Das Menetekel aus Licht – World Water Day

26. November 2018 Mehr

Der Tag des Wassers, der „World Water Day“, war heuer der 22. März und aus diesem Anlass hat der holländische Künstler Daan Roosegaarde mit einer seiner Lichtinstallationen versucht, die Aufmerksamkeit der Welt auf dieses Thema zu lenken. Die Show „Waterlicht“ wurde in Holland und auch bei den Vereinten Nationen (UNO) in New York gezeigt. Sie thematisierte die immer öfter stattfindenden Fluten, Hochwasser und Katastrophen und zeigte, was passieren wird, wenn die Welt nicht zur Besinnung kommt.

 

World Water Day

 

Holland ist ein Land, in dem der Umgang mit dem Wasser fast in die DNA eingeschrieben ist. Die Landschaft ist zu großen Teilen von den Innovationen der Menschen, der Erfindung und dem Bau von Deichen geprägt. Aber all das scheint schon fast vergessen zu sein, man geht zur Tagesordnung über. Mit „Waterlicht“ will der Künstler sehr mächtig und eindrucksvoll auf die Rolle der Deiche und deren Erfindungen zur Eindämmung und Beherrschung von Wasser hinweisen und erinnern. Da das bevorzugte Medium von Roosegaarde, das Licht ist, benutzt er dieses, um eine traumähnliche Landschaft, in der die Kraft und auch Poesie dieses Elementes visualisiert wird, zu konstruieren. Als eine virtuelle Flut zeigt die Installation, wie hoch das Wasser steigen wird und kann, wenn der Mensch nicht Maßnahmen zur Eindämmung des globalen Klimawandels ergreift.
Die in Holland über dem Flutkanal des Flusses IJssel bei Westervoort gezeigte Installation war von 26. Februar bis 1. März 2018, jeweils von 19.30 bis 22.00 Uhr sichtbar. Sie wurde auch als Polarlicht der Niederlande bezeichnet. Die Wellen aus Licht breiteten sich über ein 1,6 Hektar großes Gebiet aus und erinnerten tatsächlich stark an eine Aurora borealis (Nordlicht). Das Nordlicht in der Atmosphäre kann ja auch nur von unten wahrgenommen werden. So konnte man sich – vom Erdboden aus gesehen – vorstellen, wie tief man unter Wasser stünde, würde der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels tatsächlich eintreten und wären die schützenden Deiche nicht zur Stelle. Einerseits hatte die Installation eine poetische Wirkung, einer Unterwasserwelt gleich, andererseits auch eine unheimliche. Von den umgebenden Deichen aus schuf man mit blauen LEDs und einer cutting edge-Technologie die Impression eines sich bewegenden Meeresspiegels. Linsen fokussierten das blaue Licht und von Motoren bewegt, entstand ein ziemlich realistischer Eindruck.

 

 

Fotos: ©Studio Roosegaarde

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Kategorie: Licht

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