Text: Walter Laser
Bilder: © Haslauer G.m.b.H
Der Wellness-Bereich im heimischen Fremdenverkehr
boomt weiter. Trotzdem gehen nicht alle Strategien und Erwartungen in Erfüllung. Wer auf
der Wohlfühl-Welle reiten und seinen Betrieb mit Gästen füllen will, muss sich intensiv
mit diesem Themenbereich, den neuesten Trends und Behandlungsmethoden und natürlich den
Wünschen und Erwartungen seiner Kunden auseinander setzen.
W er heute mit seinem Wellness-Angebot erfolgreich
sein will, muss Trends setzen, während andere noch danach suchen, ist Paul Haslauer, ein
Pionier in diesem Metier, überzeugt. Haslauer sammelt seit über 30 Jahren rund um den
Globus Erfahrungen in der Naturheilkunde und entwickelt daraus Wellness-Anlagen,
Anwendungsmethoden, Materialien und Produkte. Diesen Weg hat Haslauer bereits 1966
eingeschlagen, als noch niemand etwas mit dem Begriff Wellness anfangen konnte: Auf dem
elterlichen Bauernhof in Salzburg produzierte und verkaufte er Moor- und Heupackungen. Die
Initialzündung dazu gab der deutsche Mediziner Berg, der für eine klinische Studie zum
Thema rheumatische Erkrankungen nach qualitativ hochwertigem, medizinischem Moor suchte.
Haslauer ergriff die Chance und belieferte Dr. Berg von den elterlichen Moorfeldern,
eignete sich die Wirkungsweise von Naturheilmitteln an und legte so den Grundstein zur
Firma Haslauer. Heute planen, bauen und verkaufen über 90 Mitarbeiter medizinische
Wellness-Anlagen in alle Welt und richten in Top-Hotels, in Kurbetrieben und auf
Luxusschiffen Wellness-Bereiche ein. Zusätzlich werden unter der Marke Kurland Produkte
für die Gesundheitsvorsorge angeboten, die in enger Zusammenarbeit mit Ärzten und
Wissenschaftern entstehen.
Im Laufe der Jahre ersann Haslauer eine Reihe von
Lösungen, die oftmals erst die Grundvoraussetzungen für effektive Behandlungen schafften.
Wie etwa die als Soft-Pack-System I bekannte Liege, bei der sich kranke Menschen erstmals
nicht an starre Liegeflächen anpassen mussten. Haslauer kehrte das Prinzip einfach um und
entwickelte ein temperiertes Wasser-Schwebebett, das sich dem Körper anpasst, einen
schwerelosen Zustand hervorruft und gleichzeitig die Wirksamkeit von nur dünn
aufgetragenen Produkten - etwa Moorpackungen - steigert. Heute ist diese patentierte Liege
weltweit zum Standard geworden, wobei derzeit mit der Vermarktung einer Weiterentwicklung,
dem Soft-Pack-System II, begonnen wird. So hat Haslauer im Lauf der Jahre verschiedenste
Wellness-Anlagen, Behandlungen und Pflegerituale entwickelt, wie etwa das “Rasul”, ein
orientalisches Pflegeritual, das den Körper entschlackt und entgiftet, oder die
“Pantai-Behandlungen” zur Entspannung und Regeneration. Aber auch weniger exotische
Haslauer-Anwendungen wie das Brechelbad, das Brotbad, der Kraxenofen oder das Sabbia Med
gehören heute zum Wellness-Standard.
Der wesentlichste Faktor für sinnvolle
Wellness-Investitionen und zufriedene Kunden liegt für das Haslauer-Planungsteam in ihrer
Vorarbeit, die sich neben der Einrichtung und den technischen Erfordernissen auch mit
Vermarktbarkeit der gewünschten Wellness-Produkte, der Finanzierung und dem für den
Betrieb erforderlichen Personal auseinander setzt. Der Interessent erhält so quasi ein
Gesamtangebot, in dem alle wesentlichen Faktoren zu seiner Entscheidung berücksichtigt
sind. Umgesetzt werden die Wellness-Anlagen dann mit erfahrenen Partnern oder auf Wunsch
mit den Professionisten des Auftraggebers. Dazu ein technisches Detail am Rande: Alle
Haslauer-Wellness-Anlagen verfügen über Fernwartungsmodule und können so im Bedarfsfall
via Telefonleitung von der Haslauer-Zentrale aus gewartet (entstört) werden - egal ob in
Wien, Tirol oder auch Las Vegas, wo auch einige Anlagen stehen. Der Clou an der Geschichte
- für diese Fern-Hilfe verrechnen die Haslauer-Techniker keinen Cent.
Und da bekanntlich die Darbietung und das Ambiente
wesentlich für die Wirkung sind, macht für Paul Haslauer nicht nur die Hardware - also die
technische Ausstattung - den Unterschied zwischen den einzelnen Wellness-Betrieben aus,
sondern vielmehr deren Mitarbeiter. Da Wellness-Konsumenten heute nicht ahnungslos sondern
höchst anspruchsvoll sind, entscheidet das Fachwissen der Behandler wesentlich über Erfolg
oder Misserfolg der Wellness-Betriebe. Aus diesem Grund steht neben allen technischen
Komponenten und Behandlungen auf der Reiter Alm in Ainring, zwischen Berchtesgaden und
Salzburg gelegen, ein Schulungszentrum zur Verfügung, wo die entsprechenden Aus- und
Weiterbildungen vermittelt werden.
Vor allen die Erlangung von Kompetenzen über die verschiedensten Wirkungsweisen, aber auch
der richtigen Technik steht bei den Schulungen ebenso im Vordergrund wie der Umgang mit
dem Menschen.
Zusätzlich wird die Reiter Alm als Präsentations- und
Ausstellungsfläche für Kunden und Interessenten, aber auch als Spa & Wellnessbetrieb für
externe Gäste genutzt. Von Salzburg aus ist es nur ein Katzensprung - und wen die Wellness
völlig kalt lässt sollte sich auf der Terrasse der Reiter Alm zumindest die grandiose
Aussicht auf die Stadt Salzburg und eine Tasse Kaffee nicht entgehen lassen. (wl)