Raumerlebnis pur – Lichtsysteme

19. Juli 2018 Mehr

LED-Technologie in Kombination mit präzise strahlenden Reflektoren und Linsen erlauben kompakte Lichtsysteme, die sich nahtlos in die Architektur einfügen. Die Lichtquellen im Bürogebäude für die Firma Geislinger verschwinden unsichtbar in der Akustik-Gipskartondecke.

 

Lichtsysteme Geislinger

 

Die Firma Geislinger zählt zu jenen Unternehmen, die man als Hidden Champion bezeichnet. Mit einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2015/16 und etwa 700 Mitarbeitern weltweit sind sie in ihrer Branche Weltmarktführer. Ihr Produkt kennen wahrscheinlich trotzdem nur Technikfreaks. Geislinger ist spezialisiert auf Drehschwingungsdämpfer und dreh­elastische, hochdämpfende Kupplungen für Diesel- und Gasmotoren. Auch bei der Entwicklung von Verlagerungskupplungen aus Stahl und Faserverbundwerkstoffen sowie Drehschwingungsüberwachungssystemen gilt Geislinger als der Experte schlechthin. Aufmerksamkeit außerhalb von Fachzirkeln erregt die Firma allerdings durch ihre Gebäude, denn die Unternehmensverantwortlichen legen Wert auf ansprechende Corporate Architecture, die sie als Visitenkarte des Unternehmens verstehen. Im September 2016 eröffnete ein neues Bürogebäude am Standort Bad St. Leonhard in Kärnten. Für die Architektur zeichnet der Salzburger Architekt Volkmar Burgstaller verantwortlich. Die Lichtlösung steuerte Bartenbach lighting solutions für einen Großteil des Gebäudes bei.

 

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Burgstaller hatte sich schon früher mit der DNA der Marke Geislinger auseinandergesetzt, denn er baute auch in Salzburg für das Unternehmen. Bereits dort standen als Inspiration Dynamik, Schwingung und Offenheit im Mittelpunkt und bestimmten das Raumerlebnis. Mit Licht, Glas und Transparenz ist es gelungen, das Unternehmensleitbild auch in Bad St. Leonhard in gebauten Raum zu übersetzen. Dem Architekten war es im Sinne der Unternehmenskultur auch ein Anliegen, kein Bürohaus zu bauen, sondern eine Arbeitswelt zu schaffen. Ein begrüntes Atrium erstreckt sich über alle Geschosse. Es sorgt für angenehmes Raumklima und bildet das Zentrum des wellenförmigen, transparenten Gebäudes. Das multifunktionale Erdgeschoss kann für Empfänge und Präsentationen genutzt werden. Die Großraumbüros verfügen über modern ausgestattete Arbeitsplätze. Kurze Wege zwischen den Abteilungen fördern die Kommunikation unter den Mitarbeitern. Für konzentriertes Arbeiten können sie sich in „Silent Rooms“ zurückziehen. Für Teams stehen spezielle Arbeitsbereiche zur Verfügung.

 

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Damit sich die Raumwirkung voll entfalten kann, sollten auch die Lichtquellen nicht sichtbar sein. Die Lichtwirkung sollte den Raum optimal in Szene setzen. Heute erlaubt LED-Technologie in Kombination mit präzise strahlenden Reflektoren und Linsen kompakte Bauweisen von Lichtsystemen, die sich nahtlos in den Raum integrieren lassen. Beim Bürobau in Bad St. Leonhard setzen nur in den Besprechungsräumen Designerleuchten Akzente. Über den meisten Arbeitsplätzen verschwinden die Lichtquellen unsichtbar in der Akustik-Gipskartondecke. Für diese Speziallösung setzten die Lichtplaner auf „Licht aus dem Loch“. LFO-Linsen, eine Entwicklung von Bartenbach, bündeln den Lichtstrahl in einer nur acht Millimeter großen Öffnung in der Decke. Wo aus Konstruktionsgründen ein Rautenmuster die Decke prägt, verschwinden die Leuchten dort, wo sich die nur 35 x 35 Millimeter breiten beziehungsweise tiefen Fugen kreuzen, und leuchten den Raum optimal aus. Insgesamt wurden auf 1.200 Quadratmetern Bürofläche 5.220 LFO-Linsen verbaut. Unter einer LFO-Linse sind zwei LEDs platziert, essenziell für den Wechsel der Lichtfarbe und somit für biologisch wirksames Licht, das in der Lichtfarbe und -intensität dem Verlauf des Tageslichts folgt. Es steigert nicht nur Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit, sondern unterstützt auch den circadianen Rhythmus des Menschen.

 

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Die Leuchten bei Geislinger erlauben kaltweiße 5.000 Kelvin genauso wie Melatonin erhaltendes Feuerlicht mit 2.200 Kelvin. Abhängig von der Tageszeit sorgt eine automatische Steuerung für die geeignete Lichtfarbe des Kunstlichts. Diese Lichtsteuerung ersetzt auch Lichtschalter und andere sichtbare Installationen. Das Licht geht morgens automatisch an, Präsenzschalter reagieren auf die Anwesenheit von Mitarbeitern. Über PCs, Tabletts oder Mobiltelefone können Helligkeit, Screens und Fenster in unterschiedlichen Bereichen auch individuell gesteuert werden. Aufgeteilt ist das Gebäude auf 35 Zonen, in denen jeweils die Mitarbeiter ihre Umgebung beeinflussen können. Der Facility Manager kann ins gesamte System eingreifen.

Mit der neuen Arbeitswelt ist Geislinger nicht nur ein bemerkenswerter Akzent im Bereich Corporate Architecture gelungen. Auch die innovative Lichtlösung setzt Maßstäbe – nicht nur im Bereich architekturintegriertes und biologisch wirksames Licht, sondern auch punkto Energieeffizienz.

Text: ©Peter Zöch, Bartenbach lighting solutions
Fotos: ©Angelo Kaunat / Bartenbach

 

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Kategorie: Licht, Newsletter