Ein in kürzester Zeit vorgenommener Umbau in einem Haus
mit langer Geschichte gibt Anlass, das Hotel Auersperg in Salzburg Stadt vorzustellen. Ein
Haus, das mittlerweile in der dritten Generation geführt wird, wobei gerade die Art das
Hotel zu leiten - seit dessen Eröffnung als Pension im Jahre 1959 - unterschiedlichst
gehandhabt wurde.
Die ehemalige Jahrhundertwende-Privatvilla liegt im
altehrwürdigen Salzburger Stadtteil Schallmoos, dessen Kultivierung man schon im
beginnenden 17. Jahrhundert unter der Herrschaft von Erzbischof Paris Lodron1 anstrebte. Um
1870 erbaute der friaulische Valentin Ceconi in der Auerspergstraße eine Privatvilla, die
wiederum 1890 Heinrich Nowak, der Großvater der nunmehrigen Betreiberin, erstand. Seit 1996
führt Bettina Wiesinger in der dritten Generation das traditionsreiche Haus - allerdings
nicht alleine. Drei junge, engagierte Absolventinnen der Fremdenverkehrsschule Klesheim,
alle mit internationaler Berufs- und Lebenserfahrung, unterstützen die Hausherrin seit
Jahren in den unterschiedlichsten Belangen. Das Resultat dieser vielfältigen Zusammenarbeit
ist ein Stadthotel, das neben höchsten technischen Standards ein besonderes Flair
aufzuweisen hat. Schon beim Betreten des Hauses sind die Reisestrapazen vergessen, und alle
Sinne werden, wenn nicht geweckt, so doch stimuliert. Neben einem barocken
Tabernakelschrank laden zeitgenössische Cognac farbene Leder-Fauteuils zum Verweilen,
während sanfte Klänge von Klassik am Morgen bis Jazz am Abend den Raum erfüllen. Wandvasen
mit geschmackvollen Blumenarrangements und große Schalen gefüllt mit Obst verströmen der
Jahreszeit angepasste Düfte.
Neben persönlichem Engagement der Betreiberin und ihren
Mitarbeiterinnen wurde für die Umgestaltung der Hotelzimmer der auf Hotellerie
spezialisierte Architekt Ike Ikrath beauftragt. Die insgesamt 51 Zimmer des Hotels wie auch
der benachbarten Stadtvilla des friaulischen Baumeisters Ceconi wurden erweitert, renoviert
und präsentieren sich in einem Mix, der auf einer Liaison aus alter Bausubstanz, neuestem
technischen Stand, Design und Architektur basiert.
Der letzte Coup der vier Damen wurde von Sandra Aigner, ständiger Mitarbeiterin des Hotel
Auersperg, in Kooperation mit dem Innenarchitekturbüro Atelier 3 - Joachim Riml & Partner
erarbeitet. Resultat ist ein Frühstücksraumkonzept, das auf Flexibilität der Tische und
einer Umstrukturierung des Stüberls beruht. Bekanntlich ist das Frühstücken der „Kick-Starter“
in den Tag und beinahe ebenso wichtig wie diese erste Mahlzeit ist auch der Rahmen, in dem
morgendlich gespeist wird. So galt es, den bestehenden Frühstücksraum komplett zu sanieren
und somit ein neues Möblierungs-, Beleuchtungs- und Farbkonzept zu erstellen. Eine
Verbindungstür zwischen zwei Räumen wurde kurzerhand geschlossen, woraus sich eine neu
integrier- und nutzbare Wand und Platz für die durchgängige Sitzbank aus edlem Nussholz mit
cremefarbenen Lederbezug ergab. Auch die Notwendigkeit von Tischen für 4-6 Personen wurde
hinterfragt und in der neuen Version beinahe ausschließlich auf 2er Tische geändert. Diese
kleine Umstrukturierung in der Wahl der Tischgröße hat große Auswirkung auf die Nutzbarkeit
und Gästefreundlichkeit, da nun jederzeit ausreichend freie Tische zur Verfügung stehen,
die sich außerdem variabel gruppieren lassen. Abgesehen von diesem logistischen Schachzug
wurde die Renovierung des Frühstücksraumes sehr stilsicher durchgeführt: Der
Eichenparkettboden erfuhr lediglich eine Auffrischung, während die gänzlich neue Möblierung
in edlem Nussholz erscheint. Als farbliches Gegenüber präsentieren sich die Wände wie
Sitzpolster cremefarben. Doch nicht nur der im neuen Glanze erstrahlende Frühstücksraum ist
zu erwähnen, sondern auch einige zusätzliche Luxuselemente: Im Hotel Auersperg können
professionellst Seminare für bis zu 12 Teilnehmer veranstaltet werden. Dafür stehen im 30 m2
großen Seminarraum Internetanschluss, gewohnt perfekt designte Macintosh´s plus Beamer zur
Verfügung.
Falls dem arbeitenden Hotelbesucher an heißen Salzburger Sommertagen aber so gar nicht der
Sinn nach verdunkelten Räumen steht, kann jede Besprechung in die grünen Oasen des Hotels
verlegt werden. Eine Terrasse mit Ausblick auf Salzburgs Dachlandschaft und ein
romantischer Garten mit hundertjährigen Bäumen inklusive Teich und Seerosen gehören zum
Hotelangebot im urbanen Umfeld. Man möchte nun meinen, dass das alles beinahe zu perfekt
klingt, und doch irgendwo ein Haken sein muss: Seminarräume, Garten, perfektes Ambiente und
außerdem die bisher nicht erwähnte Sauna plus Dampfbad und Solarium. Vielleicht ist das
Geheimnis, dass 20 Mitarbeiter um das Wohl der Gäste besorgt sind - und 18 davon sind
Frauen.