Neubau eines Bürogebäudes der Stadtwerke Ulm

8. Dezember 2016 Mehr

Architektur und Bauphysik.
Der Neubau eines Büro- und Verwaltungsgebäudes der SWU, Stadtwerke Ulm, gilt als professionelles Vorbild für nachhaltiges Bauen. Das zum Teil fünf Stockwerke hohe Gebäude wurde von Nething Generalplaner, Ulm/Neu-Ulm, entwickelt. Insgesamt ist das Gebäude für 500 Mitarbeiter konzipiert und erfüllt damit u. a. die Voraussetzung für die vorgegebene Zusammenlegung der verschiedenen SWU-Standorte. Als Energieversorger wollten die Stadtwerke darüber hinaus Maßstäbe setzen: Ökologische, technische, wirtschaftliche und nicht zuletzt soziokulturelle Gesichtspunkte waren zu berücksichtigen.

Die Architekten entwickelten drei zu einer Nebenstraße hin orientierte, relativ schmale, dreizehn Meter breite Kopfgebäude, die eine gut belichtete zweibündige Struktur zuließen. Die rückwärtigen Gebäudeteile sind mit nur vier Geschossen flacher und konnten demzufolge aus Sicht der Belichtung auch breiter angelegt werden. Eine von der natürlich belichteten Lobby herführende Erschließungsachse verbindet diese Kopfgebäude.

Das von dem Bauherrn vorgegebene Ziel, ein energetisch hochwertiges Gebäude zu erzeugen, wurde in einer ganzheitlichen Planung realisiert. 25 cm Dämmstoff in den Außenwänden entsprechend einem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von 0,133 W/m2K bzw. 0,135 W/m2K im Dach. Mit dieser Dämmung erreichen alleine die opaken Bauteile, d. h. ohne Berücksichtigung der Fenster, die mit einer 3-fachen Verglasung versehen sind, nahezu Passivhaus-Qualität. Zusätzlich erhöhen massive Bauteile wie Brüstungen und Geschossdecken die thermischen Massen in den Räumen.
Die Brüstungen sind darüber hinaus mit einer Keramikfassade bekleidet im Format A200, d. h., die Platten haben eine Höhe von 200 mm mit maximalen Längen bis zu 1.453 mm. Zur besseren Einbindung in die Umgebungsbebauung hatten die Architekten einen hellen Grauton vorgegeben, der dann vom Hersteller extra für dieses Objekt entwickelt wurde. Diese vorgehängte, wärmegedämmte und hinterlüftete Fassade der Moeding Keramikfassaden GmbH, Marklkofen, dient, neben der Optik, im Wesentlichen dem zusätzlichen Wärmeschutz.

Um eine zu starker Aufheizung der Räume zu vermeiden, wurde ein außen liegendes, starres Lamellensystem mit integrierter Tageslicht-Steuerung entwickelt. Form und Anstellung der einzelnen Elemente innerhalb des Systems wurden dabei so gewählt, dass die Lamellen das Tageslicht in ihrem oberen Bereich derart an die Raumdecken reflektieren, dass eine natürliche Belichtung gewährleistet ist und dennoch die direkte Sonneneinstrahlung ins Innere vermieden wird. Das keramische, wartungsfreie Material der Lamellen ist in Farbe und Haptik identisch mit der vorgehängten Ziegelfassade an den Brüstungen.

Bau 2017:
16.1.-21.1.2017

GIMA Halle A3, Stand 409
Moeding Halle A3, Stand 311

GIMA Girnghuber GmbH
Tel: +49 (0)8732 24-0
Fax: +49 (0)8732 24-200
E-Mail: info@gima-ziegel.de
Web: www.gima-ziegel.de

Moeding Keramikfassaden GmbH
Tel: +49 (0)8732 2460-0
Fax: +40 (0)8732 2466-9
E-Mail: info@moeding.de
Web: www.moeding.de

 
Architekten: Nething Generalplaner, Ulm/Neu-Ulm
Fotos: ©MOEDING Keramikfassaden GmbH (rudau.com)

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Kategorie: Projekte

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