Nachhaltige Einzigartigkeit in Linz

1. Dezember 2014 Mehr

 

Wie erregt man in einer Geschäftsstraße die Aufmerksamkeit der Passanten? Diese Herausforderung stellte sich für Architekt Schröckenfuchs bei der Neugestaltung eines Modegeschäftes in der Landstraße, Linz. Inspiriert von einem gegenüberliegenden Park und der Fassade des Bürgerhauses, entwickelte er in Zusammenarbeit mit der Keramikmanufaktur Neuzeughammer aus Steyr ein System aus Porzellanfliesen als Verkleidung der Geschäftsfassade im Erdgeschoss.

Man entwarf eine 15 x 15 cm große Porzellanfliese, die nach einem genauen Verlegeplan an der Fassade verklebt wurde. Einige der Stücke sind vergoldet und der Spiegeleffekt ist nun der Grund, die Vorbeigehenden zum Stehenbleiben anzuregen, zum Schauen, Betasten und Befühlen der interessanten Haut dieser Architektur. Die Farbe Gold ist auch eine Aufwertung der Geschäftsinhalte.

Die beiden Fliesenmodule – eines dreidimensional und eines flach – wurden in der Manufaktur in Gipsformen mit Porzellanmasse gegossen, roh gebrannt, glasiert und hochgebrannt. Die Brenntemperatur von ca. 1200 Grad macht sie zu einem absolut frostbeständigen und gegen die Chemie der Stadtluft resistenten Material. Porzellan (reinster Ton) ist als Material ein nachhaltiges Produkt und kann vollständig recycelt werden – das macht diese Gestaltung zu einem ziemlich einzigartigen Projekt, in unserer von Schein und Anschein dominierten Schaufensterwelt.

Fotos: Andrew Phelps, schröckenfuchs architektur

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Kategorie: Produktnews, Wand

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