Buntes und offenes Lernen – Ayb-Schule

26. August 2019 Mehr

Ayb-Schule

Das Ensemble der Ayb-Schule liegt in Yerevan, Armenien und wurde vom Storaket Architectural Studio entworfen. Die Schule ist privat. Ihr Name leitet sich vom ersten Buchstaben des armenischen Alphabets Ayb ab.

 

Ayb Schule Armenien

Ayb Schule

 

Der C-Teil der dreiteiligen Schulanlage dient momentan als Volksschule und soll später auch als Mittelschule genutzt werden. Er kann bis zu 240 Schüler aufnehmen und, genauso wie die beiden anderen Teile, ist sein Konzept auf ein offenes, multifunktionales Raumprogramm gerichtet, das ein Lernen an verschiedenen Orten ermöglicht. Das Erdgeschoss enthält einen komplett offenen, fließenden Raum mit einem Amphitheater, welches gleichzeitig als Eingang zu den Workshopbereichen und dem Keller funktioniert. Durch versteckte Öffnungen und Gänge ist die Ebene mit dem Außenraum und der Natur verbunden. So können die Kinder schnell ins Freie gelangen. Auf dieser (optisch) dunklen Ebene „sitzt“ ein großer weißer Block, der das zweite und dritte Geschoss enthält. Hier sind die weiteren Klassenräume situiert.

Ayb C ist mit modernsten pädagogischen Einrichtungen und Technologien bestückt, verschiedenste Laboratorien, Kunst- und Handwerksstudios, Spiel- und Erholungsbereiche und eine Bibliothek ermöglichen ein vielfältiges Lernen. Die Wände sind fast durchgehend unverputzt in Sichtbetonqualität und auch mit Farbe wurde sehr sparsam umgegangen. Einzig eine wasserabweisende Beschichtung wurde auf den Beton aufgebracht und ein strenges Farbkonzept zieht sich durch das Gebäude. Durch das Absenken des untersten Erdgeschosses im Geländeverlauf entstand ein großzügiges, begehbares Gründach für die oberen Geschosse. Die Struktur ist im Hinblick auf Energieeffizienz entwickelt und enthält auch ein nachhaltiges System einer Klimatisierung: Auf der Südfassade sind Solarpaneele an der Außenseite montiert. Eine vom Team der Architekten eigens entwickelte Technologie benutzt Sensoren, um die Position der Paneele – wenn die Sonneneinstrahlung zu stark wird – zu verändern. Dann dienen sie zur Verschattung der Fenster.

 

Fotos:©Sona Manukyan & Ani Avagyan

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Kategorie: Magazin

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