Sanitärsysteme für eine nachhaltige Zukunft

20. Mai 2019 Mehr

Die Art und Weise, wie wir menschliche Fäkalien und Urin entsorgen, trägt heute maßgeblich zu einem der dringlichsten Umweltprobleme der Erde bei. Übermäßige Stickstoffwerte, verursacht durch Abwässer und die landwirtschaftliche Verwendung von Düngemitteln, werden mittlerweile als gefährlicher eingestuft als zu hohe CO2-Werte und der Klimawandel. Seit Mitte der 90er Jahre untersucht deshalb eines der weltweit führenden Wasserforschungsinstitute, die Schweizer Eawag, mögliche alternative Wege zur Verringerung der Verschmutzung durch Abwässer.

Eine besonders interessante Lösung ist die Stoffstromtrennung, bei der das häusliche Abwasser an der Quelle in Urin, Fäkalien und Grauwasser getrennt wird. Darauf basiert ein Verfahren zum Nährstoffrecycling aus Urin, das Nährstoffe aus dem Urin mit kompakten, hocheffizienten dezentralen Bio-Reaktoren extrahiert, Medikamentenrückstände und Hormone neutralisiert und bis zu 80 Prozent des im Abwasser enthaltenen Stickstoffs aus dem Abwasserstrom entfernt.

 

Sanitärsysteme EOOS Design

 

Trennung an der Quelle

Das österreichische Designstudio EOOS, Eawag und LAUFEN haben ein wegweisendes Urin-Trenn-WC entwickelt, das ein neues Kapitel im nachhaltigen Abwassermanagement aufschlägt. save! baut auf Erkenntnissen der Blue Diversion Toilet auf, die mit Mitteln der „Re-invent the Toilet Challenge“ der Bill & Melinda Gates Foundation von EOOS und Eawag entwickelt wurde. Es ist die erste Urin-Trenn-Toilette, die den neuesten Industriestandards entspricht. Sie trennt Urin passiv von Fäkalien und Spülwasser, sodass er anschließend mit Backend-Systemen wie dem von Vuna entwickelten schnellen, einfachen und biologischen Aufbereitungsprozess behandelt werden kann.

 

Die Schlüsselinnovation des Produkts ist eine von EOOS Design entwickelte „Urin Trap“, die Urin unter Ausnutzung der Oberflächenspannung in einen getrennten Ablauf ableitet. Laufen hat das Prinzip auf das Wand-WC angewandt und mit innovativer Wasser- und Urinführung neu gestaltet, um die Leistung zu optimieren. Durch die perfekte Integration der neuen Technologie ist das WC optisch von anderen High-End-Toiletten nicht unterscheidbar.

 

Laufen hat sich verpflichtet, mit der Entwicklung innovativer Anwendungstechnologien zur Lösung dieses dringlichen Problems beizutragen. Um die sanitären Einrichtungen des 21. Jahrhunderts für die Ärmsten der Welt zu gewährleisten, wird das Unternehmen eine Urin trennende Hocktoilette entwickeln. Das WC soll weltweit hergestellt werden können. Das Design wird zur Verfügung gestellt, sodass es in Entwicklungsländern produziert und vertrieben werden kann. Diese neue Lösung wird dazu beitragen, Leben zu retten und die sanitären Bedingungen in den Entwicklungsländern zu verbessern.

 

Vortrag & Lunch

mit Dr. Harald Gründl (EOOS Design)

im Laufen Innovation Hub

An der Marienstiege 1010 Wien

Fr. 24. Mai 12-14 Uhr

 

Anmeldungen unter: marketing@at.laufen.com

 

LAUFEN Austria AG

T +43 (0)2746 6060-0

office.wi@at.laufen.com

www.laufen.co.at

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Kategorie: Sanitär

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