Wohnen hinter Bögen – Wohnhaus in Kobe

7. Juni 2018 Mehr

Die Architektur des „kleinen“ Wohnhauses in Kobe, Japan ist – nach Aussage des Architekten Tomohiro Hata – von der Romanik inspiriert: Bögen in der Form von etwas gestauchten Halbkreisen schließen die einzelnen Zonen ab, dazwischen liegen normale rechteckige Zimmer. Das schmale Grundstück, leicht ansteigend, ist zur Gänze bebaut und das Haus befindet sich in einer Nachbarschaft eher gewöhnlicher Einfamilienhäuser.

 

Kobe Wohnhaus

 

Der Architekt verzichtete auf Gartenflächen, erzielt jedoch durch die kaskadenförmige Raumfolge mehrere Außenbereiche wie Terrassen und Innenhöfe sowie reichlich Platz für Pflanzen. In den inneren Sichtachsen ergeben sich manchmal fast verwirrende Perspektiven. Die Bogenformen bilden Tunneleffekte – ähnlich in alten Kathedralen – ohne jedoch der Raumqualität und den funktionalen Abläufen zu schaden. Die verschiedenen Ebenen und Raumfolgen fordern von den Bewohnern eine gewisse Interaktivität, überfordern sie aber nicht. Auch in der Vertikalität findet ein Spiel der Ebene statt und so gibt es bis zu drei Geschosse, trotzdem sieht die Architektur nieder und bescheiden aus. Gebaut ist das Haus aus Stahlbeton, teilweise in hervorragender Sichtqualität, manchmal weiß gestrichen. Hölzerne Bodenflächen, manchmal wie Tatami-Matten positioniert, schaffen Wohnlichkeit und Komfort.

 

 

Fotos:©Tomohiro Hata Tarumi

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Kategorie: Magazin