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Vier neue Sterne am Wellnesshimmel


Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa
Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa
Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa Hotel und Spa/Therme Laa / Bilder: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa

Auch wenn der Trend zu Wellness und Entspannung ungebrochen scheint: Wer im Wettbewerb bestehen will, braucht innovative Konzepte. In Laa an der Thaya hat man deshalb weder Kosten noch Mühen gescheut, um die heiß umworbene Gästeklientel im jüngst eröffneten 4-Sterne-Hotel rundum bei bester Laune zu halten.

Therme mit Privatsphäre: Sechzig Autominuten vom nördlichen Wien entfernt, präsentiert sich seit November ein Hotel der etwas anderen Art als kontrastreicher Landmark zum idyllischen Weinviertel. Prädestiniert für alle jene, die sich von „Wellness“ und „Spa“ etwas mehr erwarten als die gemeinschaftliche Nutzung von Saunaeinrichtungen und Badebecken. Das Hotel Therme Laa Superior bietet Erholung für Körper, Geist und Seele und nicht zuletzt auch für das Auge. Denn das renommierte Architekturbüro Holzbauer & Partner unter der Führung von Wolfgang Vanek schuf ein außergewöhnliches Design, das in dieser Gegend seinesgleichen sucht.
Das viergeschoßige 4-Sterne-Hotel bietet insgesamt 122 Zimmer und Suiten, allesamt mit einer Mindestgröße von 30 m2 und Balkon ausgestattet, ein Gäste- und A´la carte-Restaurant sowie einen eigenen Seminarbereich. Der Hotelkomplex ist der öffentlichen Tagestherme angeschlossen, die seit rund drei Jahren als innovative Oase für Erholung, Entspannung und Freizeitgestaltung fungiert und bisher rund eine Million Tagesgäste anlockte. Doch das Thermenangebot wird nicht jeder nützen wollen. Denn ganz exklusiv genießen Hotelgäste die Vorzüge eines eigenen Hotel-Spa-Bereichs im Erdgeschoß. Die Anlage bietet Indoor-Thermenpool, eine edle Sauna-Landschaft (Finnische Sauna, Kräuter-Saunarium und Dampfbad), Ruheräume und einen Freiluftbereich samt Whirlpool. Der Gast erlebt so individuelles Wellness-Feeling abseits des großen Thermenrummels.

Schwung und Sinnlichkeit: Das Architektenteam erhielt den Auftrag, das Projekt von der ersten Entwurfsphase an mitzugestalten. „Die Chance, alles aus einer Hand bis ins Detail zu planen, bekommt man nicht allzu oft. Wir haben die Herausforderung mit großer Freude angenommen und mit dem Bauherren hervorragend zusammengearbeitet. Ich denke, die Atmosphäre ist daher im Haus auch eine besonders stimmige“, zeigte sich Architekt Vanek bei der Hoteleröffnung am 17. November vom Ergebnis rundum zufrieden. Das Motto des Konzeptes lautete: „Raumerlebnis und Materialität“. Auf das viel strapazierte asiatisch-puristische Wellness-Ambiente im klinischen Reinweiß wurde daher gänzlich verzichtet, stattdessen setzte man innen wie außen auf warme Farben, sinnliche Oberflächen und erhabene Materialien. Bewusst vermieden wurde eine stiefmütterliche Behandlung der Spa-Einheiten, die allzuoft im Sockel- oder Untergeschoß eines Hotels untergebracht sind. Die Planer nützten hier die seltene Möglichkeit, ein Konzept entlang den beiden Ufern eines Baches zu entwickeln. Die geschwungenen Gebäudeeinheiten Hotel und Spa schmiegen sich harmonisch aber markant in die sanften Hügel des Weinviertels. Die verglasten Fronten erlauben Einblicke in die Restaurants, die Lobby, die Lounge-Bar und die Rezeption: Eine Einladung an alle Vorbeispazierende, doch einfach einzutreten und hier Gast zu sein. Die formale Zusammengehörigkeit der beiden Baukörper wird durch eine spektakuläre frei schwebende Holz-Glas-Brücke, dem so genannten „Bademantelgang“, im ersten Obergeschoß als verbindendes Element verstärkt. Sie ermöglicht den „Walk of Wellness“ in exotisch wohlriechender Atmosphäre.

