Sauna: Das Schwitzen bei 90° bei bis zu 100% Luftfeuchte in der Holzkabine hat schon seit Jahrtausenden Tradition. Der Aufguss mit Kräuterdüften befreit die Atemwege. Die großzügigen Schwallbrausen, Kneippschläuche, Tauchbecken und der Frischluftraum mit Wasserfall runden das Saunaerlebnis ab.
  • Ruheraum: Mit Bambusboden und Granitblöcken zum Nachruhen.

Licht als wesentliches Element

Die reduzierte Architektur lässt in allen Bereichen der Wellness-Landschaft den Menschen und den Zweck des Badens in den Mittelpunkt rücken und garantiert unvergleichliche Entspannung. Das von Außen hereinströmende Licht erzeugt geheimnisvolle Stimmungen, und mystisch beleuchtende Stollen führen im “Berg” zu den einzelnen Kabinen. Unterstützt wird der realitätsnahe Eindruck durch allerorts herumstehende Gesteinsbrocken. Der Bezug zum Standort der Anlage, der Bergwelt, wird durch die Verwendung von Stein, Holz, Glas und Metall noch intensiviert und soll Dauerhaftigkeit vermitteln.

Auch der positive Effekt des Lichts wird hier optimal genutzt. Da die Anlage an verschiedenen Stellen mit der Außenwelt verbunden ist, erzeugt das hereinströmende Licht geheimnisvolle Stimmungen. Unterstützt wurde das Tageslicht durch den Lichtexperten Walter Holper, der mittels streifenden Lichts Harmonie und Weichheit entstehen lässt. Durch abgestimmte und bewusste Lichtführungen werden Tiefe und Wärme fühlbar. Speziell in diesem Bereich bewiesen die Hoteliers großes Vertrauen in die Experten: Lichtkünstler Holper setzte in diesem terminlich recht knapp bemessenen Projekt gleich mehrere seiner bisher noch nicht realisierten Visionen in die Tat um, mit denen heute mit verschiedenfärbigen Leuchtdioden traumhafte Lichtstimmungen erzeugt werden. An Tony Waltinger von spirit of art lag es, das Raumerlebnis zu perfektionieren und die erzeugten Eindrücke zu einem Gesamten zusammenzuführen. Künstlerisch gestaltete, tief wirkende Wände und Räume und intensive farbliche Abstimmung der Oberflächen sollen zu einer Harmonie mit Licht und Materialien verschmelzen. Diese Summe ist es, die letztendlich vom Besucher wahrgenommen werden soll. Die grundsätzlichen Ziele ihres Entwurf waren Orientierbarkeit, Ablesbarkeit, Zeitlosigkeit, Licht, Dauerhaftigkeit, Ursprünglichkeit und ein ganzheitliches Raumerlebnis. Durch die Kombination dieser Vorgaben sollen Gäste vom ersten Tag an das umfangreiche Angebot genießen können

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Um- und Zubau Hotel Krallerhof, Wellness (1. Etappe)

Rain 6, A-5771 Leogang

Bauherr: Fam. Altenberger, Leogang
Planung: Ewald Heugenhauser (Atelier 3), Wolfgang Hartl (Atelier 3)
Planung: Ewald Heugenhauser (Atelier 3)
Bauleitung: Peter Hagn, Ferenc Suplicz (Atelier 3)
Statik: Baucon ZT Ges.m.b.H., Zell am See
Elektroplanung: Ets, Saalfelden
Haustechnik: Tap, Zell am See
Portalplanung: Ladinig & Partner, Saalfelden
Kunst: Tony Waltinger (spirit of art), Wien
Licht: Walter Holper, Saalfelden
Bebaute Fläche: 1.270 m²
Umbauter Raum: 3.450 m³
Planungsbeginn: Jänner 2001
Baubeginn: November 2001
Fertigstellung: Mai 2002
Bilder: © Lebesmühlbacher Werbe & Industriefotografie
Text: Walter Laser

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