Betonversuche

14. November 2017 Mehr

Experimente führen oft zu Entdeckungen und Innovationen. Das dachten sich die beiden Architekten Seung Teak Lee and Mi Jung Lim vom Büro STPMJ mit Sitz in New York auch. Für einen kleinen Wohnkomplex in Korea experimentierten sie mit verschiedenen Zusammensetzungen und Mischungsverhältnissen des Betons. Heraus kam ein gestreiftes Haus, die Wände sehen wie Stampflehmwände aus, sind aber aus Beton.

Das „Stratum House“ ist der Versuch, mit einer neuen Methode der Betonverarbeitung und des Gießens die geologischen Formationen des Untergrundes zu visualisieren und nachzuahmen. Beton besteht aus Zement, Wasser und den Zuschlagstoffen. Diese drei lassen sich variieren und mit der Zugabe von Pigmenten weiter verändern. So zeigen die verschiedenen Schichtungen des Hauses sowohl die unterschiedlichsten Mischungsverhältnisse der drei Stoffe aber auch die verschiedenen Zeiten, zu denen die Schichten gegossen wurden.

Das Ensemble selbst besteht aus zwei separaten Gebäuden für drei Familien. Es liegt fast wie ein kleines landwirtschaftliches Gut inmitten der Grünflächen. Vor und hinter den Körpern ergeben sich kleine Höfe für die diversen Gemüsebeete, Gärten und Nutzungen. Wohnbereiche sind nach Süd und Ost orientiert, um die Sonneneinstrahlung und die Aussicht zu nutzen. Auf der zweiten Ebene sind Terrassen für unterschiedliche, familiäre Aktivitäten. Alle Bereiche korrespondieren mit der Natur und Umgebung.

 

Fotos: ©Song Yousub

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Kategorie: Magazin, Newsletter