Holz fürs Wohlbefinden: Beim Betreten des Hoteleingangs empfängt eine braune lederbespannte Rezeption und ein großzügiger Barbereich. Im Zusammenspiel mit den braun-goldenen Nussholzverkleidungen wird hier Wohlfühlatmosphäre erzeugt, der Gast beim ersten Kontakt zum bewussten Entspannen animiert. Als eine besondere gestalterische Herausforderung erwies sich der thematische Bezug zum Weinviertel. Umgesetzt in Form einer Vinothek, eines Weinraums und des Restauranteinganges, der als „Weingang“ gestaltet wurde. In diesen Bereichen dominiert ebenfalls Nussholzmaterial, die reliefartig ausgebildeten Wandverkleidungen erinnern an Steinwände. Der Gast kann hier gustieren, probieren oder sich auch einen besonders guten Tropfen für zu Hause aussuchen. Nussholz vermittelt einladende Stimmung auch in den beiden Restaurants für Haus- und A´la carte-Gäste, sowie im großen Foyer des Seminarbereiches.
Bei den Zimmern hat der Gast die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Designlinien: dem Typ Birke - Birkenholzmöbel mit elegantem Nussholzboden, oder dem Typ Walnuss - Nussholzmöbel mit hellem Ahornboden. Ein kräftiger Schuss Farbe bringt Gemütlichkeit - die Möbelstoffe sind in Rot oder Orange gehalten. Die offene Atmosphäre lädt zum Verweilen ein, und in den edlen und großzügig gestalteten Badezimmern wird selbst Zähneputzen zur Entspannungseinheit. Die mit Lerchenholzlamellen versehenen Balkonfronten samt Schiebepaneelen ermöglichen individuelle Beschattungsmöglichkeiten, was ein abwechslungsreiches und spannendes Fassadenbild ergibt.
Relaxing pur: Wer außerhalb des Zimmers relaxen will, gelangt über die „Bademantelbrücke“ in das Zentrum des Spa-Baukörpers, der Vitalbar. Hier verwöhnen Vitalsnacks und Erfrischungen. Von dort kann man direkt den zweigeschoßigen Indoorpool-Bereich begehen, über das zentrale Stiegenhaus zum Saunabereich sowie zum Spa-Relax mit den Behandlungsräumen gelangen oder vorbei am Fitnessbereich die Therme besuchen. Der spitz zulaufende Grundrisszuschnitt, welchem auch die Form des Thermalwasser-Pools folgt, gibt dem Raum eine eigenen Note. Die abgehängte Liegeterrasse im Obergeschoß folgt ebenfalls der gekurvten Form des Baukörpers. Noch dramatischer wird der Grundriss für den Betrachter in der Spa-Außenruhezone „Frische“ zugleich Außenbereich und Fortsetzung des Saunabereiches - erlebbar. Hier löst sich der Baukörper in einer Pergola-Konstruktion auf, die mit textilen Bespannungen versehen ist. Das von der Pergola gerahmte Terrassenfeld und der Outdoor-Whirlpool sorgen für ein ausgiebiges Relaxen in frischer Luft. „Das Motto des Hotels lautet: Einschalten statt Abschalten. Der Gast soll hier seine Sinne öffnen und diese bewusst wahrnehmen, Neues aufnehmen und Kraft tanken“, wünscht sich die General Managerin des Hotels, Bettina Spies. Dementsprechend architektonisch und angebotsmäßig durchdacht wurde auch der Schönheitsbereich. Von einem lichtdurchfluteten Wandelgang rings um ein eingeschnittenes Atrium werden die einzelnen Beauty-Treatments begangen. Im Vordergrund stehen warme Materialien. Nussparketts und Stuccolustro-Wände in den Behandlungsräumen bieten ein harmonisches Ambiente. Ein besonderes Zuckerl gibt es für all jene, die sich auch während der Massage nicht von ihrer Begleitung trennen wollen: Im luxuriösen Behandlungsraum „Twin-SINN“ erlebt man „Zeit zu zweit“. So lässt sich jeder Moment (auch optisch) wahrlich doppelt genießen.
Fazit eines Aufenthaltes im Hotel Therme Laa Superior: Vier wohlverdiente Sterne - vor allem auch für das engagierte Architektenteam!

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Hotel und Spa/Therme Laa

A-2136 Laa a. d. Thaya, Thermenplatz 1

THL Therme Laa a. d. Thaya
Projektentwicklungs- und
Errichtungs Ges.m.b.H.
Holzbauer und Partner Ziviltechniker
Ges.m.b.H., Wilhelm Holzbauer,
Fritz Kaufmann, Egon Türmer unter
der Leitung von Wolfgang Vanek
Ulla Ristig, Alexander Fend, Ekki
Gassner, Ralf Baumann
Statik: Rinderer und Partner, Aste Konstruktion
Grundstücksfläche: 24.180m²
Bebaute Fläche: 5.826m²
Planungsbeginn: August 2003
Bauzeit: April 2004 bis Oktober 2005
Fertigstellung: Ende Oktober 2005
Fotos: © Wolfgang Vanek, Therme Laa-Hotel & Spa
Text: Gudrun Gregori

Ausstattung:

Systemkarten: Harald Georg Uhl G.m.b.H.
Fritz Fürst G.m.b.H.
Hugin Sweda
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