Vor rund 13 Jahren begann Robert Kanduth in seiner
Klagenfurter Garage Solarkollektoren zu produzieren. Heute hat sich das ehemalige
“Garagenunternehmen” zu GreenOneTec entwickelt, dem größten Solartechnik-Hersteller
Europas. Im Jahr 2002 startete Kanduth einen zusätzlichen Geschäftszweig und kaufte das
Traditionshotel Sandwirth in Klagenfurt.
Nach aufwändiger Generalsanierung und Ausbau zum
Businesshotel wurde das Sandwirth im Februar 2003 eröffnet. Das 4-Sterne-Hotel bietet nun
47 Zimmer und zwei Suiten, einen Clubraum, zwei voll ausgestattete Seminarräume, einen
Wellness- u. Fitnessbereich, Café, Bar, Frühstückssalon, Literatencircle, Internetlounge,
Zigarrenlounge, Dachterrasse und einen Gastgarten. Über dem Hotel wurden durch Aufstockung
zusätzlich Penthäuser errichtet, die vom Hotelbetrieb gesondert erschlossen und für den
Verkauf vorgesehen sind. Für den Entwurf und die Umsetzung des Gesamtprojektes zeichnen
zwei Architekturbüros verantwortlich: Die Gesamtrevitalisierung samt Aufstockung erfolgte
durch das Architekturbüro Müller & Hohenwarter und der strukturelle Umbau des historischen
Biedermeierpalais, die Inneneinrichtung und das Möbeldesign durch die Architektin Jana
Revedin.
Die Bausubstanz des Palais wurde dabei erhalten und
in bewusster Gegenüberstellung mit modernen Strukturelementen, wie einer
Stahl-Glaskonstruktion im ehemaligen Innenhof, Spiegelwänden oder Geländerrelings, neu
präsentiert. Ihrer Entwurfsidee “Oceanliner, man steigt ein in Klagenfurt, aus in …Casablanca?”
folgend wurde jedes im Haus verwendete Möbel bis hin zu den englischen Wollteppichen und
den Fliesenböden von der Architektin Revedin exklusiv für dieses Haus entworfen und nach
ihren Angaben gefertigt. Die exklusive Möbellinie, die sich den Gegebenheiten des Altbaus
modular anpasst, und die Individualität in der Materialwahl (Teppiche, Stoffe, Lampen,
Fliesen) machen das Haus zum unverwechselbaren Unikat. Und so präsentiert sich das Sandwirth
nun in einer Symbiose aus historischer Atmosphäre und der Eleganz eines modernen
Business-Class-Hotels, wofür das Projekt für den contract.world.award 2004, den
internationalen Architekturpreis für innovative Raumkonzepte, nominiert wurde.
Das Sandwirth verfügt nun nach der Wiederbelebung über
bestens ausgestattete, komfortable Zimmer und Suiten, die allesamt mit Highspeed-Internetanschluss,
Satelliten- u. Video-TV und Multimedia-Infosystem ausgestattet sind. Auf die
obligatorischen Minibars wurde in den Zimmern aus organisatorischen Gründen verzichtet und
dafür Etagenautomaten mit Getränken aufgestellt. Vor dieser Automatenlandschaft - die mit
ihren Neon-Fast-Food-Reklamefronten einen starken Kontrast zum sonst harmonischen Ambiente
des Hotels darstellt - lädt eine bequeme Sitzmöbellandschaft zum kommunikativen Verweilen.
Ein besonderes Erlebnis ist die Zigarrenlounge, die in
einem historischen Übergang situiert ist und brückenartig das Hotel mit einem Nachbargebäude
über eine öffentliche Straße verbindet.
Früher schritt durch diesen beidseitig mit großflächigen Kastenfenstern ausgestatteten
überdachten Übergang die bessere Gesellschaft von Klagenfurt zu Bällen und Veranstaltungen
in das Nachbarhaus. Heute ist dieser Übergang nur noch vom Hotel erschlossen und beherbergt
die Raucheroase, wo man aus bequemen Leder-Möbel das bunte Treiben unten auf der Straße
verfolgen und dabei genüsslich Tabakwaren verrauchen kann.
Der Ausrichtung auf Business-Kunden entsprechend
stehen auch zwei voll ausgestattete, klimatisierte Seminarräume und ein angeschlossener
Clubraum für Besprechungen und Konferenzen zur Verfügung. Auch hier entspricht die
Ausstattung dem heute erwarteten Standard: Videobeamer, Overheadprojektor, Visualizer,
technische Ausstattung für Pressekonferenzen, Flipchart, Boden- und Wand-Interface
(mit Strom-, LAN-, Analog-, ISDN-, Video- u. Datenanschluss), Rednerpult, Mikrofonanlage,
Videoplayer, DVD-Player, Pin Board. Und nach langen Gesprächen oder arbeitsreichem Tag
lockt ein Wellness- u. Fitnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Fitnessgeräten und Solarium.
Besonders einladend ist im Erdgeschoß das Café mit
Lounge und Barbereich, das eine moderne Interpretation eines Wiener Kaffeehauses darstellt.
Einerseits über die Rezeption und das Treppenhaus für Hotelgäste erreichbar, verfügt das
Café über einen zusätzlichen direkten Straßeneingang für hungrige und durstige Passanten.
Gerne frequentiert wird auch ein separierter Raum, der so genannte Literatencircle, der
mit wohnlichem Interieur ausgestattet in einem Eckzimmer untergebracht ist und vorwiegend
für intimere Gespräche und Konferenzen genutzt wird.
Im ersten Ansatz sah das gastronomische Konzept für
das Sandwirth keinen eigenen Restaurantbetrieb vor, zumal das nahe Umfeld gastronomisch
recht gut erschlossen ist. Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass das angesprochene
Zielpublikum großen Wert auf die hoteleigene Verköstigung legt und das Haus nur ungern zum
Speisen verlässt. Und so wird nun zu den Essenszeiten ein separierter Bereich des Cafés
besonders gedeckt und mit erlesenen Speisen eines Caterers versorgt.