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Therme Geinberg – Konzept mit Vision


Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs
Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs
Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs Therme Geinberg / Bilder: © Isa Stein; Klafs

Konzept mit Vision durch Expansion

Die Therme Geinberg geht in ihr siebentes Jahr und ist gerade vor zwei Monaten zur schönsten Therme Österreichs gewählt worden. Grund genug für uns, dies mit aktuellen Fotos zu überprüfen.
Was macht den Unterschied der Therme Geinberg aus? Das „Geheimnis“ der Therme Geinberg liegt wohl darin, dass die Projektentwicklung vom Architekturbüro TEAM M und der Firma VAMED selbst gemacht worden ist und dass alle Ausbaumöglichkeiten im Masterplan berücksichtigt worden sind. Das ist bei jedem Bau, bei dem man eine Erweiterung in Zukunft plant, der Knackpunkt schlechthin. Meist wird durch Zeitmangel und durch zu wenig Vision auf die grundlegende Gedankenarbeit verzichtet.
Jedoch beeinflusst eine Expansion nicht nur die optimale Orientierung des Gasts, sondern auch Fluchtwegauslegungen, Erreichbarkeit der Gastro- und Wellnesszonen, bis hin zur Parkplatzsituation. Auslegungen der Fundamente bei Aufstockungen gehören ebenfalls vorher durchdacht.
Durch die langjährige Entwicklungsarbeit waren das Architekturbüro TEAM M, die Entwickler und nach der Vorlage des Konzepts auch die Finanziers und Sonderfachleute sehr früh an einem Tisch. Es ist so eine gemeinsame Vision entwickelt worden.
Das Konzept fokussiert darauf, dass der Kernbetrieb fast radial aufgebaut ist. Alle Erweiterungen passieren am „Rand“, um den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu stören.
Eine weitere Qualität der Therme Geinberg ist, dass die Anlage mit der Landschaft in Einklang steht. Die Architektur bildet mit der Umgebung eine Symbiose, ist nicht aufdringlich und arbeitet mit natürlichen Materialien wie Holz, Wasser und Erde. Alle Erweiterungsstufen passen sich der Grundarchitektur an und erzeugen den Effekt, dass alles durch „einen Guss“ entstanden ist.

