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Castellani


Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa
Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa
Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa Castellani Parkhotel in Salzburg / Bilder: © Anna Blau / Michael Rzepa

Nach knapp einem Jahr Umbau hat im Juni 2003 das Castellani Parkhotel in Salzburg seine Türen geöffnet. Der bestehende Hotelkomplex mit seiner historischen Bausubstanz wurde grundlegend saniert, modernisiert und mit moderner Architektur und kreativem Design verschmolzen: Eingerahmt vom Baumbestand des 8.000-Quadratmeter-Parks ist im Herzen Salzburgs ein exklusives Design-Hotel entstanden.

Die Architekten Scheicher haben das in der Alpenstraße gelegene, bestehende Hotel “Kasererhof” neu entwickelt, geplant und mithilfe der Wüstenrot Versicherungs AG realisiert. Für den Neubau-Teil wurde ein Gutachterverfahren ausgeschrieben, das von den Architekten Gohm & Hiessberger aus Feldkirch gewonnen und in weiterer Folge so gebaut wurde. Der reizvolle Kontrast dieses Entwurfs - eine kubische Gebäudeform mit einer innen liegenden Ellipse - lässt das Tageslicht vom Dachgeschoß bis ins Erdgeschoß fallen. Die Zimmerflügel haben die Architekten ansprechend verschoben und die einzelnen Zimmer mit dem Park durch große Fenstertüren verbunden, die viel Licht und Luft in die Räume dringen lassen.

Auch die Inneneinrichtung steht im Spannungsfeld zwischen historischen Gebäuden und moderner Architektur. Dieser Herausforderung ist der Salzburger Architekt Georg Scheicher, der für das Interior Design verantwortlich zeichnet, mit Materialien begegnet, die an die verschiedenen Gebäude angepasst sind: Im leicht biedermeierlichen Altbau herrscht heimische z. B. Kirsche vor und wird mit Leuchten mit reduzierten und dennoch leicht nostalgisch anmutenden Lampenschirmen ergänzt. Die noble Note wird durch den Einsatz broschenartig situierter Möbelgriffe in Nickel erreicht. Im Neubau ist die Formensprache in den Zimmern reduzierter. Dafür kamen besonders edle Holzarten zum Einsatz, die flächenhaft fast wie Bilder im Raum wirken. Besonders das verwendete Apfelholz mit seiner lebhaften Struktur und seinem ausgeprägten roten Farbton gibt den Zimmern Wärme und Festlichkeit. Die Wertigkeit wird auch in den Neubauzimmern durch den gezielten Einsatz von Glanzpunkten in Nickel an Betthaupt und Schränken unterstrichen. Das dunkle Nussbaumholz nimmt den Farbton der Türen auf und rundet den Gesamteindruck ab.

Der gezielte Einsatz edler Hölzer prägt auch die Konferenzebene. Die vier Konferenzräume sind nach vier Partnerstädten Salzburgs benannt, Verona, Dresden, Reims und Vilnius. Durch ausgefeilte Gestaltungsmittel erinnert das Raumgefühl an die jeweilige Partnerstadt. Für den Tagungsraum Verona wurde als typisches Holz das stark strukturierte Olivenholz verwendet, das zusammen mit leicht bläulichen Rottönen für italienische Impressionen sorgt. Der Raum Dresden ist in deutscher Eiche gestaltet und mit Gelb abgerundet, für die Wandvertäfelung im Raum Vilnius wurde Birke gewählt. Dies weckt Assoziationen an den borealen Wald und sorgt zusammen mit den hellblauen Farbtönen für eine eher nordische Atmosphäre. Im Tagungsraum Reims schafft das verwendete Nussbaumholz zusammen mit der Farbe Elfenbeingelb das Gefühl, in der Champagne zu sein. Abgerundet wird die Konferenzebene mit zeitgenössischen Gemälden der in Salzburg geborenen Künstlerin Eva Wagner.

