Der Achensee ist als größter natürlicher See in Tirol
Anziehungspunkt für den Tourismus, eingebettet in das Rofan- und Karwendelgebirge, umgeben
von einer einzigartigen Gebirgskulisse. In dieser fast schon klischeehaft anmutenden
Landschaft entstand mit dem Um- und Zubau des „Hotel Fürstenhaus“ ein großzügiges Refugium
für Menschen, die das Besondere suchen.
Aus dem geschichtsträchtigen „alten“ Fürstenhaus, in dem auch
schon Kaiser Maximilian I. seine Erholung gefunden hat, wurde innerhalb von einem Jahr und
4 Monaten ein 4-Sterne-plus-Hotel mit insgesamt 120 Zimmern und Suiten zwischen 25 und 81
Quadratmetern. Hier trifft Tradition auf den unverzichtbaren, in großen Dimensionen
verwirklichten Komfort der Moderne. Die Architekten Pedrini-Aufschnaiter haben ihr Konzept,
das Hotel der Natur, und damit vor allem dem See, näher zu bringen, vielfältig umgesetzt.
So endet der langgestreckte 3-geschoßige Bau direkt über dem Wasser. Zahlreiche Zimmer
orientieren sich zum See, allesamt mit Balkon ausgestattet, von wo aus der Gast die
wohltuende Bergluft genießen kann. Holz dominiert dabei die Struktur der
Balkonkonstruktionen und Geländer, als Pendant dazu geben im Erdgeschoß raumhohe
Verglasungen dem ganzen einen leichten Charakter. In diesem überhöhten Bereich sind die
allgemeinen Räumlichkeiten untergebracht: Rezeption, Lobby, Restaurant, Lounge, Wellness.
Die Zimmer verteilen sich über drei Geschoße und sind beidseitig entlang eines Mittelganges
angeordnet, sie zeichnen sich in ihrer Ausstattung durch eine harmonische Zurückhaltung aus.
Generell wurde bei der Innenausstattung zwischen dem Bestandshaus und dem Neubau
differenziert, und doch lässt sich eine farblich abgestimmte Linie verfolgen, die beides zu
einem Gesamtkonzept vereint. Im renovierten Altbau stehen drei Veranstaltungsräume für bis
zu 120 Personen zur Verfügung, die Feierlichkeiten, Tagungen und Bankette in einem
gediegenen Ambiente bieten. Der angrenzende Restaurantbereich erweitert sich über eine
Terrasse hin zum See. Überall im Hotel verteilt laden Ruheräume mit offenen Kaminen zum
Verweilen ein.
Im Mittelpunkt der Anlage steht jedoch die im Neubau untergebrachte 3.000 Quadratmeter
große, lichtdurchflutete Wellness-Oase. Hier wird dem Gast jeglicher Erholungskomfort durch
ein reichliches und zugleich auch vielfältiges Ambiente geboten. Neben dem beheizten
Innen- und Außenpool gibt es auch ein Außenwhirlpool mit Blick auf den Achensee, einen
Tropical-Rain-Wasserfall, eine Finnische Sauna, Tiroler Schwitzstube, Bio-Sauna und eine
Sole-Grotte. Dabei findet der Werkstoff Holz (Hemlock geölt) des Öfteren Einsatz als
Wandverkleidung, abwechslungsreich gestaltet mittels horizontaler Ausrichtung, dazwischen
befinden sich Streifen aus Mahagoni-Holz.
Durch Licht inszenierte Einzelbecken des Trinkwasser- bzw. Eisbrunnens sind - mit dunklem
Kunststein verkleidet -Blickfang innerhalb der im Gesamten hellen Gestaltung des
Saunabereiches, der mit rein künstlichen Lichtquellen auskommen muss, da er im Untergeschoß
liegt. Die Fußbecken stehen von allem anderen abgesetzt in der Raummitte, bilden neben den
Brunnen ein Ensemble zur Differenzierung.
