Wohnkunst in den Schweizer Alpen – Haus Rossa

4. Juni 2018 Mehr

Auf einem schmalen Grat zwischen Kunst und Architektur bewegt sich das Projekt von Architekt Davide Macullo, das aus einer Zusammenarbeit mit dem Künstler Daniel Buren entstanden ist. In Rossa, einem 1.100 Meter hoch gelegenen Ort in den Schweizer Alpen, ganz hinten im Tal, wo die Zivilisation an die pure Natur stößt, liegt der Wohnbau „Swiss Haus Rossa“.

 

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Ein wenig lebende Skulptur und doch absolut bewohnbar, braucht bei diesem Wohnbeispiel die Architektur auch die Kunst, um komplett zu sein. Und diese findet hier in der dezent gestreiften Fassade aus farbigen und weißen Holzbrettern statt.
Der Grundriss des Wohnhauses ist annähernd kreuzförmig und nimmt damit auch Referenz auf die Dorfkirche, die Außenwände sind kurvig gewellt und bis auf den Sockel aus Stahlbeton ist alles aus Holz. Esstisch, Stühle und Einrichtungen sind speziell entworfen, nichts ist hier von der Stange. Das Bild des Hauses ist irgendwie vertraut, ähnlich den Häusern, wie sie Kinder bei ihren ersten Zeichenversuchen zeichnen, doch ist nichts Traditionelles darin ablesbar. Alle Fensteröffnungen sind genau überlegt und bieten verschiedenste Ausblicke in die Landschaft und die Berge. Die einfache Drehung und Neigung der Dachflächen schafft einen dynamischen Impuls und reinterpretiert gleichzeitig die Haustypen des Dorfes.

 

 

Fotos:©Alexandre Zveiger – Lugano TI

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Kategorie: Magazin