Halle und Bar wiederum wurden mit rot-weiß gesprenkeltem Marmor ausgelegt, eine Reminiszenz an den heimischen Adneter Marmor. Zusammen mit den rotbraunen Lederfauteuils, den geradlinigen Wandverkleidungen aus Kirschbaumholz und dem ellipsenförmigen, freistehenden Receptions- und Barkörper ist das Entree gleichermaßen architektonisch interessant und einladend. Über wenige Stufen erreicht man von der Halle aus die Bibliothek, die das ganze Jahr über einen Ort der Ruhe bietet. Mit der ziegelroten Wandfarbe und den schokobraunen breiten Ledersesseln lädt die Bibliothek zum Schmökern ein.

Insgesamt stehen im Castellani nun 137 komfortable Doppelzimmer und 15 luxuriöse Suiten für einen angenehmen und erholsamen Aufenthalt zu Verfügung. Edle Kirsch-, Apfel- und Nusshölzer, hochwertige Stoffe und lederbezogene Sessel und Stühle schaffen eine elegante und luxuriöse Wohnkultur. Jedes Gästezimmer ist mit zwei Telefonen, Internetzugang, Farbfernseher, Minibar und Safe ausgestattet, wobei der Großteil über individuell regelbare Klimaanlagen und Heizungen verfügt. Als Reminiszenz an die Kulturstadt Salzburg sind alle Zimmer und Suiten mit Fotografien der Stadt dekoriert, die gekonnt mit Szenen aus der Freiluftaufführung des “Jedermann” auf dem Domplatz kombiniert sind. Die so entstandenen Kompositionen des Salzburger Fotografen Fritz Haseke sind einzigartig. Die Parkhotel-Suiten im Penthouse des Neubaus haben Terrassen, die im Sommer mit edlen Teakholzsesseln möbliert werden. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf den Kapellenhof, die über 400 Jahre alte Linde und die nahe gelegenen Hausberge. Zwei Landhaus-Suiten im ältesten Teil des Herrenhauses laden mit ihren offenen Kaminen und großzügigen Räumlichkeiten zu längerem Verweilen ein. Ebenfalls im Herrenhaus befindet sich der Fitnessbereich mit Dampfbad, Solarium, Ruheraum und Life-Fitness-Geräten und bietet mit seiner großzügigen Verglasung einen schönen Ausblick auf den Park.
Kulinarisch verwöhnt werden die Gäste im Castellani mit erstklassiger und vielfältiger Gastronomie in den Restaurants Eschenbach und Salieri. In stilvoller Atmosphäre und bei exzellentem Service bleiben von klassisch österreichischen Spezialitäten bis zu euro-asiatischer Küche keine Wünsche offen. Die drei Salons im Restaurant Eschenbach, jeder dezent variierend eingerichtet, stehen dabei ganz in der kulinarischen Tradition feiner, regionaler Spezialitäten. Im Sommer ist die Süd-Terrasse, mit Blick auf den Lindenhof und auf die 400 Jahre alte Linde, ein Platz an der Sonne oder im lauschigen Kerzenlicht. Im Abendrestaurant Salieri herrscht eine feine und vielfältige internationale Küche vor. An milden Sommerabenden speisen die Gäste auf der Terrasse im lauschigen Kapellenhof, im Winter strahlt der alte Kachelofen wohlige Wärme aus.


Castellani Parkhotel in Salzburg

Alpenstrasse 6, A-5020 Salzburg

Bauherr: Wüstenrot Versicherungs AG
Ambra Hotelbetriebsgesellschaft m.b.H.
Architekten Scheicher, Adnet
Georg Scheicher, Adnet
Markus Gohm und Ulf Hiessberger, Feldkirch
Zimmer: 137 Doppelzimmer, 15 Suiten
Business Center mit Telefon, Fax,
Computer und Internetzugang
4 Konferenzräume mit Beamern,
Mikrophonanlage und Wireless-LAN
Eschenbach Restaurant (Frühstück, Business-Brunch),
Salieri Restaurant (Gourmetrestaurant, ausgezeichnet
mit einer Haube im Gault Millau), Da Capo Bar (Snacks)
Eröffnung: 10. Juni 2003
Mess- und Regeltechnik: Siemens AG Österreich, Building Technologies
Innenausbau: Hartl Bau Ges.m.b.H
Fotos: © Anna Blau / Michael Rzepa
Text: Walter Laser

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