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Eine Hommage an Triest...
… oder. Was haben die klassischen Campari-Soda-Fläschchen
und das „Pan e Giardin“ gemeinsam?
Grundsätzlich nichts, und im vorliegenden Kontext doch sehr viel…
Das „Pan e Giardin“ ist ein seit 23. Mai existierendes
Lokal in der Wiener Salesianergasse, Ecke Strohgasse, dessen Betreiber sich zum Ziel gesetzt hat,
norditalienische Spezialitäten den Gästen nachhaltig näher zu bringen. Bei einem angenehmen
Aperitif, beispielsweise einem Campari-Grapefruit-Mix, lässt sich unter großzügigen
Leinenschirmen der Sommer genießen. Mitunter trifft man den italophilen Chef persönlich an,
und dann kann mehr über ungesundes Essverhalten und das Verbinden von „Bekömmlichkeit“ und
„Schmackhaftigkeit“ fern von Diätplänen erfahren werden. Im Gegensatz zu vielen Trendlokalen
in der Wiener Innenstadt setzt das „Pan e Giardin“ nicht auf schicke Getränke, die von
Kärnten bis Wien seit Jahren ins Sommerprogramm gehören, sondern auf das Bewusstmachen der
Vielfältigkeit italienischer Köstlichkeiten und das Ausprobieren derer. Sommer und
Leichtigkeit ist hier das Stichwort, und die architektonische Erscheinung bietet den idealen
Rahmen für das gastronomische Ziel. Eigentlich ist das „Pan e Giardin“ nur die kleine
Schwester des um die Ecke liegenden „Pan e Wien“, einem Restaurant, das sich ganz der
italienischen Küche verschrieben hat. Beide Lokale befinden sich in einem 1843 von
Baumeister Anton Hoppe errichteten Biedermeierhaus, das ab August 2004 von den Architekten
Frank & Partner umgebaut wurde. Seit Fertigstellung der Bauarbeiten im Mai 2005 sind neben
den beiden Lokalen auch Wohnungen und Büros in der liebevoll und aufwändig renovierten
Liegenschaft untergebracht. Eben diese Einbettung in traditionelle Baustruktur macht das
„Pan e Giardin“ besonders reizvoll für den stadtermüdeten Besucher. Ein aufwändig
gearbeiteter schmiedeeiserner Zaun trennt die urbane Welt von dieser Oase des Genusses, die
durch einen feinen Gastgarten zum Verweilen einlädt. Mit Rücksicht auf den Baumbestand
wurde der Garten im Zuge der Umstrukturierung neu gestaltet, und Ziel der Planer war es,
durch die neue Geometrie dem Freiraum mittels Kiesflächen, Klinker und Sandstein-Platten
französisches Flair zu geben. Der kleine aber sehr feine Indoor-Bar-Bereich ist über ein
Holzpodest zu erreichen, wobei die Bar durch ein Eichenportal betreten wird, dessen
faltbare Türelemente Garten und Bar räumlich verschmelzen lassen. Der Innenbereich
präsentiert sich durch geschmackvolle Möblierung und delikate wie schlichte Details: Die
Wandverkleidung ist ornamentlos mit Nussholz verkleidet, wobei sich die Theke aus Messing
hoheitsvoll von diesem erdigen Hintergrund abhebt. Um den Bar-Charakter zu betonen sind in
den Fensternischen gegenüber der Theke Sitzbänke angebracht, von denen aus der Gast die
Vorgänge in der Küche beobachten kann. Diese Kochnische wiederum besteht aus einem
Nirosta-Element, das von der Schweizer Firma Franke Küchen stammt, und wird durch
Corian-Flächen vervollständigt. Ergänzt und sichtbar für den Besucher wird dieses
Industrieobjekt durch eine Glasvitrine, deren Form auf „Visionen“ des Betreibers Thomas
Edlinger zurückzuführen ist.
Eine Besonderheit des Lokals besteht außerdem in der sensiblen Integration der Decke, die
aus typischen Biedermeier-Gurtbögen besteht und indirekt beleuchtet werden. Alt und Neu
wurde hier geschmackvoll kombiniert, gastronomische Visionen stehen im Gleichgewicht mit
edler Materialwahl der Möblierung. Vorgesehen ist, dass das „Pan e Giardin“ als Sommerlokal
betrieben wird und als Bar-Ergänzung des schon seit fast acht Jahren bestehenden
Restaurants „Pan e Wien“ fungiert. Es ist allerdings zu hoffen, dass diese kleine Perle im
Herzen der Stadt auch im Winter offen steht, um kühler Tristesse herzerwärmende
norditalienische Spezialitäten in architektonisch formvollendeten Rahmen entgegenzusetzen.
Pan e Giardin
Salesianergasse/Ecke Strohgasse, 1030 Wien
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| Bauherr: |
Salesianergasse 23 Verwaltungs G.m.b.H. |
| Planung: |
Andrea Frank |
| Einrichtung: |
Silvestrin + Franke |
| Statik: |
Herbert Endl |
| Baubeginn: |
August 2004 |
| Fertigstellung: |
Mai 2005 |
| Fotos: |
© Robert Marksteiner, Archiv hotel style |
| Text: |
Sandra Knöbl |
Ausstattung:
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| Ausführung der Glaserarbeiten: |
E. Lackinger G.m.b.H. |
| Baumeisterarbeiten: |
Voitl & Co. Bau G.m.b.H. |
Div. Tischlerarbeiten (zertifiziert nach Qualitätsstandard EN ISO 9001:2000): |
Stöllnberger G.m.b.H. |
| HKLS-Planung: |
Solartherm Wärmeanlagen G.m.b.H. |
| Innenausbau: |
Werner Kiem |
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