Das Thermenzentrum ist das Herzstück der Anlage und verfügt über ein organisch geformtes Thermalbecken, das sich teilweise im Gebäude und teilweise außerhalb befindet. Überwiegend werden gebäudehohe Glasflächen eingesetzt, um den Innen- und Außenraum ineinander übergehen zu lassen. Das Außenbecken der Therme wird so vom Hauptbaukörper buchstäblich „umarmt“ und ist durch einen Schwimmkanal mit dem Innenbecken verbunden. Durch diese Zentrumsbildung liegen alle anderen Gebäude der Anlage in Beziehung zum radialen Gebäude. Im angrenzenden streng geometrischen Verwaltungstrakt befinden sich Foyer, Geschäfte, Restaurant und Fitnessstudio.
Ein Mehrzweckzentrum mit Boutiquen, Shops und Wohnungen gehören ebenfalls in den Bereich der Anlage wie ein Freipavillon, der den Abschluss des Thermenplatzes bildet. Die Saunawelt als eigener Baukörper mit Atriumhof und die Vitalwelt als Rundbau mit aufgesetzter Glaspyramide sind ebenfalls Bestandteil des ersten Bauabschnitts.
Ein weiterer Teil der ersten Phase ist das Vitalhotel. Dieses hat direkten Zugang zum Thermenzentrum, und durch den geschickten Umgang mit dem Niveauunterschied im Gelände, gelangen die Hotelgäste direkt in die Schwimmhalle.
Auch die Architektur des Hotels setzt auf Schlichtheit und Reduktion. Vorwiegend sind es zwei gerichtete Baukörper, die drei Pavillons zur Therme hin vorgelagert haben. Diese werden wiederum durch drei Scheiben aufgelöst. Das Vitalhotel wirkt von keinem Blickpunkt aus massiv, unterstützt wiederum durch den Einsatz der Materialien. Im Innenraum wird besonders auf die Durchgängigkeit und Großzügigkeit der Halle Wert gelegt, die sich zwischen den beiden Längsbaukörpern befindet. Im Eingangsbereich ist eine zweigeschoßige Wasserwand platziert, um das UG (Erschließung zur Tiefgarage, Hotelzugang zur Therme, Billardtisch…) zum integralen Bestandteil der Halle zu machen und das Thema Wasser immerwährend präsent zu lassen. Natürlich befinden sich auch an diesem Knotenpunkt Rezeption, Verwaltung, Zugang zum Restaurant und Barbereich.
Die Einrichtung ist mutig in der Auseinandersetzung mit Farbe, zwar elegant schlicht, jedoch eben anders. Die roten Ledersessel weisen gleich in der Halle auf den vorrangigen Erholungsaspekt hin.
Alle weiteren Gebäude wie das Seminarzentrum (Baustufe 2), das Ruhehaus (Baustufe 2) oder das Aqarium (Baustufe 3) verwenden die grundsätzlich definierten Materialien - Holz, Erde, Wasser - und behalten die Schlichtheit der Architektur bei.
Fast alle der Gebäude sind mit Wasser umspült, sei es von den Thermenbecken, oder wie zwischen dem Vitalhotel und dem Thermenplatz, durch eine riesige Wasserfläche, die über dem Verbindungsgang vom Vitalhotel zur Therme und Vitalzentrum liegt. Auch das Aqarium hat ein wunderschönes Biotop vorgelagert, das man besonders in den Sommermonaten genießen kann.
Das Wohlfühlen des Gastes ist ein besonderes Anliegen, dies wird durch die Architektur mit offenen Hallen, guten Blickachsen, klaren Funktionen, eine perfekte Orientierung und dem Komfort, „mit dem Bademantel vom Hotelzimmer in die Therme“ unterstützt.
Besonders durch solch ein klares System wird auch das Personal vor Ort entlastet.
Die Therme selbst bietet in seiner zweiten Ausbaustufe Rückzugsmöglichkeiten und „private“ Ruhezonen, wo sich der Besucher voll entspannen kann. Auch die Saunalandschaft verfügt neben den beiden Gastronomiebereichen in der Therme, über ihre gesonderte Saunabar und durch ständigen Kontakt mit den Architekten über neueste und beste Technologien. Die Therme ist bis 22 Uhr geöffnet und somit auch für einen sehr großen Einzugsbereich vom Großraum Linz bis hin nach Bayern interessant. Die dritte Ausbaustufe, „das Aqarium - Eventbar, Restaurant und Gewölbeweinkeller“, bietet auch ein Programm nach dem Thermenbesuch. Das Restaurant im Aqarium hat warme Küche bis 24 Uhr und als besonderer Bonus für Hotelgäste wird der Halbpensionspreis (inkludiert das Restaurant im Vitalhotel) im Aqarium angerechnet.

Der Ort Geinberg hat mit der Therme ebenfalls einen enormen Aufschwung genommen. Durch die Belebung boomt der Fremdenverkehr, Pensionen wurden ausgebaut, und vor allem wurden hunderte neue Arbeitsplätze geschaffen.

Bestehende Reit- und Wanderwege sind für den Gast kultiviert worden, um das attraktive Angebot, neben Wellness und Beauty, Sportmöglichkeiten in der Tennis- und Mehrzweckhalle (Baustufe 1) und Outdoor-Sportmöglichkeiten (Tennis, Badminton, Radfahren, Reiten...) und natürlich dem neuen „Aqarium“ (Eventlokal, Bar und Weinkeller) zu ergänzen.


Therme Geinberg

Thermenplatz 1, A-4943 Geinberg/Oö.

Therme, Saunabereich, Thermenplatz,
Hotel, Tiefgarage, Sporthalle, Gesundheitszentrum
Zubau Kaskadenbecken, Ruhehaus,
Relaxbar, Seminarbereich (Hotel)
Baustufe 3: Aquarium (Eventlokal, Restaurant und Weinkeller)
Salzwasserbecken im Freien Erweiterung des
Hauptbaukörpers der Therme um eine Achse,
zur Liegeflächenerweiterung
Baustufe 5, Vorstudie: Golfplatz
Baustufe 6, Vorstudie: Erweiterung des Hotels
Fotos: © Isa Stein; Klafs
Text: Isa Stein

Ausstattung:

F. Krumböck
EVVA G.m.b.H. & Co. KG
Sauna BT 03: Klafs G.m.b.H.
Hugin Sweda G.m.b.H.
Mess- und Regeltechnik: Sauter G.m.b.H.
Kleiderbügel: Hagspiel
Thermalwasser-Erschließung: Geoteam G.m.b.H.
Planung Badewassertechnik: Pfeiffer + Partner G.m.b.H.
Gesamte Innenausstattung: Zehetner Handelsg.m.b.H.

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