hotelstyle hotelstyle hotelstyle hotelstyle hotelstyle hotelstyle
ABO MAGAZIN KALENDER PARTNER ARCHIV NEWSLETTER REISEN

< Zurück



Poparchitektur statt weißer Rosen in Athen


Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel
Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel
Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel Fresh Hotel Athens / Bilder: © Archiv Hotel

Während in Wien der Winter schon mindestens einen Fuß in der Tür hat, genießt man in Athen noch immer 28 Grad Außentemperatur. Grundsätzlich also ein guter Grund, um in den hiesigen kühlen Monaten in das historisch beladene Athen zu reisen. Gerade seitdem Athen im Jahr 2004 die Olympischen Spiele veranstaltete, sind im Zentrum unzählige spröd alte, renovierte und neue Hotels zu finden. Vom bunkerartigen Hilton Hotel über kleine Pensionen - die auch mal im Stundentakt Zimmer vermieten - sind alle Facetten der Hotellerie zu finden.

Seit April 2004 ist das Stadtbild um ein weiteres touristisches Mosaiksteinchen namens „Fresh Hotel Athens“ erweitert. Das Hotel liegt äußerst zentral an der Sophocleous & Klisthenous Straße - der bekannte wie beliebte Fleisch- und Gemüsemarkt sind nur 5 Minuten vom neuen Designerhotel entfernt, wie auch das „chinesische Viertel“, wo Waren der Kategorie Allerlei direkt am Trottoir feil geboten werden, und auch das „In-Viertel“ Psirri ist in Gehweite. Die direkte Nachbarschaft des Fresh Hotel ist an sozialer Dichte und städtischer Sinnesüberflutung kaum zu überbieten, und das Hotel macht sich wie ein rosaroter Kaugummi inmitten von Tsatsiki aus.
Die Architekten Zeppos Tasos & Georgiadis Eleni versuchten, mit diesem Hotel ganz bewusst eine neue Hotel Ära in Athen einzuläuten. Ausgangspunkt für das Fresh Hotel war ein 1976 gegründetes Hotel, ohne spezielles Angebot. In Rekordzeit wurde ab September 2003 das alte Bauwerk bis auf das Fundament ausradiert und in nur 8 Monaten in entschlackter und neu definierter Form errichtet. Besonders vermeiden wollten Planer und Hoteliers die Entstehung eines weiteren Philippe Starck Hotels. Sie wollten vielmehr konsequent - und mit brutal formuliertem „Pop-Minimalismus“, Liebe zu Detail und Qualität - alle Räume des Hotels geschmackvoll und neuartig entstehen lassen.
Schon von weitem signalisiert die Fassade, dass sich in diesem den Gästen gewidmeten Haus griechisch Atypisches verbirgt. Mittels schlichter Formgebung im Gesamten und poppiger Farbakzente an den Balkonen wie im Rezeptionsbereich, die durch die großflächigen Fenster im Erdgeschoß auf die Straße blitzen, versucht man vor allem junge, oder jungdenkende, weltgewandte Gäste anzusprechen. Egal ob der Gast Geschäfts- oder Urlaubsreisender ist - die Infrastruktur des Hauses geht mittels spezieller Seminarräume aber auch Fitnessbereiche auf die unterschiedlichsten Besucher-Ansprüche ein. Schon in der zwei Ebenen umfassenden Lobby wird der Gast auf die eigenwillig bunt-minimalistische Formensprache des Hotels eingestimmt. Die Rezeption wird durch pinke Glasscheiben baulich definiert, zum Genießen von Drinks steht die so genannte Orange Bar zur Verfügung, und vor einer tiefschwarzen Wand kann man am designten Kaminfeuer entspannen (falls man im winterlichen Athen zu Gast ist). Entschließt man sich nicht mittels Lift das Zimmer zu erreichen sondern sportlich in die diversen Geschoße vertikal zu joggen, so darf man dies auf edlen schwarzen Marmortreppen tun. Im Mezzanin angelangt findet sich die Fitness-Suite, die sich aus einem Gym, Sauna und Dampfbad zusammensetzt. Ein Stockwerk höher wird im Magenta-Restaurant den lukullischen Reizen gefrönt. Die Farben Weiß und Pink dominieren hier die bewusst cool formulierte Möblierung und macht schon beim Frühstück Stimmung. Ab dem nächsten Stockwerk sind die folgenden Ebenen, bis auf das letzte Geschoß, ausschließlich den 133 durch subtilen Luxus betörenden Zimmern vorbehalten. In den schlicht designten Räumen dominieren großflächige Möbel, edle Materialien und vor allem wohl inszeniertes Einsetzen von ausgewählten Lichtquellen. Die Architekten haben sehr bewusst einfach geformte und in ihrer fragilen Schönheit variierende Beleuchtungskörper eingesetzt und dafür italienische Spitzenprodukte von Minotti bis Martinelliluce gewählt. Die Grundbeleuchtung übernehmen schlichte Lampen von Santa & Cole, während Artemide für die ausgefallenere Beleuchtung über den Betten verantwortlich zeichnet.

Zur Abrundung des Gesamtkonzeptes findet sich auf der Holz beplankten Terrasse ein glitzernder Pool mit Barbetrieb und Ausblick auf die Akropolis, im oberen Stockwerk Seminarräume mit neuester Bürotechnologie sowie ein Limousinenservice samt Tiefgarage.

Mehr gibt es in der Printausgabe!
Nur ein Abonnement sichert Ihnen einen regelmäßigen und sicheren Bezug!


Fresh Hotel Athens

Sophocleous/Klistheneous St. 105 52 Athens/GR

Bauherr: Athinaikes Diakopes SA (Athens Holidays)
Planer: Zeppos-Georgiadis & Associates
Planungsbeginn: Februar 2003
Bauzeit: 8 Monate
Fertigstellung: April 2004
Fotos: © Archiv Hotel
Text: Sandra Knöbl

< Zurück