Dynamik pur – FOM Hochschule

19. März 2018 Mehr

Die Handschrift des Berliner Architekturbüros J.Mayer. H ist unverkennbar: Die skulpturale Form der FOM Hochschule für Ökonomie & Management in Düsseldorf ist einzigartig. Als „Spezialistin für das berufsbegleitende Studium“ ist die FOM nach eigenen Angaben Deutschlands größte private Hochschule.

 

FOM

 

Ausgangspunkt für die Entwicklung der Gebäudeform war ein einfacher, riegelförmiger Grundkörper mit sechs Geschossen. Seine Gestalt entsteht durch ein dynamisches Auseinanderziehen der horizontal geschichteten Stockwerksbänder. An den kurzen Seiten wurden sie in unregelmäßiger Form verlängert, verzweigen sich teilweise an den Enden oder sind dynamisch nach oben oder unten aufgefächert. Die so entstandenen, vielfältigen Räume zwischen den Bändern dienen als Fenster- oder Frei­flächen. Im ersten Obergeschoss dockt eine der auskragenden Flächen in einem großzügigen Schwung an den öffentlichen Raum an und schafft so eine unmittelbare Verbindung aus einer zweiten Ebene des komplexen Straßenraums direkt in das Gebäude. Gleichzeitig löst die Gebäudeform das Problem der Unterbringung von Fluchtwegen, weil sie deren Verlagerung in den Außenraum ermöglicht. Das bedeutet im Inneren eine deutliche Reduktion der Erschließungswege und damit mehr Platz für die Nutzung als Hochschule. Lediglich eine skulpturale Treppe erweitert das großzügige Eingangsfoyer nach oben und verbindet alle Hörsaalebenen miteinander.

 

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Die Fassadenoberflächen sind mit beschichteten Aluminiumblechen umgesetzt worden und die Bleche legen sich wie eine Haut um das Gebäude und ummanteln selbst die Brüstungen der Balkone. Durch die dreidimensionale Formgebung kommt die beeindruckende Tiefenwirkung ihrer Eisenglimmeroberfläche besonders gut zur Geltung. Es handelt sich dabei um eine Einbrennlackierung, die ihre Farbwirkung und Brillanz über Jahre hinweg hält, und das unabhängig von den Witterungs- oder Umgebungsbedingungen. Sie wird in einem Nasslackverfahren aufgebracht, was die beeindruckende Tiefenwirkung erst möglich macht: Die echten Eisenglimmerpigmente sind über die gesamte Schichtstärke des Lackfilms verteilt. So ergeben sich nicht nur an der Oberfläche, sondern bis in die Tiefe der Lackschicht lebendige und brillante Lichtreflexionen. Durch eine Easy-to-clean-Technologie werden gleichzeitig Verschmutzungen zum Beispiel vom Straßen- und Bahnverkehr, einfach mit dem Regenwasser wieder abgespült. Selbst Graffitis sind ohne Beschädigung der Lackschicht entfernbar. Gleichzeitig bettet die Farbgebung das Gebäude harmonisch in den Straßenraum ein.

 

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Fotos:©David Franck, Ostfildern

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Kategorie: Magazin, News

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