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Asien kräftig gemixt!


Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl
Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl
Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl Restaurant Sa Vánh / Bilder: © Josef Hartl

Fernöstliche Klänge machen sich schon lange auf unterschiedliche Weise in der Wiener Gastronomie bemerkbar - vor allem im innerstädtischen Bereich. Was aber erwartet den Gast, wenn er sich, lukullischen Lockrufen folgend, über die Donau begibt? Das neu eröffnete Restaurant Sa Vánh in der Wiener Donaucity präsentiert Asien in einem außerordentlich kräftigen Stil-Mix: Multi-Kulti als Konzept-Essenz!

Fernost ist trendy. Pflastern doch mehr oder weniger authentische Lokalitäten den urbanen Boden. Doch nicht allzu viele können atmosphärisch wie kulinarisch nachhaltig überzeugen. Dass Authentizität auch durch die Vielfalt von Einflüssen entstehen kann, ist im Sa Vánh hautnah zu erleben.
Wer suchet, der findet (hoffentlich). Denn es braucht als ortsunkundiger Gast ein wenig Glück, aus den Tiefen der Garagen ans Tageslicht und zudem zum richtigen Eingang des Sa Vánh zu gelangen. Bei allzu langem Herumirren sei ein besonderer Service des Restaurants empfohlen. Das Personal empfängt auf Wunsch bereits in der Parkgarage und übernimmt das Auto sowie das Navigieren des Gastes ins Lokal: Eine geschwungene Treppe im Strabag-Haus führt zu einer riesigen Metalltüre mit eindeutigem Clubcharakter. Sie vermittelt einen Hauch von Exklusivität, der auch im großzügigen Empfangsbereich zu spüren ist. Die Begrüßung ist ungewöhnlich: Elegant gewandete Schaufensterpuppen säumen den Weg in den Speiseraum.
Panoramablick und Schauküche: Die Wahl des Sitzplatzes fällt im Sa Vánh nicht leicht - man findet zu viele nette Plätze, gesellige und auch ganz intime. Die beiden unterschiedlich gestalteten Speiseräume sind architektonisch sehr offen und entlang großer Panoramafenster angelegt. Im vorderen Dinnerraum gruppieren sich zwischen hellen Säulen gemütliche Sitzgruppen mit schwarzen Leder- und Korbsesseln. Der zweite Dinnerraum besticht durch weiße halbkreisartige Sitznischen, die viel Intimität vermitteln. Gegenüber ist das Herz des Restaurants platziert: Die große und übersichtlich gestaltete Schauküche. In diesem Essbereich fühlt man sich als Gast besonders gut aufgehoben. Denn schließlich fördert der Blickkontakt mit dem Chefkoch samt Kochtöpfen den Appetit und das Vertrauen in die Kochkunst. Der wie das gesamte Restaurant mit ostindischem Palisander gestaltete Thekenbereich folgt klaren geraden Formen, die mit den Inselrundungen spannend korrespondieren. Violett-rote Vorhänge rahmen hier einen wunderbaren Blick auf die umliegende Towerlandschaft. Stilvielfalt auch vor den Glasscheiben und ein Querschnitt von einigen Jahrzehnten Architektur: Je nach Sitzplatz blickt man unter anderem auf die UNO-City, das Austria-Center oder den Millenniumstower.

Asienelemente als I-Tüpfelchen: Der Objekt-Tischler Josef Hartl, ein Spezialist für Design in Gastronomie und Hotellerie, schuf hier eine gelungene Kombination aus Eleganz und asiatischen Elementen. Eine heimelige Atmosphäre, in der es sich bestens genießen lässt. Die asiatische Stimmung des Lokals wird in leisen Tönen transportiert, und die einzelne Dekore wirken wie ein I-Tüpfelchen auf dem Konzept: So lächelt ein einsam sitzender dickbäuchiger Buddha an der Seite der Sitzbank weise und zuversichtlich zur Küche. Diese offeriert eine kulinarische Reise (auch) in eine ferne Welt. Bodenständiges wie Zander auf Kartoffelsalat findet sich auf der Karte ebenso wie exotische Verführungen. Bei der Licht- und Musikgestaltung setzt man ebenfalls auf Vielfalt: Untermalt wird die charmante Stimmung durch bewusst dezente und individuell gestaltbare Lichtquellen. Im Bar- und Loungebereich herrscht Entspannung bei Rot-Orange. Die großzügige Bartheke lädt ein zu einem Drink, bei weiteren Versuchungen lässt man sich besser in einem der schwarzen Clubsessel nieder. Und entschwebt bei asiatisch-sphärisch Klängen in Richtung Nirwana. Bis einen dann aber irgendwann rhythmische Mainstream-Musik doch wieder auf den Boden des Alltags zurückholt: Zeit zu Gehen!
Die nette asiatische Garderobendame lädt beim Abschied ein: After Work Lounge. Every thursday! Good luck für all jene, die es von den umliegenden Towers nicht allzu weit haben, um der Arbeit mit Buffet, Cocktails, Music & More zu entfliehen.

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Restaurant Sa Vánh

Donau-City-Straße 9 A-1220 Wien

Planung: Tischlerei Josef Hartl, Kirchberg ob der Donau
Eröffnung: Soft Opening Herbst 2005
Fotos: © Josef Hartl
Text: Gudrun Gregori

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