Holz trifft auf „gebrannte Erde“

15. November 2017 Mehr

 

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und Wirtschaftlichkeit setzt: Holz und Stahlbeton sind hier intelligent in Verbund gefasst.

Die Gebäudekubatur ist unregelmäßig abgetreppt und bietet so in den oberen Geschossen urbane Terrassenflächen. An den großflächig verglasten Stirnseiten ist die Tragstruktur zudem klar ablesbar. Während die Stützen und Geschossdecken von außen mit Aluminiumprofilen bekleidet sind, wird die Holzkonstruktion im Inneren sichtbar. Eine zweireihige Stahlbetonachse nimmt in der Mitte des Neubaus den zentralen Versorgungs- und Erschließungskern auf und verbindet sämtliche Einheiten. Im Vergleich zu einem herkömmlichen Stahlbetonbau konnten 262 Tonnen CO2 eingespart werden.

 

 

Für die Fassadengestaltung wählten die Architekten grün glasierte keramische Fassadenplatten mit einer feinen horizontalen Reliefstruktur. In Assoziation an einen Laubmantel (Holzbau) wurden drei unterschiedliche Helligkeitsstufen des gleichen Grüntons definiert und nach einem genauen Verlegeplan auf den Längsseiten des Gebäudes angeordnet und ergeben so ein lebendiges Fassadenbild.

Die Plattengröße von 50 cm Höhe, 135 cm Breite und 3 cm Dicke ergibt sich aus dem Gebäuderaster von 1,35 m. Drei Mundstücke mit unterschiedlichen Ausformungen erzeugen das filigrane Relief, das individuell und in enger Abstimmung mit dem Architekten für das Gebäude entworfen wurde. Als Basis für die Keramikplatten dient das Alphaton Rapid System der Moeding Keramikfassaden GmbH, das keine Montagereihenfolge vorgibt – ein großer Vorteil bei vielen verschiedenen Plattentypen aus Rillungen und Glasurfarben. Auch diese wurden in mehreren Bemusterungsdurchläufen definiert und entsprechen in ihrer Semitransparenz dem Wunsch des Architekten, die Natürlichkeit des Materials sichtbar und erlebbar zu machen. Unterstützt durch die Oberflächenstruktur der gerillten Platten changiert die Glasurfarbe auf der einzelnen Platte von gelblich bis tiefgrün und lässt bei bestimmten Lichtsituationen ein geradezu flirrendes Bild entstehen.

 

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In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller wurde auch für den Übergang der Längsfassaden zu den Stirnseiten ein eigenes Werkzeug produziert. Das kräftige Hohlkammerprofil von etwa 13,5 x 13,5 cm umläuft die kompletten Stirnseiten und bildet einen Abschluss, der auch aus der Entfernung gut wahrzunehmen ist und die Präsenz von H7 am Stadthafen unterstreicht.

 

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Kategorie: Produktnews, Wand