Innovative Transparenz

10. April 2015 Mehr

 

Ein neues Fassadensystem von seele eröffnet völlig neue Wege Glasfassaden zu planen, Öffnungen zu setzen und Gebäudehüllen zu gestalten. Das System verbindet die funktionalen und wirtschaftlichen Vorteile einer Elementfassade mit bislang unerreichten Möglichkeiten, die einzelnen Elemente individuell anzupassen. Zusammen mit dem integrativen Glasfassadenelement iconic skin SCF (Self Conditioning Façade) bietet der Hersteller erstmalig auch das neu entwickelte Fassadensystem für Industrie- und Gewerbebauten – iconic skin GSP (Glass Sandwich Panel) – an. Es kann eine maximale Höhe von 16 Metern erreicht werden. Mit dem Sandwich-Paneel ist Glas nun auch bei Industrie- und Gewerbebauten kosteneffizient als Fassadenmaterial einsetzbar.

 

 

Die integrative Glasfassade lässt sich durch frei wählbare Formate, Transparenzen und Bedruckungen individualisieren. Opake und transparente Bereiche lassen sich inner- halb eines Paneels völlig frei anordnen. Kein Pfosten, kein Riegel und keine Silikonfuge unterbrechen den Übergang von opaken Flächen zu  transparenten  Ausschnitten. So entstehen außen wie innen bündige und klare Ansichten mit durchgängigen Glasoberflächen. Es gibt durch die außergewöhnlichen Formate die Möglichkeit, sich über komplette Geschosshöhen hinwegzusetzen. Das Zusammenspiel von opaken und transparenten Flächen lässt Durchsichtsbereiche exakt dort entstehen, wo sie den Entwurfsvorstellungen entsprechen. Dabei kommen sie, zur Freude aller Puristen, ganz ohne Tragstrukturen, welche die Optik stören könnten, aus.

Die „Self Conditioning Façade“ basiert auf einem mehrschaligen Fassadenelement mit vergrößertem Zwischenraum zur Integration von Sonnenschutzeinrichtungen. Der große Zwischenraum führt bei Temperaturwechsel zu hohen Klimalasten. Bei Sonneneinstrahlung erwärmt sich die Luft im Zwischenraum. Die Luft wird an der Expansion gehindert und der Druck steigt. Beim Abkühlen muss wiederum Luft zugeführt werden, um nicht einen schädlichen Unterdruck im Zwischenraum zu erzeugen. Eine Druckentspannung des Zwischenraums ist daher nötig. Der Druckausgleich erfolgt durch das SCF-System. Dieses System erfüllt zum einen die Forderung nach statischem Druckausgleich und zum anderen nach Kondensatfreiheit im Zwischenraum. Das System arbeitet vollständig autark und kommt ohne zusätzlich zugeführte Energie und ohne Steuerungsgeräte aus. Als „Antriebssystem“ für das Funktionsprinzip werden nur die vorhandenen thermodynamischen Gesetze ausgenutzt, weshalb es auch als „Self Conditioning Façade“ bezeichnet wird. Der Luftaustausch erfolgt durch eine direkte Verbindung des Zwischenraums und der Außenatmosphäre auf möglichst kurzem Weg und mit ausreichend großem Querschnitt. Der Feuchtegehalt der Luft im Zwischenraum entspricht mit minimaler Verzögerung der Außenatmosphäre. Durch eine Isolierglasscheibe auf der Außenscheibe wird die minimale Oberflächentemperatur im Zwischenraum erhöht. Die Luft im Zwischenraum ist im Normalfall wärmer als außen, die Luftfeuchte entspricht dem Außenklima. Hierdurch sinkt die relative Luftfeuchtigkeit im Zwischenraum. Somit ist immer sichergestellt, dass der Taupunkt unter der minimalsten Oberflächentemperatur im Zwischenraum liegt.

 

 

Der witterungsbeständige, kratzfeste keramische Digitaldruck ermöglicht eine durchgehende, bis zu 15 Meter lange Glasbedruckung. Wenn der keramische Digitaldrucker winzige Keramikpartikel hoch exakt auf gigantische Scheiben spritzt, entstehen faszinierende Motive mit bis zu 720 dpi Auflösung. Jedes Glasfassadenelement kann sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenfläche inwdividuell mit geometrischen Strukturen, freien künstlerischen Designs, sanften Farbverläufen oder fotografischen Motiven bedruckt werden. Die kreativen Möglichkeiten sind unbegrenzt, die Kosten bleiben überraschend niedrig. Schon ab einer Losgröße von eins ist großformatiges, wetterbeständiges Bedrucken der Elemente preislich attraktiv. Denn teure Werkzeuge wie etwa beim Siebdruck werden überflüssig. Damit das Design seine Strahlkraft über Jahrzehnte erhält, wird mit keramischer Schmelzfarbe gedruckt. Sie verbindet sich beim Brennvorgang im Ofen dauerhaft mit dem Glas, ist kratzfest, witterungsbeständig sowie licht- und haftbeständig.

Fotos: seele

 

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Kategorie: Magazin

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