Integriert in das Ganze ist der Ruhebereich mit 1.000 Quadratmeter, der durch seine
Raumhöhe zum genussvollen Blick auf den See und dem Bergpanorama ringsum einlädt. Um eine
positive Akustik zu erreichen sind dafür an der Decke Elemente aus „Heraklith“ angebracht.
Innerhalb des Ruhebereiches gibt es neben den Standardliegen auch, räumlich etwas
abgetrennt, Wasserliegen zur Entspannung.
Ein anspruchsvolles Programm für Beauty und Seele mit Massagen, Bädern, Körperpackungen,
Ayurveda-Anwendungen und Thalasso komplettiert das Verwöhnangebot. Auch der Fitnessbereich
lädt zur aktiven Entspannung ein. Ein mit einem Schwingboden versehener Kursraum dient
eigens für Aktivitäten wie zum Beispiel Yoga, Stretch und Relax, Qi Gong. Daneben gibt es
einen Cardio- und Fitnessraum, Fitness-Check-Raum, Solarium und Personal-Training.
Für die kreative Wandgestaltung vor allem im Wellnessbereich ist die Künstlerin Patricia
Karg verantwortlich. Die von ihr gesetzten Farbakzente bilden gemeinsam mit in Orange
gefärbte Stützen einen warmen Kontrast zu den ansonsten in Sandtönen einheitlich gehaltenen
Fliesen des Fußbodens.
Das Gesamtkonzept des Hotels verspricht viel Erholung in einer einmaligen Umgebung. Bei der
Auswahl des Betreibers wurde besonders darauf geachtet, ein professionelles Management mit
der Führung des Hotels zu betrauen, um in der alpenländischen Erholungs- und Sportregion
frische Impulse zu setzen und deren Image zu fördern. Mit dem Team der renommierten
deutschen Tourismusgruppe Travel Charme ist dies gelungen. Ein Bild von all dem kann sich
nun der Gast selbst machen.
Drei Jahre sind verstrichen, seit sich das Atelier Architekt
Bernhard Bügelmayer ZT GmbH „Panorama“ zum Thema machte und die ersten Skizzen für einen
skulpturalen Solitärbau neben dem Messegelände zu Papier gebracht wurden. Sowohl im
Zusammenhang zur Stadt, zur Natur und zu den Menschen stehend, stellt der Baukörper ein
zweiteiliges Volumen dar. Ein zweigeschoßiger, sich in der Waagerechten ausdehnender,
kantiger Baukörper dient als Empfangsbau und steht im Bezug zum umliegenden Stadt- und
Straßenraum, während ein elliptisches, gläsernes Volumen hoch in den Himmel ragt. Im
elliptischen Baukörper befindet sich das 4-Stern-Hotel Four Points by Sheraton, dem Gert
Prantner, einer der wohl bekanntesten Hoteliers der Branche(*), als geschäftsführender
Gesellschafter voransteht.
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Hotel „Fürstenhaus“
A-6213, Pertisau 63 |
| Eigentümer und Bauherr: |
TIWAG - Tiroler Wasserkraft AG |
| Planung: |
Pedrini-Aufschnaiter |
| Mitarbeiter: |
Christian Böck, Tina Hörmann, Massimo Gardetto |
| Statik: |
Hydro Engineering |
| Grundstücksfläche: |
13.646,32m² |
| Bebaute Fläche: |
3.388,27m² |
| Umbauter Raum: |
26.784,10m³ |
| Planungsbeginn: |
Herbst 2003 |
| Bauzeit: |
16 Monate |
| Fertigstellung: |
31. 7. 2005 |
| Fotos: |
© Eichholzer [TIROLERIN] und Travel Charme Hotels & Resorts/Berlin |
| Text: |
Michaela Haller |
Ausstattung:
|
Fliesenlegerarbeiten (Bäder, Stiegenhaus): |
FiFex G.m.b.H. |
Schwimmbad und Nassraumisolierung: |
Erfurth Spezialbau G.m.b.H. |
| Bodenbeläge, Teppiche: |
Home |
Hotelmanagement-, & Restaurantsystem Micros-Fidelio: |
Hugin Sweda |
| Bautischler Innentüren: |
Johann Huter & Söhne |