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Sandwich, Farbkontrast und mehr


Cafecafe / Bilder: © rendel & spitz Cafecafe / Bilder: © rendel & spitz
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Cafecafe / Bilder: © rendel & spitz Cafecafe / Bilder: © rendel & spitz

In Köln, im Belgischen Viertel, wurde ein gastronomisches Konzept umgesetzt, dessen Gestaltung eine stimmige Atmosphäre zum Qualitätsanspruch der Gastronomen und zur gesunden Ernährung schaffen soll. Das Lokal cafecafe ist als Imbiss-Gastronomie mit dem Schwerpunkt auf frisch zubereitete Speisen und Getränke mit hohem Qualitätsanspruch konzipiert. Seit der Eröffnung im vergangenen Jahr wird dieses Konzept vor allem durch “einfache, günstige und sehr leckere Snacks” angenommen, die sowohl im Lokal verzehrt oder mitgenommen werden können.

Vorgabe für die Gestaltung durch die Architektinnen Dorothee Spitz und Anke Landsberg aus Köln war es, ein Umfeld zu schaffen, das ein gesundes und frisches Klima für ebensolche Produkte bietet: licht, hell, freundlich. Als ersten Schritt setzten die Architektinnen eine Farbpalette von Sonnengelb, Grasgrün und Poplila ein. Als Hintergrund für den effektvollen Einsatz dieser Farben dienen Creme und Grau, wobei Eichenholz Wärme in den Raum bringt.
Das Herzstück der Bar ist die Theke. Hier kommt die gesamte Farbpalette in Form von unterschiedlich breiten Streifen zum Einsatz, die Bezug zum Logo der Bar nehmen. Die Theke erstreckt sich bis in die Tiefe des Raumes und führt hin zur hinteren Sitzecke am rückwärtigen Hoffenster mit Südsonne. Die ursprüngliche Zweiteilung des Bestandes in Verkaufsraum und Hinterzimmer ist heute noch am unterschiedlichen Boden ablesbar. In der hinteren Hälfte sind dies aufgearbeitete Dielen. Der vordere Raum war mit einfachen Fliesen bestückt, die bei der Umgestaltung lediglich mit einem bodentauglichen grauen Anstrich versehen wurden. Grau ist auch die Farbe des eingestellten länglichen Körpers, der Küche und WC vom Gastraum abteilt. Ein hinterleuchteter Rücksprung an der oberen und hinteren Kante unterstützt hier den Eindruck des eingestellten Blocks. Die Längswand des Blocks bietet auf einer Tiefe von 35 cm verschachtelte Hohlräume unterschiedlicher Größe und beherbergt wechselweise an der Vorder- oder Rückseite Regale, Waschbecken, Elektroinstallationen, Schränke und Ähnliches. An der gegenüberliegenden Längsseite des Raumes ist das lange grasgrüne Kühlregal mit Getränken und verpackten Sandwichs und Salaten zur Selbstbedienung positioniert. Dieses Objekt ist ebenso wie die Theke eine Anfertigung vom Tischler, die ihre Oberflächen vom Autolackierer erhalten hat (Poplila ist tatsächlich die Bezeichnung der Farbe eines VW-Busses aus den 1970ern). Alle fest installierten Tische und Bänke sind aus massiver Eiche mit schlanken Gestellen aus Stahl gefertigt. Ausnahmen sind nur die beiden Stehtische vor den Fenstern: Ihre U-Form bietet eine verbesserte Stabilität, wobei die Tische mit herausnehmbaren Stiften im Boden verankert sind. Diese bewegliche Ausführung erlaubt im Sommer die komplette Öffnung der Fensterfront. Der sommerliche Eindruck vom cafecafe wird von der grünen Markise – die nur aus optischen Gründen montiert wurde und für die Beschattung nicht wirklich erforderlich ist – Pflanzen und einer Außenbestuhlung in Teak unterstützt. Trotz der schattigen Lage an einer wenig einladenden dreispurigen Straße mit S-Bahn ist die Außengastronomie gut besucht.


Cafecafe

Aachener Straße 45, Köln/D

Bauherr: Felix Charpey und Jan Lindert, Köln
Projektgemeinschaft Dorothee Spitz
und Anke Landsberg, Köln
Nutzfläche: 53,5m²
Sitzplätze: 29
Planungszeitraum: Juli bis Dezember 2002
Bauzeit: Oktober 2002 bis März 2003
Fotos: © rendel & spitz
Text: Walter Laser

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