Ein Hoch der Inkompetenz – planlos Award 2015

26. August 2015 Mehr

 

 

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Die IG Architektur vergibt auch 2015 den „planlos Award“
– für die planloseste Entscheidung in der österreichischen Baukultur.

Die IG Architektur zeigt unverständlichen Entscheidungen in Architekturpolitik, Stadtplanung und Vergabewesen erneut die Zähne. Zum dritten Mal nach 2011 und 2013 vergibt die Interessengemeinschaft Architekturschaffender einen Preis für die „planloseste Entscheidung in der österreichischen Baukultur“.

In den vergangenen Jahren erhielten die Preisträger einen 8 Kilogramm schweren Betonblock mit Gravur – abgebissene Kante inklusive. 2011 „gewann“ das Projekt „Asylzentrum Eberau“ mit der damaligen Auftraggeberin Maria Fekter als Preisträgerin und 2013 wurde das Österreichische Normungsinstitut mit dem ersten Platz prämiert.

IG Architektur Sprecher Franz Denk über die Initiierung des zweijährlich verliehenen Awards: „Es geht uns nicht um vordergründige Architekturkritik, sondern um das Aufzeigen von komplexen Systemen im Hintergrund. Unser Ziel ist es, den Fokus auf Entscheidungen zu richten, die das Entstehen von Architektur erschwert oder unmöglich gemacht haben. Mit planlos2015 möchten wir – wie schon 2011 und 2013 – EntscheidungsträgerInnen in humorvoller Weise ermutigen, ihr Entscheidungspotenzial in Zukunft besser auszuschöpfen.“

„Die IG Architektur mischt sich ein“, so Sprecherin Marion Gruber, „ sie meldet sich zu aktuellen Themen zu Wort. Unser Ziel ist die Sensibilisierung der Gesellschaft für Städtebau und Architektur, für Nachhaltigkeit und für die Berücksichtigung sozialer Bedürfnisse in der Planung.“

Seit 2001 steht die IG Architektur für eine kritische Auseinandersetzung mit Fragen der Architektur und Architekturpolitik. Gleichzeitig bietet sie ihren fast 300 Mitgliedern eine solidarische Plattform für Wissens- und Meinungsaustausch.

Auf der Website www.planlos2015.at können bis 15. September 2015 anonym die der planerischen Vernunft am wenigsten zugänglichen Entscheidungen in der Baukultur nominiert werden. Begründet werden müssen diese aber schon. Eine unabhängige Jury, die sich aus Architekten, Architekturtheoretikern, Urbanisten aber auch einer Rechtsanwältin und einer Journalistin zusammensetzt, wird am 29. September im Wiener WUK im Rahmen einer öffentlichen IG Architektur Festveranstaltung die planloseste Entscheidung und deren Verantwortliche küren.

 

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Kategorie: Nachrichten, News

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