Ist es möglich, ein heißes Bad in einem See zu nehmen,
ohne nach Island zu reisen? Oder ein orientalisches Badehaus zu besuchen, ohne in die
Türkei zu fliegen? Sie möchten einen authentischen, chinesischen Turm sehen, haben aber
keine Zeit, um zwei Wochen auf Urlaub zu fahren?
Das Hotel Hochschober bietet all diese Möglichkeiten,
und noch vieles mehr. Auf 1763 Meter, in den Kärntner Nockbergen, sitzt das familiäre
Freizeithotel, das seit seinem 75-jährigen Bestehen von Familie Leeb-Klein geführt wird.
Das Motto ist prinzipiell, unterschiedliche Wohlfühlideen aus verschiedenen Kulturkreisen
zusammenwirken zu lassen. Genussvoll lässt es sich zwischen dem orientalischen Hamam, den
nordischen Kontrasten von Sauna und Quellwasserdusche sowie dem mediterranen „Nocky
Mountains Alpenstrand“ und dem See-Bad wandeln.
Das See-Bad ist vielleicht die schlichteste, aber auch raffinierteste Attraktion dieses
Hotels. Das sonst eisig kalte, glasklare Seewasser wird in einem Teilbereich des Sees auf
angenehme 28 bis 30 Grad erwärmt.
Ermöglicht wurde dieses Badevergnügen vor der dramatischen Bergkulisse durch ein
ausgeklügeltes, einmaliges Patentsystem, das auf die physikalische Besonderheit aufbaut,
dass Wasser bei 4 Grad am schwersten ist und somit wärmeres Wasser auf kälterem schwimmt.
Das See-Bad ist dementsprechend folgendermaßen konstruiert: Schwimmende Edelstahl Pontons
grenzen eine 25 x 10 Meter große Seefläche an der Oberfläche ab. Von diesen Pontons ragen
vertikale Abgrenzungen etwa 3 Meter in die Tiefe, wodurch das warme Seewasser nicht zur
Seite entweichen kann. Besonders wichtig ist aber, dass das See-Bad nach unten hin offen
ist, da das darunter liegende kältere Wasser eine natürliche, sanfte Abgrenzung bildet.
Durch die nach unten offene Bauweise ist sichergestellt, dass das gesamte Wasservolumen
alle 10 Stunden auf natürlichem Wege ausgetauscht wird, wobei das schwimmende See-Bad im
Sommer mittels Wärmepumpe und im Winter mittels Fernwärme beheizt wird.
Doch abgesehen von diesem technisch wie optisch faszinierenden Bad gibt es noch weitere
Kuriositäten auf der Turracher Höhe. So kann man beispielsweise das orientalische Badehaus
besuchen. Wieder ist das Thema Wasser ein zentraler Punkt im Entspannungskonzept. Die Gäste
gelangen zuerst auf den „Platz der Brunnen“, wo die eigenen Badeschuhe mit Holzpantoffeln
getauscht werden. Nach der Körperreinigungsprozedur in Marmorbädern, umschlungen mit dem
Hamam-Tuch „Pestemal“ stehen im Zentralraum sieben kleinere und größere, verschiedenartige
Grotten zur Wahl. Zwei Grotten, namentlich „Türkei“ und „Persien“, sind den „Telaks“, den
Hamam-Meistern vorbehalten. Diese Hamam-Meister sind von einem türkischen Mitarbeiter
ausgebildete „Wäscher“, die in den beiden Waschgrotten mit den Hamam-Gästen Waschungen
durchführen. Drei andere Grotten sind Aromagrotten, was vor allem bedeutet, dass sie neben
ihrer Duftwirkung wesentlich wärmer und feuchter als die übrigen Räume sind. Nach dem
individuellen Hamam-Wasser-Wärme-Genuss erwartet die Gäste das „Sultans Gemach“ als Ort des
bequemen, gelösten Entspannens mit allerlei orientalischen Labungen. Das fachkundige Wissen
über Hamams haben sich die Hoteliers Barbara und Peter Leeb auf zahlreichen Reisen durch
den gesamten Orient angeeignet. Ihr einziges Zugeständnis an die westliche Kultur sind die
drei im Badehaus integrierten Marmorduschen.
Exotisch präsentiert sich der Hochschober auch mit seinem neuesten Zubau: dem Chinesischen
Turm. Dieses authentische Bauwerk in Pagodenform wird im Frühjahr 2005 fertig gestellt und
dann zum Herzstück des fernöstlichen Kulturkreises, einer Welt aus Wasser, Wärme und
Wohlgefühl auf der Turracher Höhe. Seit längerer Zeit geplant, wird der Chinesische Turm
mit vier Stockwerken nach authentischen nordchinesischen Vorbildern errichtet. Ein Teil des
Bauwerks wird zum fernöstlichen Zentrum der Meditation, mit Fertigstellung November 2004,
und ein anderer zu einem original chinesischen Teehaus.
Spezielle Gesundheitsideen aus dem fernöstlichen Kulturkreis bereichern bereits seit Jahren
das Hochschober-Behandlungsangebot. Aktuell sind dies „Pantai Lunar“ und „Anmo“: „Pantai
Lunar“ ist eine fernöstliche Ganzkörper-Spezialmassage, bei der Wärme, Öl und Kräuter
zusammen mit speziellen Massagetechniken eine wunderbare Tiefenentspannung bewirken. Danach
kommt der so genannte „Kräuterstempel“, bestehend aus faustgroßen Leinensäcken, gefüllt mit
asiatischen Gewürzen und zerkleinerten Limonen, zum Einsatz. Anmo wiederum ist eine
chinesische Ganzkörpermassage, die ohne jedes Massageöl und speziell durch Drücken und
Reiben das Qi, die Körperenergie, bestmöglich am Fließen hält und etwaige Blockaden löst.
Das Arbeiten mit Energien und Motivation ist nicht nur im Angebot des Hotels zu sehen,
sondern auch in der ständigen Adaptierung des Hotelkomplexes. Nachdem das Hotel 1934
abbrannte, mussten die damaligen Hoteliers eine Neuerrichtung durchführen. Dieser 1936
fertig gestellte Neubau ist heute noch als Kerngebäude des Hotelkomplexes vorhanden. 1950
wurde mit der Sanierung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges begonnen. Ab den
1970er-Jahren begann die Familie Leeb die auf unzähligen Reisen gewonnenen Eindrücke in ihr
Hotelkonzept zu übernehmen. Um diese konkreten Vorstellungen professionell umsetzen zu
können, wird seither federführend mit einem österreichischen Architekten zusammengearbeitet.
Um die exotischen Bauvorhaben authentisch realisieren zu können, wurden aber auch immer
Architekten aus den jeweils inspirierenden Ländern eingeladen. So entstand beispielsweise
für das Hamam eine Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Hausarchitekten und einem türkischen
Architekten. In diesem Sinne ist das Hotel Hochschober in der österreichischen
Hotellandschaft herausragend, da Wellness-Gewohnheiten anderer Länder nicht imitiert,
sondern naturgetreu im Kärntner Kontext durchgeführt werden. Auch wenn das Angebot der
Gastgeber so groß ist, dass man kaum das Hotelgelände verlassen möchte, so bietet auch die
Umgebung unzählige Möglichkeiten: Ein Skigebiet mit 12 Skiliften und 33 km Pisten lädt im
Winter, neben 25 Kilometern Langlauflaufloipen, zum Sporteln ein. Kaum eine Sportart, die
auf der Turracher Höhe nicht ausgeführt werden kann. Wandern, Fischen, Mountainbiken, Tennis,
Golf, Reiten, hier ist alles möglich.