Loftcity – ein lebendiges Kulturviertel

9. Februar 2018 Mehr

Ein lebendiges Kulturviertel mit zahlreichen Künstlerateliers, einer sozialen Infrastruktur und das alles aus dem Bestand leerstehender Industriebauten heraus. Das ist die sogenannte „Loftcity“.
Es ist ein Wohnangebot, das der kulturellen Vielfalt des Umfeldes entspricht und eine soziale Durchmischung fördert. Gemeinsam mit der WBV-GPA und der EBG als Bauträger soll dies am Areal der Wiener Ankerbrotfabrik geschaffen werden.

 

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In unmittelbarer Nähe zur Wiener Ankerbrotfabrik, entsteht in Kürze ein Quartier für alle aus der Feder von GERNER GERNER PLUS, M & S Architekten, transparadiso und Yewo Landscapes

Rendering:©bokeh

 

Der städtebauliche Entwurf des Wettbewerbsgewinners soll das Areal zum südlich gelegen Veranstaltungsort der Brotfabrik abschotten und schallschutztechnisch wirken. Durch gezielt gesetzt Durchbrüche wird an bestehende Grünflächen im Nordosten angedockt. Der schräg gesetzte und mittig platzierte Baukörper unterteilt die so entstehenden Freiflächen in ungestörte, grün gestaltete Zonen und in öffentliche Bereiche. Alles mit urbanem Charakter.

Es sollen ein Gebäude für Studierende mit anerkanntem Asylstatus, ein Bauteil für betreutes Wohnen und geförderte Mietwohnungen sowie umfassende Räume für soziale Programme entstehen. Um das Gesamtquartier zu stärken sind Kooperationen mit sozialen Organisationen angedacht.

 

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Rendering:©bokeh

 

Umdenken

Die Architekten von GERNER GERNER PLUS und M & S Architekten haben durch das Nutzen von gemeinschaftlichen Zonen wie Waschküche, Foyer und Fitnessraum eine Abstufung von öffentlichen Gemeinschaftsflächen und privaten Bereichen vorgesehen. Halböffentliche Besprechungsräume, Leseecken und verglaste Wohnbereiche sind in jedem Geschoss anzufinden.

 

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Rendering:©Riviera Moretti

 

Auch wurde von der Jury die „intelligente und bedarfsorientiert ausgelegte Vielfalt an Wohnungstypologien“ gewürdigt und so erhielt auch die „typologisch innovative Grundrisskonfiguration des Wohnheims“ besondere Anerkennung.

Auf der etwa 1.000 Quadratmeter großen Dachlandschaft bildet der mit Netzen umspannte Ballspielbereich ein markantes Alleinstellungsmerkmal – es wirkt wie eine „Krone“ auf dem Gebäude. Verbreiterungen des Laubenganges im Bereich der Wohnungseingangstüren bieten Platz für „Sonnenplätze“, die mit einladenden Sitzgelegenheiten nachbarschaftliche Beziehungen fördern soll. Um Privatsphäre zu erlangen, können die hofseitig verlagerten Loggien mit Vorhängen verdeckt werden. Der einzigartige Charakter des Gebäudes, eine gekonnte Vermischung zwischen öffentlich und privat, kommuniziert sich somit bereits an der Fassade.

 

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Rendering:©Riviera Moretti

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Kategorie: Magazin